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Ivonne Mölders: Eine Frau packt an

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Von: Thomas Ernstberger

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Ivonne Mölders - TSV Landsberg - Teammanagerin
Teammanagerin Ivonne Mölders leitet auch die Pressekonferenzen des TSV Landsberg nach den Spielen. Links Ehemann Sascha. © Ernstberger

Landsberg – Sascha Mölders (37), der neue Spielertrainer und Torjäger des Bayernligisten TSV Landsberg, und seine Frau Ivonne (42) – diese beiden gab’s und gibt‘s nur im Doppelpack. Nicht nur im „Sommerhaus der Stars“.

„Was hat denn eine Spielerfrau auf der Bank zu suchen?“ So und ähnlich lauteten in den letzten Wochen immer wieder Fragen in den Sozialen Medien. Die Erklärung ist ganz einfach: Ivonne sitzt da nicht als Spie­ler­frau, sondern ganz offiziell als Teammanagerin. „Sascha ist sieben Tage die Woche auf dem Fußballplatz und er war 15 Jahre lang nur ein Besucher zuhause – da wollten wir nach dem Ende seiner Profikarriere etwas gemeinsam machen. Wie in Mering, wo wir schon jahrelang zusammen die A-Jugend trainiert haben. Das war schon länger unser Plan, das war auch die Voraussetzung dafür, dass wir nach Landsberg gekommen sind“, erklärt die gelernte Reise­verkehrsfachfrau, die ihr Reise­büro in Duisburg einst aufgab, um mit ihrem Mann nach Frankfurt (da spielte Mölders beim FSV) zu ziehen. „Ich sitze nicht auf der Bank, weil ich Frau Mölders, sonden weil ich ein Teil des Betreuerstabs bin. Ich bin sehr ehrgeizig und will mit Landsberg Erfolg haben.“

Ivonne Mölders – eine Frau packt an. „Ich bin bei jedem Training und natürlich bei jedem Spiel dabei. Und kümmere ich mich um alles, was rund um das Team anfällt. Ich organisiere Arzt- und Physiotermine, ich kaufe ein und besorge alles, was die Jungs für ein gutes Training brauchen – vom Magnesium über Riegel bis zum Obst. Ich hab‘ auch genau im Kopf, wer vor dem Spiel was braucht. Der eine eine Semmel, manche wollen Nüsse, manche sind vegan oder vegetarisch unterwegs. Ich hab‘ für jeden alles dabei. Nichts wird dem Zufall überlassen.“

Damit nicht genug: „Ich besorge auch die Karten für Spieler, deren Angehörige und den Gastverein“, erzählt sie. Zudem leitet Ivonne die Pressekonferenzen des TSV Landsberg nach dem Spiel. Sie soll sich um den Bereich Social Media kümmern und arbeitet auch mal mit einem verletzten Spieler auf dem Platz, wie erst kürzlich als Reha-Trainerin für Daniel Leugner. „Zudem teile ich mir die Betreuer-Aufgaben mit Benita Braun.“ Alles übrigens ehrenamtlich.

Ivonne Mölders - TSV Landsberg - Teammanagerin
Ist sehr ehrgeizig und will mit Landsberg Erfolg haben: TSV Team-Managerin Ivonne Mölders. © Ernstberger

Der Mann auf dem Platz, die Frau auf der Bank – gibt’s da keine Probleme? „Nein, die Rollen sind klar verteilt“, sagt sie. „Sobald ich auf der Bank sitze, ist er nur der Spieler Sascha, nicht mein Ehemann. Mit ihm klatsche ich genauso ab wie mit jedem anderen Spieler. Und als Trainer gibt er mir genauso wie Mike Hutterer oder Co-Trainer Martin Weiderer Anweisungen, die ich umsetzen muss.“

Warum eigentlich Landsberg, nach so vielen Profi-Jahren? „Ich kannte den Verein schon aus der Saison 2017/18, als unser Freund Dominik Schön (später Schwaben Augsburg und 1860 II, jetzt wieder Mering/d. Red.) für den TSV spielte. Da war ich bei einigen Spielen, ich mochte diesen Verein schon immer sehr gerne“, verrät Ivonne. „Sascha hatte vor dieser Saison mehrere Optionen, aber bei unseren Gesprächen mit den Landsberger Verantwortlichen und mit Sponsor 3C hatten wir sofort ein gutes Gefühl.“

Das zahlt sich jetzt aus. Für alle Beteiligten: Mölders macht sein neuer Job als Spieler und Trainer sichtlich Spaß – und er trifft. Dank seiner Tore darf Landsberg vom Aufstieg in die Regionalliga träumen, hat zudem mehr Zuschauer denn je. Und seine Frau, die in den 15 Profi-Jahren ihres Sascha kein Spiel verpasst hat, ist jetzt mittendrin statt nur dabei und packt kräftig an.

Der Mölders-Doppelpack tut dem Verein sichtlich gut. Aber Stopp! Die Mölders sind beim TSV sogar zu Dritt: Sohn Lio (12) ist vom SV Mering nach Landsberg gewechselt und spielt jetzt mit der U13 des TSV in der Bezirksoberliga. Position: Natürlich Stürmer. Was auch sonst...

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