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Paukenschlag bei Bayernligist Landsberg: Torwart Hundertmark hört auf - sofort!

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Von: Thomas Ernstberger

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David Hundertmark - TSV Landsberg - Bayernliga
Das war‘s dann am Lech: TSV-Stammtorhüter David Hundertmark sagt leise „Servus Landsberg!“ © Ernstberger

Der TSV Landsberg steht plötzlich ohne Stammtorwart da. Der Bayernligist plante eigentlich mit David Hundertmark, aber der macht Schluss.

Landsberg – Das kann man ohne Übertreibung als „Paukenschlag“ bezeichnen, als Blitz aus heiterem Himmel: Fußball-Bayernligist TSV Landsberg steht eine Woche vor dem Trainingsstart (30. Januar) und kurz vor dem Trainingslager (9. bis 12. Februar auf Mallorca) ohne seinen bisherigen Stammtorwart da. David Hundertmark hört auf. Sofort.

„Es wird uns im Winter keiner verlassen“, war sich Jürgen Meissner, der sportliche Leiter der Landsberger, Ende Dezember ganz sicher, sagte das auch im großen KREISBOTEN-Interview zum neuen Jahr. Doch jetzt sieht alles plötzlich ganz anders aus. Keeper David Hundertmark (25), der in allen 21 Saisonspielen im Tor stand, dabei keine einzige Spielminute versäumte, hat den Verantwortlichen Ende vergangener Woche mitgeteilt, dass er den Verein verlassen wird. Hundertmark war erst im Sommer als Nachfolger von Daniel Witetschek (22/aktuell Regionalligist FC Pipinsried) von der zweiten Mannschaft des TSV 1860 München nach Landsberg gekommen.

Der Student (duales Studium zum Handelsfachwirt) erklärt den Grund: „Der Aufwand wurde mir einfach zu groß, zumal Studium und Arbeit in letzter Zeit immer mehr geworden sind.“ Hundertmark wohnt in München, seine Freundin in Freising – da ist es ein enormer Zeit- und Kilometer-Aufwand, mindestens viermal in der Woche nach Landsberg zu fahren. Der Entschluss reifte nach dem Ende der Vorrunde. Hundertmark: „Ich freue mich wahnsinnig auf die neuen Herausforderungen im Studium und in der Arbeit, auf die ich mich jetzt voll konzentrieren will.“ Fortsetzung der Torwart-Karriere? „In dieser Saison sicher nicht“, sagt der Keeper. Hundertmark gibt zu: „Ich gehe natürlich auch mit einem weinenden Auge. Das halbe Jahr in Landsberg war super. Ich hatte dort eine wahnsinnig tolle Zeit.“

Jetzt stellt sich die Frage: Holt die sportliche Leitung des TSV eine neue Nummer eins oder setzen die Spielertrainer Sascha Mölders und Mike Hutterer in der Rückrunde auf den jungen Abdoulaye „Abdul“ Gueye (19), der bislang lediglich in Tests und im Pokal ran durfte? Meissner hält sich mit der Antwort noch bedeckt: „Ende der Woche kann ich dazu mehr sagen.“

Fakt ist: Ein Bayernligist mit Aufstiegs-Ambitionen braucht zwei starke Torhüter. Somit ist davon auszugehen, dass Landsberg noch einen Keeper holen wird. Problem: Aktuell sind nicht viele Torhüter auf dem Markt. Einer ist Fabio Rasic, ein 20-jähriger Kroate, der neunmal das Tor des FC Ismaning in der Bayernliga hütete. Im Sommer 2022 wechselte er zum VfR Garching, meldete sich dort allerdings im Oktober schon wieder ab, nachdem er kein einziges Spiel bestritten hatte. Rasic wollte sich in der Winterpause einen neuen Verein suchen. Wird’s Landsberg? Oder kommt vielleicht Sebastian Hollenzer (24) zurück, der im Sommer zum TSV Gilching-Argelsried gewechselt ist? Oder „zaubert“ Mölders gar einen weiteren Ex-Löwen aus dem Hut?

Es wird spannend – zumal das Transferfenster schon am 31. Januar schließt.

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