Bayernliga Süd

Endlich der erste Saisonsieg für Landsberg

Steffen Krautschneider - TSV Landsberg
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Hätte gegen den TSV Schwabmünchen laut Coach alleine vier Tore machen müssen: Steffen Krautschneider.
  • Thomas Ernstberger
    VonThomas Ernstberger
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Landsberg – Na also, es geht doch! Im sechsten Anlauf hat es dann geklappt. Nach vier Unentschieden und einer Niederlage feierte Fußball-­Bayernligist TSV Landsberg am Sonntag endlich den ersten Saisonsieg. Und nicht nur das: „Das war der erste Landsberger Sieg nach 22 Monaten“, freute sich Spielertrainer Muriz Salemovic. Der letzte Dreier der Lechstädter – das war das 1:0 gegen den TSV Dachau am 19. Oktober 2019.

Wie schon am Mittwoch im Toto-Pokal hatte der TSV Schwab­münchen gegen die Truppe um Spielertrainer Muriz Salemovic nichts zu bestellen. Das 3:0 der Lechstädter vor rund 400 Zuschauern war letztlich hochverdient. Dieses Mal trat Landsberg allerdings in Bestbesetzung an. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit einer Riesenchance für Steffen Krautschneider (30.) und einem Lattenschuss der Gastgeber gehörte der zweite Spielabschnitt klar den Landsbergern.

David Anzenhofer köpfte in der 54. Minute eine Salemovic-­Flanke zum 1:0 ein. Der zweite Saisontreffer des Kapitäns und Rückkehrers. Jede Menge Chancen für die Gäste im Anschluss, aber der Ball wollte nicht ins Netz. „Krautschneider alleine hätte vier Tore machen müssen“, sagt der Coach. In der 80. Minute endlich das 2:0: Nach einer Ecke von Krautschneider erhöht Branko Nikolic mit dem Kopf. Nikolic setzte auch den Schlusspunkt: Nach Doppel-Pass mit Mike Hutterer lässt der serbische Mittelfeldspieler Schwabmünchens Keeper Stefan Brunner keine Chance. Landsberg verbessert sich damit schon mal auf Platz 10. Salemovic zufrieden: „Wir haben in der zweiten Halbzeit gar nichts mehr zugelassen und viele Chancen. Ein verdienter Sieg.“

Ganz dicker Brocken

Für seine Truppe geht’s schon am Mittwoch weiter. Um 18.15 Uhr gastiert der SV Donaustauf im 3C-Sportpark. „Das ist die am besten besetzte Mannschaft der Bayernliga“, sagt Salemovic. Das Team aus dem Landkreis Regensburg (zuletzt 1:1 gegen 1860 II) hat sich vor der Saison mit den beiden ehemaligen Unterhachinger Drittliga-Stammspielern Lucas Hufnagel und Paul Grauschopf verstärkt, zudem gehören Ex-Löwe Christoph Rech, Salemovics Abwehrchef in Pipinsried, und der frühere 1860-Jugendspieler Tobi Killer zum Kader. Da wartet ein ganz dicker Brocken auf Landsberg. Der Trainer hat Respekt, aber keine Angst: „Die haben auch erst einen Punkt mehr als wir.“

Die Lechstädter gehen jetzt in die dritte von sieben Englischen Wochen am Stück. „Alle Spieler sind platt, viele haben Muskelverletzungen, die Mannschaften kommen jetzt schon, am Beginn der Saison, auf dem Zahnfleisch daher. Normales Training ist nicht möglich, wir treffen uns, laufen aus, machen ein bisschen Regeneration und Kräftigung und besprechen taktische Details. Mehr geht nicht“, klagt Salemovic. Der Coach ist sich sicher: „Alle vier Tage ein Spiel – Profis würden bei so einem Programm streiken. Aber wir Amateure müssen da durch. Auf uns nimmt keiner Rücksicht.“

So spielte der TSV Landsberg: Witetschek; Wollens, Lutz, Anzenhofer (ab 72. Holdenrieder), Hoffmann; Krautschneider, Nikolic, Salemovic (ab 77. Gutia), Hutterer; Kollmann (ab 88. Fülla), Detmar (ab 46. Date).

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