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Dreierpack: Mölders entscheidet Bayernliga-Topspiel

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Von: Thomas Ernstberger

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Sascha Mölders - TSV Landsberg vs. Deisenhofen
Da ist Musik drin: Sascha Mölders gegen Deisenhofens Keeper Enrico Caruso. © Ernstberger

Den Bayern fehlt nach dem Abgang von Robert Lewandowski ein Knipser. Der TSV Landsberg hat seit dieser Saison einen. Und was für einen!

Landsberg – Spielertrainer Sascha Mölders erlebt beim Bayernligisten mit 37 Jahren seinen (mindestens) vierten Fußball-­Frühling – und trifft und trifft und trifft. Und wenn’s denn sein muss, erledigt der ehemalige Bundesliga-Stürmer auch mal einen Gegner im Alleingang. Wie am Samstag: Beim 3:2 im Spitzenspiel gegen den FC Deisenhofen hieß der dreifache Torschütze Sascha Mölders.

Was für eine Ausbeute: Im zwölften Spiel waren das die Saisontreffer Nummer 13 bis 15 für den einstigen Publikumsliebling des TSV 1860 München. Wenn man die Nummer 9 der Landsberger zur Zeit spielen (und treffen) sieht, weiß man, warum er das nicht nur bei den „Löwen“ war. Nix mehr „Wampe von Giesing“ – auch wenn’s dieses T-Shirt mit Autogramm gleich am Eingang bei zugunsten Tombola des an Leukämie erkrankten, fünfjährigen Max zu gewinnen gab. Der Landsberger Spielertrainer ist austrainiert und topfit. Und versetzt die Abwehrreihen der gegnerischen Bayernligisten in Angst und Schrecken. Drei Doppelpacks (gegen 1860 Rosenheim, Schwaben und Türkspor Augsburg) hatte bereits geschnürt, jetzt traf er zum ersten Mal dreifach.

Bereits in der dritten Minute schoss Mölders den TSV nach einem Abpraller nach Schuss von Startelf-Debütant Bryan Stubhan 1:0 in Führung, elf Minuten später sogar das 2:0 nach Flanke von Steffen Krautschneider. Die Partie schien früh entschieden, aber Landsberg verlor plötzlich den Faden, Deisenhofen ließ sich nicht entmutigen und glich durch Tobias Rembeck (22.) und Torjäger Nico Karger, den ehemaligen Teamkollegen von Mölders bei 1860, aus (33.). „Wir mussten in der Pause die Sinne schärfen und den Jungs erklären, was sie in der zweiten Halbzeit besser machen müssen“, verrät Mölders. Er gibt zu: „Das Spiel hätte nach der Pause in beide Richtungen kippen können.“

Es kippte in die richtige Richtung – weil Sascha zum dritten Mal zuschlug: In der 64. Minute stellte er nach Vorarbeit von Branko Nikolic auf 3:2. „Es ist zwar egal, wer die Tore schießt, aber nach dem 2:2 mussten wir hoffen, dass ich noch eins vor die Flinte bekomme“, so der Matchwinner, der die Torjäger-­Tabelle jetzt mit 15 Treffern (das ist mehr als die Hälfte der 29 Landsberger Tore) überlegen vor Karger (10) anführt. „15 Tore sind eine enorme Qualität. Es freut mich für ihn, dass er die Buden macht. Das tut der Mannschaft und dem ganzen Verein gut“, sagt Spielertrainer-Kollege Mike Hutterer.

Chancen zum 4:2 waren da, aber die TSV-Fans mussten bis zum Schluss um die drei Punkte zittern. Mölders und Co. durften sich am Ende bei Keeper David Hundertmark bedanken, der den Sieg in den Schlussminuten mit ein paar starken Paraden festhielt. Mölders: „Er hat gezeigt, dass er ein Super-Torwart ist. Deshalb haben wir ihn ja geholt.“

„Unnötig spannend gemacht“, lautet das Fazit nach einem richtig guten, packenden Spitzenspiel. Nach der neunten Partie in Folge ohne Niederlage (und dem achten Saisonsieg) bleibt der TSV Mölders, sorry, der TSV Landsberg, mit 27 Punkten Tabellenführer – aber die Verfolger lassen nicht locker, gewannen ebenfalls ihre Spiele. Schalding-Heining (26 Punkte) 2:1 in Nördlingen, Ingolstadt II (24) 1:0 in Rosenheim und Kirchanschöring (23) 2:1 in Gundelfingen. Es geht eng zu an der Tabellenspitze. „Egal“, sagt Mölders. „Wir schauen nicht auf die anderen und wissen, dass die Liga ausgeglichen ist. Neun Spiele ohne Niederlage, davon sieben Siege – das ist brutal. Und es war wichtig, auch einmal ein Spitzenspiel zu gewinnen.“ Nicht zu vergessen: Der TSV Landsberg ist jetzt schon zum fünften Mal in Folge Spitzenreiter. Mölders: „Es ist kein Kunststück, mal auf Platz eins zu springen. Die Kunst ist es, diesen Platz lange zu halten.“ Sein Versprechen: „Wir wollen die Zuschauer anlocken und mit schönem Fußball dafür sorgen, dass sie bleiben.“ Mit Auftritten wie gegen Deisenhofen sollte das gelingen…

Nächste Aufgabe: Am Sonntag (15 Uhr) muss der TSV beim Tabellen-15. VfR Garching antreten. Auch das ist keine leichte Aufgabe: Der VfR ist seit vier Spieltagen unbesiegt und gewann am Samstag 3:1 in Kottern.

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