Am Sonntag beim Moto2-Neustart:

Marcel Schrötter landet mit Highspeed im Kiesbett

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Da war die Welt noch in Ordnung: Marcel Schrötter gab alles, um in Jerez die Lücke zur Spitze zu schließen, landete dann aber in Kurve 11 spektakulär im Kiesbett.

Jerez/Pflugdorf – Riesenschreck im Team Liqui Moly Intact GP. Kalex: Beim Neustart der Moto2-­WM-Saison am Sonntag im südspanischen Jerez de la Frontera hat Marcel Schrötter alle Hoffnungen auf eine Topplatzierung im Kiesbett begraben müssen. In einer Highspeed-Kurve verlor sein Vorderrad auf dem bis zu 50 Grad heißen Geläuf den nötigen Grip. Die gute Nachricht: Schrötter überstand den Sturz ohne Verletzungen.

Der 27-jährige Motorradrennprofi aus Pflugdorf durfte vor dem zweiten Saisonrennen aus berechtigtem Grund mit einem starken Ergebnis spekulieren. An den Trainingstagen war Marcel Schrötter konstant im Spitzenfeld der hartumkämpften Moto2-Klasse platziert. Und auch das Warm-Up am frühen Vormittag verlief zufriedenstellend: Mit 0,4 Sekunden hinter der Bestzeit lag er auf Rang 8. Die letzten Vorbereitungen waren also routinemäßig erledigt worden.

Trotz geänderter Streckenverhältnisse sah es im Rennen an­fäng­lich so aus, als könnte der ehrgeizige Athlet ein ordentliches Ergebnis einfahren. Schrötter kämpfte wacker in der ersten Verfolgergruppe. Doch kurz vor Ende des ersten Renndrittels verlor er in Kurve 11 die

Es war alles gerichtet: Marcel Schrötter vor dem Neustart der Moto2-WM-Saison in Jerez.

Kontrolle über sein Vorderrad, landete spektakulär im Kiesbett und verließ selbiges unverletzt.

„Die Enttäuschung ist riesengroß. Es tut mir schrecklich leid für das gesamte Team. Daher möchte ich mich auch gleich entschuldigen. Alle haben so hart daraufhin gearbeitet und es war auch alles perfekt vorbereitet, dass wir endlich wieder Rennen bestreiten können.“ Das Motorrad beim Rennen dann „wegzuschmeißen“, sei definitiv ein unschöner Abschluss des Wochenendes gewesen. „Das hätte nicht passieren dürfen.“ Trotz des unfreiwilligen Abgangs spricht Schrötter von einem „erfreulichen Neustart in die Saison“.

Zum Zeitpunkt des Rennens waren die Verhältnisse ein wenig anders als an den Trainingstagen. Moto2 ging vor MotoGPauf die Strecke. Somit war von deren Reifen noch kein Gummi auf dem Asphalt. Daher war das Fahrverhalten des Bikes ein wenig anders. Anfänglich hatte Schrötter zudem arge Schwierigkeiten, die Front zu kontrollieren. Er habe zwei, drei „große Rutscher“ über das Vorderrad parieren müssen und hatte alle Mühe, die Lücke zu den Vorderleuten zu schließen. Vom Gefühl her war ich aber drauf und dran, die Jungs einzuholen.“

Den SpanishGP Moto2 gewann nach 23 Runden der Italiener Luca Martini vor dem Japaner Tetsuta Gagashima der die WM derzeit anführt. Marcel Schrötter liegt auf Rang 13.
Toni Schwaiger

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