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Nur ein Punkt zu Weihnachten

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Torhüter Christoph Schedlbauer kann es nicht fassen: Drei Tore Vorsprung waren gegen Dorfen nicht genug. Und auch in Pfaffenhofen war für die Riverkings nichts zu holen. © Walter

Landsberg – Äußerst unglücklich verlief das Weihnachtswochenende für die Landsberger Eishackler: Gegen Dorfen lag der HCL lange deutlich vorne, wurde am Ende aber noch mit 6:6 in die Verlängerung gezwungen. Dort machte Dorfen den Sack in der Schlusssekunde zu. Umso wichtiger wäre der Pflichtsieg beim Kellerteam Pfaffenhofen gewesen. Nach zahlreichen Ausfällen und Sperren setzte es für die Landsberger eine 3:2-Niederlage.

Über den Besuch von Oberbürgermeister Mathias Neuner sowie eine Spende der Sparkasse in Höhe von 3.000 Euro für den Nachwuchs konnten sich die Verantwortlichen des HC Landsberg vor der Dorfen-Partie freuen. Und auch aus sportlicher Sicht lief es im ersten Drittel noch nach Geschmack der Riverkings. Durch die Treffer von Mika Reuter (3. und 20.) sowie Marcel Juhasz (7.) gingen die Mannen von Trainer Andreas Zeck mit einem beruhigenden 3:0 in die erste Pause. Im zweiten Drittel mussten die Riverkings zunächst den Anschlusstreffer (21.) per Penalty hinnehmen. Nur zwei Minuten später kassierte der HCL den nächsten Gegentreffer zum 3:2, fand darauf aber die passende Antwort: Mit einem Doppelschlag von Markus Kerber (35.) und Sven Gäbelein (36.) stellten die Gastgeber den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. Kurz vor der zweiten Drittelpause verkürzte Dorfen nochmal – nur noch 5:3.

48 Sekunden waren dann im letzten Drittel gespielt, da legte Marcel Juhasz das Tor zum 6:3 nach. Aber der ESC zeigte sich hartnäckig und kam in der 43. und 53. Minute noch auf 6:5 ran. Die Spannung erhitzte nun auch die Gemüter der Spieler: Die Szenen, die sich gut sechs Minuten vor Ende abspielten, hatten nämlich mit Eishockey nichts mehr zu tun. Zuerst attackierten die Gästespieler den HCL-Torhüter Christoph Schedl­bauer. Als ihm seine Verteidiger zur Hilfe kamen, eskalierte die Situation endgültig. Sogar der Dorfener Torwart wollte sich offenbar an der Keilerei beteiligen und kam ohne Helm und Handschuhe über die ganze Eisfläche gefahren – mit fatalen Folgen: Er verletzte sich bei dieser Aktion an der Schulter und musste ins Klinikum Landsberg zur Behandlung. Beide Torhüter und jeweils ein Feldspieler auf beiden Seiten wurden mit fünf Strafminuten plus Spieldauerstrafen belegt. Auch auf die Fans hatte die gereizte Stimmung mittlerweile übergeschlagen, sodass das Schiedsrichtergespann entschied, die Partie vorerst zu unterbrechen und die Teams in die Kabinen zu schicken.

Wenig später stand der Sport wieder im Vordergrund: Die Riverkings versuchten, ihren Vorsprung über die Zeit zu retten, kassierten allerdings in der letzten Minute den Ausgleich zum 6:6. Das Spitzenspiel musste folglich in einer fünfminütigen Verlängerung entschieden werden. Auch hier setzte sich die Pechsträhne der Landsberger fort, denn bei 64:59 erzielte Lukas Mikulka den Siegtreffer und sorgte in der Schlusssekunde vor dem möglichen Penaltyschießen für hängende Köpfe auf Seiten der Blau-Weißen. Trainer Andreas Zeck war nach der Partie auch mehr als bedient. „Wir haben heute dreimal einen Drei-Tore-Vorsprung und dadurch auch den Sieg verspielt. In diesem Stil haben wir bereits acht Spiele diese Saison verloren. Wir verstehen es nicht, mit einer Führung im Rücken einfaches Eishockey zu spielen und machen uns dadurch immer wieder selbst das Leben schwer.“

Reaktion am Montag?

Am zweiten Weihnachtsfeiertag wollten die Landsberger die unglückliche Niederlage vergessen machen und hatten zu diesem Zweck einen dankbaren Gegner: den Tabellenvorletzten Pfaffenhofen. Nachdem Trainer Zeck jedoch auf mehrere Leistungsträger wegen Sperren oder krankheitsbedingt verzichten musste, erwies sich die Aufgabe beim ECP als schwierig. Zwar ging der HC Landsberg zunächst durch Dennis Sturm (10.) in Führung, musste aber in der 15. Minute den Ausgleich hinnehmen. Das gleiche Bild im zweiten Drittel: Martin Hoffmann erzielte die erneute Führung (36.) für die Riverkings und die Gastgeber glichen bereits zwei Minuten später wieder aus. Der Schlusspunkt war jedoch dem Tabellenvorletzten vorbehalten: Der Siegtreffer in der 55. Minute zum 3:2.

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