Bayerliga Süd: 3:0 gegen Tabellenführer Türkspor Augsburg

Landsbergs Siegesserie hält an

Dennis Hoffmann - TSV Landsberg vs Regenstauf
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Schoss gegen Türkspor Augsburg das 2:0, brach sich die Nase und spielte dennoch weiter: Dennis Hoffmann (vorne links) vom TSV Landsberg.
  • Thomas Ernstberger
    VonThomas Ernstberger
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Landsberg – Einmal so richtig in Fahrt gekommen, ist der „Lechstadt-Express“ nur noch schwer zu stoppen. Wie drei Tage zuvor Donaustauf musste das am Samstag auch Türk­spor Augsburg erfahren. Und die Fuggerstädter waren vor dem Spiel immerhin noch Tabellenführer der Fußball-Bayernliga Süd.

Die Truppe der Spielertrainer Murz Salemovic (setzte sich zunächst selbst auf die Bank, kam aber schon nach 28 Minuten für Steffen Krautschneider) und Mike Hutterer ließ den Gastgebern keine Chance, feierte mit einem verdienten 3:0 den vierten Pflichtspiel- und den dritten Bayernliga-Sieg in Folge.

Damit ratterte der „Lechstadt-­Express“ schon mal rauf auf den 5. Tabellenplatz. Scheint ganz so, als seien die Landsberger gerüstet für das Toto-Pokal-Heimspiel am morgigen Dienstag (17.45 Uhr) gegen den TSV Rain, der am Samstag überraschend 1:0 bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg gewann.

Bayernliga-Top-Team gegen Regionalliga-Kellerkind – da scheint der Sprung unter die letzten 16 bayerischen Teams im Pokal durchaus möglich. Allerdings hat Salemovic gegenüber dem KREISBOTEN schon angekündigt: „Wir wollen zwar weiterkommen und werden nichts herschenken. Aber ich muss gerade aufgrund der vielen Englischen Wochen und von ein paar Verletzungen einige Spieler schonen. Wir werden daher mit unserer zweit- bis drittbesten Mannschaft antreten.“

Zurück nach Augsburg: Wie schon beim 5:2 beim SV Donau­stauf war der TSV-Sieg beim Spitzenreiter schon zur Halbzeit so gut wie klar. Da führte Landsberg durch Tore von Kevin Gutia (17. Minute nach Krautschnei­der-­Freistoß), Dennis Hoffmann (21./Angriff über Kazuki Date und Hutterer) sowie Charly Fülla (45.) nach einem langen Ball des erneut bärenstarken Keepers Daniel Witetschek mit 3:0. Und das trotz früher Wechsel: Nach Krautschneider (Oberschenkelprobleme) musste auch Kapitän David Anzenhofer in der 37. Minute ausgewechselt werden. Kurz darauf brach sich Hoffmann die Nase, lag blutüberströmt am Boden. Auswechseln? Kam für den Mittelfeldspieler nicht in Frage: Ein neues Trikot und weiter ging’s trotz Schmerzen. Salemovic: „Hut ab und Respekt vor seinem Einsatz für die Mannschaft. Ein toller Junge!“

Mit dem Auftritt seiner Truppe war der Spielertrainer hochzufrieden: „Das war wieder ein Riesenspiel mit hohem Aufwand. Wichtig, dass die Parte im Prinzip schon zur Halbzeit entschieden war.“ Auch Tabellenplatz 5 nach dem holprigen Saisonstart freut Salemovic: „Jetzt sind wir in etwa da, wo wir hinwollen“.

Alessandro Mulas geht

Einziger Wermutstropfen an einem perfekten Spieltag für den „Lechstadt-Express“: Alessando Mulas (21) hat den TSV-Verantwortlichen vor dem Spiel mitgeteilt, dass er zu Liga-Konkurrent TSV Schwabmünchen wechseln wird. Der Stürmer war 2018 von der U19 des TSV 1860 München nach Landsberg gekommen. Salemovic: „Der Wechsel ist fix. Das war eine brutale Nachricht aus dem Nichts. Aber wir werden den überraschenden Abgang kompensieren.“ In Schwabmünchen erhofft sich Mulas (19 Spiele, drei Tore für den TSV) offenbar mehr Einsatzzeiten

Nächster Gegner nach dem Pokalspiel gegen Rain: Am Samstag (14 Uhr) gastiert der TSV Wasserburg im 3C-Sportpark. Thomas Ernstberger

So spielte der TSV Landsberg: Witetschek; Anzenhofer (ab 37. Holdenrieder), Nikolic, Schmeiser (ab 55. Wollens), Lutz; Date, Hoffmann, Hutterer, Krautschneider (ab 28. Salemovic); Fülla (ab 87. Doqai), Gutia (ab 83. Kollmann).

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