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Denklingen rutscht weiter ab

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Von: Thomas Ernstberger

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Markus Ansorge - Trainer VfL Denklingen
Nachdenklich: Denklingens Trainer Markus Ansorge. © Ernstberger

Denklingen – Der VfL Denklingen auf einem zweistelligen Tabellenplatz – das gab es seit dem Aufstieg im Sommer 2021 noch nie. Aber jetzt ist es passiert: Nach dem 0:1 beim BCF Wolfratshausen, der zweiten Niederlage in Folge nach dem 1:3 gegen Penzberg, ist der Fußball-Bezirksligist mit zwölf Punkten auf den 10. Rang abgerutscht.

Trainer Markus Ansorge war nach der „nicht verdienten Niederlage“ restlos bedient: „Die einfachsten Dinge funktionieren nicht mehr. Die Mannschaft ist völlig verunsichert.“ Aber kein Vorwurf an seine Jungs, die in der vergangenen Saison noch so souverän durch die Bezirksliga marschiert waren und erst in den letzten Spielen den Aufstieg verspielt haben. Der Coach nimmt sich selbst in die Pflicht: „Die Mannschaft braucht mich jetzt, die Spieler sind total am Boden. Jetzt wird sich zeigen, ob ich ein guter Trainer bin.“

Er weiß: „Die Jung müssen die Köpfe frei kriegen, wir brauchen wieder die Leichtigkeit von früher.“ Doch das wird schwer, denn die Denklinger Personalsituation ist mehr als angespannt. „Eine Katastrophe“, sagt der Trainer. „Wir haben aktuell fünf Langzeitverletzte – das kann eine Mannschaft wie wir nicht einfach wegstecken.“ Am meisten fehlen natürlich Kapitän Armin Sporer, der wegen seines Rippenbruchs noch länger ausfällt, und Tobias Ried, für Ansorge „einer der besten Innenverteidiger der Liga“, dessen Knieverletzung sich als Kreuzbandriss herausstellte – mindestens sechs Monate Pause. „In Wolfratshausen hat sich auch noch Innenverteidiger Manuel Waibl verletzt. Da musste ich mit Andreas Schiessl sogar einen verletzten Spieler einwechseln“, klagt der Trainer.

In Wolfratshausen fiel das Tor des Tages schon in der 13. Minute. „Der Ball ging durch fünf Mann durch, das war typisch für unsere Situation“, so Ansorge. Nach einer Stunde sah Ludwig Kirchbichler Gelb-Rot. Der Coach: „Da hätte es eine Zehnminuten-Strafe auch getan.“ Keeper Manuel Seifert hielt Denklingen mit einer Reihe von tollen Paraden im Spiel, dann vergab Dominik Karg die große Chance zum Ausgleich (80.) – damit war die vierte Saisonniederlage perfekt. Ansorge: „Wir müssen uns jetzt irgendwie in die Winterpause retten.“ Das wird angesichts der vielen Verletzten ein ziemlich hartes Stück Arbeit…

Aber vielleicht kehrt die Leichtigkeit ja schon am Samstag zurück. Da empfängt Denklingen um 16 Uhr den punktgleichen FC Neuhadern, der drei Plätze hinter dem VfL rangiert. Das sollte für den VfL eine machbare Aufgabe sein.

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