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Dritter Doppelpack in Folge: Landsberg grüßt dank Mölders als Bayernlinga-Tabellenführer

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Von: Thomas Ernstberger

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TSV Landsberg - Kabinenjubel nach Sieg gegen Türkspor Augsburg
So jubelt der Tabellenführer der Bayernliga-Süd: Nach dem 5:1 gegen Türkspor Augsburg gab es in der Kabine des TSV Landsberg fast kein Halten mehr. © TSV Landsberg

„Platz eins oder zwei!“ Das ist das klar formu­lierte Saisonziel von Sascha Mölders, dem Spielertrainer des Fußball-Bayernligisten TSV Landsberg.

Landsberg – Nach acht Spieltagen, also knapp einem Viertel der Saison, stehen die Kreisstädter schon mal da, wo sie am Ende hinwollen: Nach fünf Siegen am Stück grüßt der TSV von der Tabellenspitze. „Jetzt müssen wir gucken, dass wir da auch bleiben“, sagt Mölders, der maßgeblichen Anteil am Landsberger Höhenflug hat.

Beim 5:1 am Samstag gegen das bislang sieglose Schlusslicht Türkspor Augsburg gelang dem 37-jährigen Routinier bereits sein dritter Doppelpack in Folge. Und es war ein ganz besonderer: Der ehemalige Bundesliga-Stürmer traf in der zweiten (mit einem Heber nach „Zuckerpass“ von Kapitän Alex Benede) und vierten Minute. „Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon mal nach vier Minuten zweimal getroffen hatte“, sagt der Sturm-Tank, der sein Treffer­konto auf zehn Tore ausgebaut hat. Damit führt er jetzt die Torjägerliste der Bayernliga Süd alleine an.

„Zehn Tore sind eine Hausnummer. Das tut uns gut, das ist genau das, was uns in der letzten Saison gefehlt hat“, freut sich Spielertrainer-Kollege Mike Hutterer, der das Pokal-Aus (0:4 gegen Regionalligist Illertissen) längst abgehakt hat: „Da haben einige Akteure Spielpraxis bekommen. Unser Fokus liegt auf der Liga, jetzt haben wir keine Englischen Wochen mehr.“

Nach dem Mölders-Blitzpack gab’s gegen die enttäuschenden Augsburger Türken zwei Premieren: Branko Nikolics Kopfball-Treffer zum 3:0 (31.) war das erste Saisontor des Mittelfeldspielers und Timo Spennesbergers 4:1 (59.) war dessen erster Treffer im Dress des TSV Landsberg. Spieler-Trainer Sascha Mölders: „Sehr erfreulich, dass dieses Mal beide Achter getroffen haben.“ Steffen Krautschneider erhöhte nach einem langen Ball von Hutterer noch auf 5:1 (65.) und belegt jetzt mit fünf Treffern Rang 8 in der Torjägertabelle.

„Es läuft, wir sind in einem sehr guten Rhythmus“, so das Fazit von Hutterer. „Tabellenführer hört sich super an, das genießen wir jetzt.“ Er weiß aber auch: „Ab jetzt sind wir die Gejagten.“ Um diese Jagd erfolgreich zu bestehen, hat der TSV nachgelegt und den jungen Stürmer Mälek Amdouni verpflichtet. Der 21-Jährige, der vergangene Saison 34 Mal für den SV Pullach in der Bayernliga spielte, war vereinslos und soll die Lücke schließen, die die Verletzung von Sandro Caravetta verursacht hat. Der Stürmer muss, wie der KREISBOTE exklusiv berichtet hat, am Knie operiert werden und fällt bis zum neuen Jahr aus. Zudem ist nicht klar, wie lange die Landsberger noch auf Daniel Leugner nach dessen Knie-OP verzichten müssen. Hutterer: „Mälek hat schon mit Alex Benede in Pullach gespielt. Ein Offensiv- bzw. Flügelspieler, der nicht in Pullach bleiben wollte. Jetzt können wir offensiv wieder nachlegen.“ Mölders: „Ein Glück, dass der Wechsel gelappt hat.“

Tabellenführer – jetzt steht für die Landsberger ein ganz besonderes Spiel an. Am Freitag (19.30 Uhr) geht’s auf dem Sportplatz des TSV Gilching-Argelsried gegen die Zweite des TSV 1860 München. „Wir freuen uns alle drauf“, sagt Hutterer. Schließlich gibt’s da für einige Landsberger ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Trainer. Frank Schmöller, seit Sonntag 56 Jahre alt, war Coach von Hutterer und Benede in Pullach sowie von Spennesberger und Keeper David Hundertmark bei den „kleinen Löwen“.

Zudem schätzen sich die beiden ehemaligen Profis Schmöller und Mölders seit gemeinsamen Zeiten (Mölders als Spieler, Schmöller als U23-Coach). Der Löwen-Trainer (gewann zuletzt mit 1860 im April 3:1 gegen die Kreisstädter) hat gehörigen Respekt vor dem TSV Landsberg: „Die Jungs sind in dieser Saison brutal stark.“

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