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Schon wieder ein Unentschieden für den TSV Landsberg

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Von: Thomas Ernstberger

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Kazuki Date - TSV Landsberg
Schoss gegen Dachau sein siebtes Saisontor: Landsbergs Japaner Kazuki Date. © Ernstberger

Landsberg – Es ist die ewige Frage, die wohl nie richtig beantwortet werden kann: Ist das Glas halb voll oder halb leer? Bei Fußball-Bayernligist TSV Landsberg stellt sich diese Frage jetzt schon zum 14. Mal – nach dem 14. Unentschieden im 28. Saisonspiel. Auch bei Kellerkind TSV 1865 Dachau teilten die „Remis-Könige“ der Liga am Samstag die Punkte. Positiv: Mit dem 1:1 blieb die Truppe von Spielertrainer Mike Hutterer auch im sechsten Spiel nach der Winterpause unbesiegt.

Allerdings weiß jeder Fußballer: Unentschieden (schon das vierte im Jahr 2022) bringen einen nicht richtig weiter. So war das Glas für Hutter nach dem ersten Spiel der Englischen Woche (am Mittwoch geht’s schon mit dem Heimspiel gegen Schwabmünchen weiter) auch ganz klar halb leer: „Das waren zwei verlorene Punkte.“ Landsberg bleibt Fünfter, hat nur drei Punkte Rückstand auf den Tabellendritten Donaustauf. Zur Erklärung: Da der Tabellenzweite, die U23 des FC Ingolstadt, nicht aufsteigen darf, wenn die Erste aus der 2. Liga absteigt (was so gut wie sicher ist), würde Bayernliga-Rang 3 für die Aufstiegs-­Relegation reichen.

Für den Coach begann der Samstag mit zwei Hiobsbotschaften: Mit Offensivmann Steffen Krautschneider und Mittelfeldspieler Dennis Hoffmann meldeten sich in der Früh gleich zwei Stammspieler krankheitsbedingt ab. So rückten Elias Kollmann und Branko Nikolic in die Startelf. Bei den Dachauern saß ein neuer Mann auf der Trainer­bank, nachdem Ex-1860-Profi Fabian Lamotte, der zehn Jahre als Spielertrainer beim TSV wirkte, nach 15 Spielen ohne Sieg zu Beginn der vergangenen Woche das Handtuch geworfen hatte. Marcel Richter, der alte Fuchs, soll den drohenden Abstieg in die Landesliga verhindern.

Und Richter hatte sich – wie beim Amtsantritt schon angekündigt – eine neue Taktik ausge­dacht. Die Dachauer spielten mit Dreier- (bzw. auf fünf Mann erweiterbarer) Kette, standen damit extrem tief. „Ich hätte nicht gedacht, dass sie im Abstiegskampf so umstellen“, gab Hutterer zu. Seine Mannschaft tat sich gegen die Abwehr-„Mauer“ der Gastgeber in der ersten Halbzeit extrem schwer. Und kassierte in der 33. Minute sogar das 0:1 durch Marcel Kosuch. „Da rutschte der Ball durch unsere Abwehr. Es war der einzige Dachauer Torschuss im ganzen Spiel“, ärgerte sich Hutterer. Ein Spiegelbild der letzten Spiele: Der Gegner hat kaum Torchancen – aber die wenigen werden genutzt.

Nach der Pause war der TSV Landsberg vor 190 Zuschauern wesentlich besser im Spiel, doch es reichte nur zum Ausgleichstreffer durch Kazuki Date nach einer Ablage von Neuzugang Veron Dobruna (55.). „Kazu“, der quirlige Japaner, ist mit sieben Treffern hinter Krautschneider (9) der erfolgreichste Torschütze des TSV – da sieht man, wo die Landsberger in dieser Saison der (Knipser)-Schuh drückt.

Die Kreisstädter hatten etliche Chancen zum Sieg, doch Dobrunas Treffer wurde wegen Abseits nicht anerkannt. „Das war nie und nimmer Abseits“, so der sportliche Leiter Jürgen Meissner, der auf der Bank ganz nah dran am Geschehen war. In der Schlussphase ging der Ball zu allem Überfluss auch noch dreimal knapp übers Tor. Hutterer: „Ich hatte durch die beiden Ausfälle auf der Bank keine Spieler mehr zum Nachlegen. Manuel Detmar, der für die letzten 20 Minuten noch reinkam, hatte zum Beispiel nur einmal trainiert.“ So mussten sich die Landsberger mit dem 14. Unent­schieden zufriedengeben. Hutterer: „Das war auf alle Fälle enttäuschend.“

Schwabmünchen zu Gast

Bereits am heutigen Mittwochabend gibt’s die Chance, die Auswärtsscharte zuhause auszuwetzen. Um 18.30 Uhr kommt Schlusslicht TSV Schwabmünchen (am Sonntag 0:2 gegen Ismaning) zum Nachhol-Derby in den 3C-Sportpark. „Wieder ein ganz schweres Spiel“, sagt der TSV-Coach. „Gegen Mannschaften, die hinten drin stehen, ist es am Unangenehmsten zu spielen. Wie zuletzt für Dachau gilt: Sie müssen, wir wollen gewinnen.“

Am kommenden Samstag ab 14 Uhr endet die Englische Woche mit einem echten Knaller: Da gibt der souveräne Tabellen­führer SpVgg Hankofen-Hailing (am Samstag 1:1 gegen die Zweite von 1860 München) seine Visitenkarte in der Lechstadt ab.

So spielte der TSV Landsberg gegen Dachau: Witetschek; Nikolic, Schmeiser, Benede, Lutz; Hutterer, Holdenrieder; Date, Gutia (ab 86. Georgiou), Kollmann (ab 69. Detmar); Dobruna (ab 86. Wollens).

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