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13. Unentschieden für „Remis-König“ Landsberg

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Von: Thomas Ernstberger

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Veron Dobruna - TSV Landsberg
Gute Chancen, aber immer noch kein Tor für den TSV Landsberg: Neuzugang Veron Dobruna. © Ernstberger

Landsberg – Diesen „Titel“ wird dem TSV Landsberg wohl keiner mehr streitig machen können: Die Kreisstädter sind die Remis-Könige der Fußball-­Bayernliga. Das 0:0 am Freitagabend im Flutlichtspiel bei Kellerkind TSV Wasserburg war im 26. Saisonspiel bereits das 13. Unentschieden der Truppe um Spielertrainer Mike Hutterer.

50 Prozent Remis – so oft hat bei weitem kein anderes Team die Punkte geteilt. Unentschieden scheinen in dieser Saison allerdings ein generelles Bayern­liga-Problem zu sein: Hinter Landsberg folgen gleich elf Mannschaften mit je neun und zwei mit acht Punkteteilungen.

Immerhin: Der TSV Landsberg blieb auch im vierten Punktspiel des Jahres 2022 ungeschlagen und rangiert damit weiter auf dem 5. Tabellenplatz. Allerdings war Hutterer, anders als in der Vorwoche nach dem 2:2 gegen Türkspor Augsburg, dieses Mal nicht zufrieden: „Die Leistung war top, das Ergebnis nicht.“ Denn die TSVler hatten mehrere Möglichkeiten, die Partie früh für sich zu entscheiden. Hutterer trauert ganz besonders drei „Hundertprozentigen“ in der Anfangsphase nach. So trafen Steffen Krautschneider (3. Minute) und Sebastian Schmeiser (11.) nur die Latte und Neuzugang Veron Dobruna, der schon gegen Augsburg den Siegtreffer auf dem Fuß hatte, setzte einem Kopfball aus sieben Metern (9.) knapp neben die Kiste.

„Da muss einer reingehen, dann spielen wir das Ding locker runter“, ärgert sich Mike Hutterer, der den Samstag mit seiner Familie verbrachte, um mal vom Fußball abzuschalten. Sein Fazit: „Das war kein gewonnener Punkt. Das waren zwei verlorene Punkte.“

Dünne Personaldecke

Wasserburg hatte in der 89. Minute durch Marko Dukic sogar noch die große Chance zum 1:0, doch TSV-Keeper Daniel Witetschek bewahrte die Gäste vor einer Niederlage. „Da hat er sehr gut reagiert. Es wäre aber total unverdient gewesen, wenn wir dieses Spiel auch noch verloren hätten“, so der Coach, der kurzfristig auf Manuel Detmar (krank) und Neuzugang Stevie Georgiou (Lebensmittelver­giftung) verzichten musste und deshalb mit einem Mini-Kader (nur drei Auswechselspieler) angreist war. Lediglich zwei Auswechslungen (Wollens und Kollmann für Schmeiser und Date) zeigen, wie dünn die Landsberger Personaldecke zur Zeit ist.

Doch beim TSV wird nicht gejammert. Noch dazu, wo jetzt drei der nächsten vier vier Spiele auf eigenem Platz stattfinden. Den Anfang macht der VfB Hallbergmoos, ein weiteres Kellerkind, das am Samstag (14 Uhr) im 3C-Sportpark gastiert. Die Marschroute ist klar: „Da müssen drei Punkte her“, fordert Hutterer – bloß nicht schon wieder ein Unentschieden. Wie übrigens auch im Hinspiel: Das endete am 1. September 1:1. Steffen Krautschneider glich die Führung des VfB aus.

Ein kleines Remis-Rechenspiel zum Schluss: 13 Unentschieden bringen 13 Punkte. Würde man von diesen 13 Spielen sieben verlieren und „nur“ sechs gewinnen, hätte man statt der 13 immerhin 18 Zähler auf der Habenseite. Im Fall Landsberg wären das fünf Punkte mehr, mit denen der TSV Dritter statt Fünfter wäre.

So spielte der TSV Landsberg: Witetschek; Hoffmann, Schmeiser (ab 57. Wollens), Benede, Lutz; Hutterer, Nikolic; Date (ab 70. Kollmann), Gutia, Krautschneider; Dobruna.

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