TSV Landsberg in der Bayernliga:

Vier Spiele, vier Unentschieden

Daniel Witetschek - TSV Landsberg
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Verhinderte mit bärenstarken Reflexen eine Niederlage in Ingolstadt: Daniel Witetschek, Keeper des Bayernligisten TSV Landsberg.
  • Dietrich Limper
    VonDietrich Limper
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Ingolstadt/Landsberg – Am vierten Spieltag der Bayernliga Süd haben sich die Fußballer des TSV 1882 Landsberg erneut mit einem Punkt begnügen müssen. Beim Auswärtsspiel am Mittwoch gegen den FC Ingolstadt 04 II reichte es nur zu einem torlosen Unentschieden. Am Ende konnte sich die Mannschaft bei Keeper Daniel Witetschek dafür bedanken, dass sie nicht mit der ersten Saisonniederlage im Gepäck die Heimreise antreten mussten.

Die TSV-Trainer Hutterer/Salemovic schickten folgende Elf aufs Feld: Witetschek - Wollens, Anzenhofer, Schmeiser, Lutz - Hutterer, Hoffmann, Gutia - Date, Mulas, Krautschneider. Von Beginn an sahen 150 Zuschauer ein Spiel auf schwachem Niveau, bei dem sich die Hausherren die besseren Chancen erspielen konnten. Bereits nach vier Minuten zappelte der Ball nach einem Freistoß und Kopfball im Netz der Gäste, aber Schiedsrichter Philipp Götz entschied auf Abseits.

Die TSV-Abwehrspieler Sebastian Schmeiser und Luca Wollens waren schon nach zwölf Minuten verwarnt und mussten ihr Tagewerk vorsichtiger verrichten, was auch dazu führte, dass alleine der Kapitän der Schanzer, Michael Senger, immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen kam. In den ersten 20 Minuten handelten die Lechstädter in der Abwehr viel zu sorglos und blieben nur durch Glück ohne Gegentreffer. Entlastung gab es kaum.

Erst nach 24 Minuten schickte Kevin Gutia Außenspieler Kazuki Date mit einem Steilpass auf die Reise, aber der Neuzugang wurde im letzten Augenblick geblockt. Die Chance war vertan. Ansonsten waren Torgelegenheiten für Landsberg Mangelware. Als dann auch die Hausherren ihre Bemühungen nach einer halben Stunde weitgehend einstellten, verflachte die Partie. Die Gäste brachten keinen geordneten Spielaufbau zustande, sondern verloren die Bälle bereits im Mittelfeld oder sie spielten unerreichbare Pässe auf die Flügel. „Ingolstadt gehörte sicherlich die Anfangsphase und da hätten sie auch in Führung gehen können, aber danach haben wir uns gefangen und dagegengehalten“, analysierte Coach Mike Hutterer die ersten 45 Minuten.

Nach dem Seitenwechsel kam beim TSV Maximilian Holdenrieder für Kapitän David Anzenhofer. Es begann die beste Phase der Lechstädter: Ein gelungener Spielzug über Krautschneider und Mulas brachte Dennis Hoffmann nach 50 Minuten in eine aussichtsreiche Position; sein strammer Schuss aus 18 Metern touchierte zwar die Latte, brachte aber keinen Ertrag. Wenig später kam Mulas im Strafraum an den Ball, doch er verstolperte die Gelegenheit. Danach fehlten wieder die zündenden Ideen aus dem zentralen Mittelfeld. Die Außenspieler Krautschneider und Date bemühten sich zwar um Tempo, aber ihre Flanken fanden keine Abnehmer; sie schafften es viel zu selten, bis zur Grundlinie zu kommen.

In den letzten 30 Minuten durfte TSV-Keeper Daniel Witet­schek sein großes Talent zeigen: Mit einem starken Reflex verhinderte er einen Treffer der Schanzer (60.). Nach 79 Minuten wäre er nach einer Ecke an den kurzen Pfosten allerdings machtlos gewesen, doch die Kugel flog knapp am Tor vorbei. Vier Minuten später hatte FC-Kapitän Michael Senger dann allerdings die sichere Führung auf dem Fuss, aber sein Schuss aus dem Gewühl heraus wurde von Witetschek auf wundersame Weise pariert. Coach Hutterer zeigte sich anerkennend: „Daniel hat uns mit seinen tollen Paraden auf jeden Fall im Spiel gehalten und uns den Punkt gerettet. In den letzten zehn Minuten konnten wir noch einmal etwas Druck aufbauen, aber es kamen einfach zu wenig Vorlagen aus dem Mittelfeld. Insgesamt können wir mit diesem Ergebnis zufrieden sein.“

Gelb-Rot nach Schwalbe

Mike Hutterer sah kurz vor dem Abpfiff für eine Schwalbe im Mittelfeld seine zweite Gelbe Karte. „Es war eine 50-50-Situation, der Schiri hätte auch Foul pfeifen können. Da es in der Bayernliga aber keine Sperre für eine Gelb-Rote Karte gibt, hat meine Aktion keine Auswirkung. Ansonsten hätte ich das gar nicht gemacht“, schilderte der Übeltäter die Situation. Seine Mannschaft brachte das etwas schmeichelhafte 0:0 aber auch in Unterzahl über die Zeit.

Deisenhofen kommt

Am kommenden Samstag wird im Heimspiel gegen den FC Deisenhofen eine Leistungssteigerung nötig sein, wenn der TSV Landsberg endlich den ersten Saisonsieg einfahren möchte. Das Spiel beginnt um 14 Uhr im 3C-Sportpark. Nach vier Spieltagen darf auch mal ein Blick auf die Tabelle gewagt werden, wo sich der TSV Landsberg mit vier Punkten genau in der Region befindet, mit der man nach eigener Aussage nichts mehr zu haben will: Auf Rang 11, im Niemandsland. Sollte der Knoten gegen Deisenhofen nicht endlich platzen, ist der Fehlstart für die ambitionierten Lechstädter perfekt.

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