Gemischte Gefühle

Manko Chancenverwertung

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Sebastian Gilg leitete die zwischenzeitliche Führung per Fernschuss ein. Am Ende musste sich der TSV Landsberg aber mit einem Unentschieden beim FC Sonthofen begnügen.

Landsberg – Der TSV Landsberg ist nach der Winterpause mit einem Achtungserfolg auf die Zieletappe der Bayernliga Süd eingebogen. Doch trotz eines starken spielerischen Auftritts beim FC Sonthofen überwiegt bei den Lechfußballern die Unzufriedenheit darüber, dass sie die sich bietenden Torchancen zu selten zu nutzen wussten. Denn statt des respektablen 1:1 wäre auch ein Sieg beim Tabellenzweiten möglich gewesen.

Es ist das Wort „Belohnung“, das in der Nachbetrachtung des Auswärtsspiels beim FC Sonthofen immer wieder im Landsberger Lager fällt. Wir haben den Gegner sehr gut bespielt“, berichtet Toni Yildirim, sportlicher Leiter beim TSV. Eine ganz starke Teamleistung habe er gesehen, „doch am Ende haben wir uns leider nicht belohnt“.

Schon frühzeitig habe der Außenseiter aus Landsberg in Führung gehen müssen, denn in Hinblick auf die Spielanlage und den Aufbau seien schnell deutliche Vorteile auf Seiten des TSV feststellbar gewesen. Doch Grund zum Jubel gab es erst nach der Halbzeitpause: Sebastian Gilg hatte wuchtig aus 20 Metern Entfernung abgezogen. Sein Schuss knallte ans Gebälk und von dort aufs Spielfeld zurück, wo Philipp Siegwart gedankenschnell das überfällige 0:1 markierte. Fortan habe man das Geschehen beherrscht, unterstreicht Yildirim, doch weder Kapitän Sebastian Nichelmann noch Thomas Spannenberger behielten vor dem „leeren Tor“ die Nerven. So kam es wie oft in dieser Saison: Die Hausherren fanden zurück ins Spiel und erarbeiteten sich aussichtsreichen Gelegenheiten. In der 83. Minute war es dann soweit. Nach einem laut Yildirim „katastrophalen Abwehrverhalten“ auf der linken Landsberger Seite steckte Sonthofens Manuel Wiedemann die Kugel auf Florian Makoru durch, der nur noch zum 1:1 einzuschieben brauchte.

Beide Mannschaften klappten das Visier nun hoch und kamen zu Chancen. Sebastian Nichelmann scheiterte für die Landsberger, die in der Nachspielzeit dann ihrerseits Glück hatten, dass FC-Akteur Benjamin Müller einen gefährlichen Kopfball nur über die Latte bugsieren konnte. Wenngleich dem Punktgewinn eine ansprechende spielerische Leistung vorausgegangen war, schmerzten die zwei „verschenkten Punkte“ Landsbergs sportlichen Leiter auch noch Tage danach.

Doch nun richtet sich der Blick auf das Heimspiel am kommenden Samstag. Mit dem TSV 1860 Rosenheim gibt ein direkter Konkurrent, der nur dank des besseren Torverhältnisses vor den Landsbergern auf Platz vier der Tabelle rangiert, seine Visitenkarte im Hacker-Pschorr-Sportpark ab. Yildirim erwartet einen „spielstarken Gegner, der sich in der Pause noch verstärkt hat.“ Dennoch: „Die drei Punkte müssen daheim bleiben, das ist unser Ziel.“ Hinten sei das Gebot, dicht zu machen und sich vorne eben, was auch sonst, zu belohnen.

Ob das am Samstagnachmittag wunschgemäß gelingt, hängt auch von den Platzverhältnissen ab. Denn aktuell ist der Rasen nicht bespielbar. Erst am Donnerstag lassen sich nähere Aussagen treffen. Wenn alles klappt, ist um 14 Uhr Anpfiff.

Rasso Schorer

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