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Landsberg ist Landesligist Durach nicht gewachsen

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Von: Thomas Ernstberger

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Stephanos Georgiou - TSV Landsberg - Neuzugang 01/2022
Bereitete sich schon frühzeitig intensiv auf höherklassige Einsätze vor: Stephanos Georgiou, Landsbergs Neuzugang aus dem Land der „Kiwis“. Unser Archivbild zeigt ihn als 14-Jährigen. © FKN

Landsberg – Das war noch nichts bei Fußball-Bayernligist TSV Landsberg. „Das Ergebnis ist nicht erfreulich. Wir haben drei einfache Tore nach leichtfertigen Ballverlusten kassiert, obwohl wir uns vorgenommen hatten, zu Null zu spielen. Das ärgert den Trainer. Ansonsten war das Spiel aber für den ersten Auftritt nach der Winterpause ordentlich.“ So lautet das Fazit von Spielertrainer Muriz Salemovic nach der 1:3-Testspiel-Niederlage der Kreisstädter gegen den Landesliga-Neunten VfB Durach.

Das Tor für den TSV Landsberg zum 1:1-Ausgleich erzielte in der 73. Minute Branko Nikolic, die beiden Treffer zum 1:2 und 1:3 fielen erst in der 81. und 86. Minute.

Salemovic hatte vor dieser Partie mit dem gleichen Problem zu kämpfen wie sein Bezirksliga-­Kollege Markus Ansorge aus Denklingen: Corona- und urlaubsbedingt fehlten ihm eine Reihe von Stammspielern, so dass er einige Akteure aus der zweiten Reihe einbauen musste – und nur zwei Spieler auf der Bank saßen. So kam der 18-jährige Alexander Lott aus der zweiten Mannschaft zu seinem ersten Einsatz im Bayernliga-Team. Auch Niklas Jörg (19) und Marco Braovac (31) spielen normalerweise in der A-Klassen-Reserve. Zudem feierte Neuzugang Veron Dobruna (kam vom SV Schalding-Heining) sein Debüt

„Die Personal-Situation wird sich so schnell wohl nicht grundlegend ändern. Die Rahmenbedingungen sind in diesen Corona-Zeiten einfach schwierig. Auch ein geregelter Trainingsbetrieb war bis jetzt im Prinzip nicht möglich, da nur elf, zwölf Leute da waren“, klagt der Coach. Die Übungseinheiten halten Salemovic und Mike Hutterer derzeit auf dem neuen Kunstrasen ab, auf dem auch das erste Testspiel stattfand. Für das Geläuf gibt’s die Note 1 vom Trainer: „Der Platz ist wirklich sehr gut.“ Für den Auftritt seiner Jungs bestensfalls eine 3: „Bis auf das Ergebnis war’s in Ordnung.“

Kleiner Lichtblick für Salemovic: Nach und nach stoßen jetzt Urlauber, Geimpfte und Neuzugänge zur Mannschaft. Wie Stürmer Steffen Krautschneider, der seine Flitterwochen beendet hat, und Kevin Gutia nach auskurierter Bänderverletzung. Seit Dienstag trainieren zudem neben Dobruna zwei weitere Neuzugänge mit: Alexander Figler, der 18-jährige Stürmer aus der U19 des FC Memmingen, und der neuseeländische Junioren-­Nationalspieler Stephanos Georgiou (zuletzt Freiburger FC, zuvor SC Freiburg). „Jetzt habe ich vier Alternativen mehr“, freut sich Salemovic.

Halb Kiwi, halb Grieche

Neuzugang Stephanos Georgiou, ein 19-jähriger Offensivmann (Mutter Griechin, Vater Neuseeländer) aus dem Land der „Kiwis“ (gemeint sind die kleinen Laufvögel und auch nicht die Früchte), verließ die Heimat schon mit 14 Jahren – um sich seinen großen Traum vom Fußball-Profi zu erfüllen. „Ich fühle mich halb als Kiwi und halb als Grieche. Aber ich will in das Land, in dem der beste Fußball gespielt wird – und das ist Deutschland“, sagte er beim Abschied. Jetzt kann er beim TSV Landsberg fernab der neuseeländischen Heimat zeigen, dass er das Zeug zu einer Profi-Karriere hat.

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