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Landsberg bleibt 2022 ungeschlagen

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Von: Thomas Ernstberger

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TSV Lansberg - Schweigeminute für Ukraine
Es war ihnen ein besonderes Anliegen: Die Fußball-Bayernligisten des TSV Landsberg bei der Schweigeminute für die Ukraine. © Ernstberger

Landsberg – Die gute Nachricht zuerst: Fußball-Bayernligist TSV Landsberg blieb auch im dritten Punktspiel des Jahres 2022 ungeschlagen. Die schlechte: Es wäre für die Mannschaft von Spielertrainer Mike Hutterer (32) beim Heimauftakt gegen Türkspor Augsburg mehr drin gewesen als nur ein Punkt. Aber letztlich durften beide Teams mit dem 2:2 zufrieden sein.

„Wir haben nicht verloren, also ist’s als Erfolg zu werten“, resümierte Hutterer, der schon vor dem Spiel geahnt hatte, dass sich da keine „Laufkundschaft“ im 3C-Sportpark vorstellen wird. „Das wird wieder ein harter Brocken“, prophezeite er – wie sich herausstellen sollte zu Recht. Durch das Unentschieden fielen die Lechstädter vom 4. auf den 5. Tabellenplatz zurück.

Vor 210 Zuschauern verpennten die Gastgeber die erste Halbzeit bei eisigen Temperaturen fast komplett. „Die war verkorkst“, gab der Coach zu. Die Strafe: Die Augsburger gingen nach 25 Minuten durch Emre Arik 1:0 in Führung. Erst Sekunden vor dem Pausenpfiff glich Steffen Krautschneider durch einen herrlich verwandelten Frei­stoß aus. Es war der achte Saison­treffer des erfolgreichsten Landsberger Torschützen.

TSV Landsberg - Steffen Krautschneider
Wer hat hier die Lufthoheit? Landsbergs Steffen Krautschneider (weißes Trikot) oder der Augsburger Emre Kurt (5)? © Ernstberger

In Halbzeit zwei ein ganz anderers Gesicht der TSVler: Sie beherrschten Türkspor, ein Team, bei dem auf dem Platz Englisch gesprochen wird, klar. Es dauerte nicht lange, bis die Gastgeber jubeln durften: Branko Nikolic schoss seine Mannschaft in der 50. Minute mit 2:1 in Front. Doch die Freude währte nur kurz: Bereits zwei Minuten später überwand Georgios Stoupis Keeper Daniel Witetschek erneut – 2:2. Dabei blieb es trotz Landsberger Überlegenheit bis zum Schluss.

„Wir hatten in der zweiten Halbzeit alles im Griff. Bitter, dass der Ausgleich so schnell gefallen ist“, sagte Hutterer. Zusatz: „Die Enttäuschung ist nicht allzugroß.“ Und er nahm seine Jungs auch gleich in Schutz. „Das war unser erstes Spiel auf Rasen, das war noch ein bisschen ungewohnt.“ Die Partien in Deisen­hofen (0:0) und Donau­stauf (2:1) wurden auf Kunstrasen ausgetragen.

In der Startelf

Bemerkenswert: Neuzugang Veron Dobruna (kam in der Winterpause vom SV Schalding-­Heining) stand zum zweiten Mal in der Startelf und feierte trotz ein paar vergebener Chancen ein starkes Heimdebüt. Der 21-jährige Straubinger war immer in Bewegung, arbeitete und lief viel. „Er hat Potenzial, ist robust und groß“, urteilte Hutterter über den 1,85 Meter großen Stürmer. Stevie Georgiou dagegen, der andere Offensiv-Neuzu­gang, saß dieses Mal nach bislang zwei Kurz-Einsätzen 90 Minuten nur auf der Bank. „Er braucht noch Zeit, um sich an den Männer-Fußball zu gewöhnen“, sagt der Coach über den neuseeländischen Junioren-Nationalspieler.

Drei Spiele, fünf Punkte – der Start nach der Winterpause ist geglückt. Und schon wartet die nächste hohe Hürde auf den TSV Landsberg: Bereits am Freitag (19.30 Uhr) geht’s zum abstiegsgefährdeten TSV Wasserburg. Der 16. der Tabelle verlor am Sonntag 0:3 bei der zweiten Mannschaft des TSV 1860 München. Das Hinspiel gewannen die Landsberger im August mit 3:0..

So spielte der TSV Landsberg: Witetschek, Benede, Hoffmann, Hutterer, Nikolic, Gutia, Dobruna, Lutz, Kollmann (ab 54. Detmar), Date, Krautschneider.

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