Landsbergs Kapitän Bonfert ist wieder "on board"

Turbulente Bayernliga-Partie mit Nachgeschmack

1 von 26
Die internen Kapriolen sind beigelegt und der Kapitän wieder mit von der Partie: Sebastian Bonfert (am Ball) machte beim ersten Bayernliga-Heimspiel einen richtig guten Eindruck.
2 von 26
Turbulentes Spiel mit Nachgeschmack: Der TSV Landsberger (weiß) unterlag im ersten Heimspiel der aktuellen Bayernliga Süd-Saison gegen die "kleinen Schanzer" aus Ingolstadt mit 3:4 Toren.
3 von 26
Turbulentes Spiel mit Nachgeschmack: Der TSV Landsberger (weiß) unterlag im ersten Heimspiel der aktuellen Bayernliga Süd-Saison gegen die "kleinen Schanzer" aus Ingolstadt mit 3:4 Toren.
4 von 26
Turbulentes Spiel mit Nachgeschmack: Der TSV Landsberger (weiß) unterlag im ersten Heimspiel der aktuellen Bayernliga Süd-Saison gegen die "kleinen Schanzer" aus Ingolstadt mit 3:4 Toren.
5 von 26
Turbulentes Spiel mit Nachgeschmack: Der TSV Landsberger (weiß) unterlag im ersten Heimspiel der aktuellen Bayernliga Süd-Saison gegen die "kleinen Schanzer" aus Ingolstadt mit 3:4 Toren.
6 von 26
Turbulentes Spiel mit Nachgeschmack: Der TSV Landsberger (weiß) unterlag im ersten Heimspiel der aktuellen Bayernliga Süd-Saison gegen die "kleinen Schanzer" aus Ingolstadt mit 3:4 Toren.
7 von 26
Turbulentes Spiel mit Nachgeschmack: Der TSV Landsberger (weiß) unterlag im ersten Heimspiel der aktuellen Bayernliga Süd-Saison gegen die "kleinen Schanzer" aus Ingolstadt mit 3:4 Toren.
8 von 26
Turbulentes Spiel mit Nachgeschmack: Der TSV Landsberger (weiß) unterlag im ersten Heimspiel der aktuellen Bayernliga Süd-Saison gegen die "kleinen Schanzer" aus Ingolstadt mit 3:4 Toren.

Landsberg – 520 Zuschauer haben am Freitag beim ersten Heimspiel des TSV Landsberg in der neuen Bayernliga Süd-Saison im 3C-Sportpark eine wahre Achterbahnfahrt erlebt. Mit betrüblichem Ausgang. Die Hausherren hatten gegen Ingolstadt II das Nachsehen: 3:4 hieß es am Ende der spannenden Partie.

„Zwei Drittel der Mannschaft bestehen aus neuen Spielern. Es war wichtig für uns, gut in die Saison zu kommen. Das Spiel hier hätte auch anders ausgehen können, aber so sind wir ein glücklicher Sieger“, sagte der Gäste-Coach Alexander Reifschneider nach dem Abpfiff. Er traf damit den Nagel auf den Kopf. Streckenweise ging es vogelwild zur Sache; die Partie hätte auch 5:5, 6:4 oder 3:7 ausgehen können.

Angeführt von Kapitän Sebastian Bonfert kam Landsberg auf den Platz. Damit waren die aufgebauschten Kapriolen der letzten Wochen ad acta gelegt. Das Fehlen von David Anzenhofer gab keinen Anlass für weitere Verschwörungstheorien: Er befindet sich im Urlaub.

Die „kleinen Schanzer“ ergriffen forsch die Initiative, während die TSV-Kicker in den ersten Minuten keinen Zugriff auf die Partie bekamen. Florian Mayer, in der Innenverteidigung und nicht als Abräumer vor der Abwehr aktiv, konnte einen Schuss noch in höchster Not von der Linie kratzen, aber nach dem folgenden Eckstoß war es dann geschehen: Paul Polauke brachte die Gäste nach vier Minuten in Führung, was auf der neuen Anzeigetafel korrekt und gut lesbar erschien: 0:1. Die Fahne des Linienrichters verhinderte in der 8. Minute eine weitere kalte Dusche für den TSV, der Treffer für Ingolstadt wurde wegen Abseits nicht gegeben.

Ein Kopfball von Kevin Gutia nach einer Ecke war dann wohl der Weckruf für die Mannschaft von Hermann Rietzler, denn sie kämpfte sich nun in das Spiel und erarbeitete sich ein Übergewicht, kam allerdings nicht gefährlich vor das Tor. Sinnbildlich dafür stand ein Weitschuss von Philipp Vedder nach einer knappen halben Stunde: Er jagte den Ball mit enormer Wucht Richtung Altstadt.

Und genau in diese TSV-Drangphase fiel ein feiner Konter der Gäste über links, Noah Schorn konnte die Kugel im Strafraum nahezu unbedrängt annehmen und in aller Seelenruhe platziert ins untere rechte Eck zum 0:2 schießen. Die Angriffe der Hausherren wurden nun noch wütender; besonders Janick Reitz und Maximilian Holdenrieder machten über die rechte Seite viel Druck und stellten die Ingol­städter immer wieder vor Probleme.

Ein Geschenk des Gästekeepers brachte Landsberg vor der Pause wieder zurück ins Spiel: Lukas Schellenberg ließ einen harmlosen Ball von Philipp Vedder durch die Hände rutschen und durfte ihn anschließend aus den Maschen holen. 1:2. Da schien noch alles möglich.

Nach der Pause erwischte Landsberg erneut einen schlechten Start. Eine Ecke wurde kurz auf Philipp Herrmann gespielt und der konnte ebenso ungestört flanken wie Fabio Moreno Fell zum 1:3 einköpfen konnte. Die Hoffnungen auf eine Aufholjagd schienen im Keim erstickt, aber nur drei Minuten später war es der sehr agile und spielstarke Janick Reitz, der sich ein Herz fasste und den Ball aus 20 Metern zum 2:3-Anschlusstreffer in den Winkel zirkelte.

Fortan entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Das Mittelfeld wurde von beiden Teams zügig überbrückt, Chancen ergaben sich hüben wie drüben und zwangen beide Keeper zu starken Paraden. In dieser Phase schien die junge Truppe aus Ingolstadt gelegentlich überfordert und in der 73. Minute wusste sich die Hintermannschaft nur durch ein Foul im Strafraum zu helfen, als Janick Reitz mal wieder durchgebrochen war.

Neuzugang Orkun Tugbay verwandelte den unstrittigen Strafstoß sicher, erzielte damit sein erstes Pflichtspieltor für den TSV Landsberg, und stellte das Zwischenergebnis auf 3:3. Wer nun dachte, die Teams würden sich mit einem Unentschieden zufrieden geben, sah sich getäuscht. Der wilde Ritt ging munter weiter. Landsberg drängte die kleinen Schanzer mit Wucht in die eigene Hälfte, war dadurch anfällig für Konter und durfte sich bei Glücksgöttin Fortuna und Keeper Patrick Rösch bedanken, dass diverse Überzahlsituationen von den Gästen nicht konsequent in Tore umgemünzt wurden.

In der 78. Minute kam es allerdings zum Laufduell zwischen Florian Mayer und Jordan Born: Der spielende Co-Trainer der Landsberger wollte keinen Elfmeterpfiff riskieren und so kam Born im zweiten Versuch zum erfolgreichen Abschluss und stellte das Ergebnis auf 4:3 zugunsten der Ingolstädter.

Landsberg rannte weiter an, agierte dabei aber oft zu hektisch und ungenau. Andreas Fülla und Sebastian Bonfert kamen durchaus noch in aussichtsreiche Positionen, scheiterten aber entweder am gegnerischen Keeper oder der eigenen Unentschlossenheit. Im Gegenzug ließen die kleinen Schanzer einige Kontermöglichkeiten zur vorzeitigen Entscheidung aus. Es blieb aber beim 3:4 in einer turbulente Partie.

„Wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, sagte Janick Reitz rückblickend. „Wir waren die ersten zehn Minuten nicht im Spiel, aber danach haben wir es relativ gut gemacht, die Lücken gefunden und viel Druck aufgebaut.“

Die Kicker des TSV Landberg haben kaum Grund und nur wenig Zeit, um die Köpfe hängen zu lassen, denn schon am heutigen Mittwoch geht es in der „Englischen Woche“ weiter: Das Auswärtspiel beim FC Dei­senhofen steht an, bevor am Samstag um 14 Uhr die SpVgg Hankofen-Hailing im 3C-Sportpark aufläuft.

Dietrich Limper

Auch interessant

Meistgelesen

Dießener-Segelclub-Duo bestes deutsches Team bei WM in Polen
Dießener-Segelclub-Duo bestes deutsches Team bei WM in Polen
Der TSV Landsberg unterliegt mit 0:1 – Der Abstiegskampf hat begonnen
Der TSV Landsberg unterliegt mit 0:1 – Der Abstiegskampf hat begonnen
Skateanlage am Inselbad muss der Lechsteg-Baustelle weichen
Skateanlage am Inselbad muss der Lechsteg-Baustelle weichen

Kommentare