Bayernliga-Partie mit 50 Minuten Verspätung

Rot für Benede im Landsberger Regen-Chaos

TSV Landsberg vs. TSV Kottern - Bayernliga
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Regenchaos im 3C-Sportpark: Mit 50 Minuten Verspätung ging es aufs Spielfeld, wo sich der TSV Landsberg mit einem 1:1 gegen Kottern zufrieden geben musste.
  • Dietrich Limper
    VonDietrich Limper
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Landsberg – 310 Zuschauer haben am Mittwoch vergangener Woche im 3C-Sportpark eine denkwürdige Bayernliga-Partie erlebt. Die Fußballer des TSV Landsberg kamen am 13. Spieltag der Bayernliga Süd nicht über ein 1:1 gegen den TSV Kottern hinaus. Sowohl das Wetter als auch der Schiedsrichter spielten an diesem Abend eine entscheidende Rolle.

Hauptdarsteller waren zu Beginn des Spiels nicht die Kicker auf dem Rasen, sondern die dunklen Wolken am Himmel. Blitz, Donner und Regen veranlassten Referee Philipp Ettenreich dazu, die Mannschaften noch vor dem Anpfiff wieder in die Kabinen zu schicken. Das bange Warten begann und dauerte schließlich 50 Minuten. Dann wurde die Partie doch noch angepfiffen und die einzige Frage war: Welches Team würde mit den widrigen Bedingungen besser zurechtkommen?

Es war nicht schön anzusehen: In den ersten 45 Minuten konnte sich keine der beiden Mannschaften eine nennenswerte Torchance erarbeiten. Alles blieb Stückwerk. Die Spieler rutschten über das seifige Geläuf und ihre Pässe landeten im feuchten Nirgendwo. Die einzige Aufregung gab es nach 37 Minuten, als TSV-Neuzugang Alexander Benede im Mittelfeld mit beiden Beinen voraus in einen Gegenspieler rauschte und durch den nassen Untergrund nicht gebremst wurde. Rudelbildung, hitzige Atmosphäre – der Schiri konferierte mit seinen Assistenten und schickte den Landsberger Abwehrchef mit Rot vom Platz. Eine harte Entscheidung.

Nach der Halbzeitpause blieben Holdenrieder, Fülla und Doqaj in der Kabine. Es kamen Detmar, Gutia und Nikolic, der nun mit Hutterer und Schmeiser eine defensive Dreierkette bildete. Die Gäste verfügten auch in Überzahl nur über begrenzte spielerische Mittel und konnten die Landsberger kaum in Verlegenheit bringen. Nennenswerte Gelegenheiten zur Führung blieben aus. Im Gegenteil: Sebastian Schmeiser nickte nach 70 Minuten eine Ecke von Nikolic per Kopf zum 1:0 ein und die Hausherren wähnten sich auf der Siegerstraße.

Die letzten Minuten verliefen chaotisch und die Atmosphäre war nicht nur durch das Gewitter aufgeladen. Die Lechstädter verteidigten den Vorsprung aufopferungsvoll und suchten ihr Heil bei Kontern. In der 87. Minute lief Salemovic von drei Verteidigern verfolgt alleine auf das Gästetor zu und wurde von Armin Rausch unsanft von den Beinen geholt. Der Schiri beließ es erstaunlicherweise bei einer Gelben Karte, Salemovic verließ humpelnd das Spielfeld und Gottfried Agbavon musste ihn ersetzen.

Aufopferungsvoll sorgten Kevin Gutia und Manuel Detmar bei Gegenstößen für Entlastung, aber es sollte nicht reichen. Die Nachspielzeit dauerte genau so lange, bis Roland Fichtl aus dem Gewühl heraus das 1:1 für den TSV Kottern erzielt hatte. Danach pfiff der Schiri ab. Während die Gäste überschäumend jubelten, sanken die Hausherren enttäuscht auf den Rasen. Ein großer Kampf wurde nicht belohnt.

Am kommenden Samstag müssen die Landsberger um 15 Uhr beim FC Gundelfingen antreten. Der Wetterbericht ist gut: Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei null Prozent.

Für den TSV Landsberg spielten: Witetschek - Lutz, Benede, Schmeiser, Holdenrieder (ab 46. Nikolic) - Hutterer, Fülla (ab 46. Detmar) - Date, Salemovic, Doqaj (ab 46. Gutia) - Kollmann.

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