Blickpunkt Bezirksliga:

Corona zwingt Denklingen vorzeitig in die Winterpause

Markus Ansorge - VfL Denklingen
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Zieht ein zufriedenes Fazit: Denklingens Trainer Markus Ansorge.
  • Thomas Ernstberger
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Kaufering/Denklingen – Gut, dass jetzt, beziehungsweise bald Winterpause ist. Am Ende einer langen Hinrunde freuen sich die beiden Bezirksliga-Teams aus dem Landkreis auf die Fußball-freie Zeit. Beide gehen zwar als Tabellenführer ins neue Jahr, doch ein Wochenende wie das vergangene brauchen sie nicht noch einmal. Der VfL Kaufering kassierte am vorletzten Spieltag der Gruppe Schwaben gegen Bobingen die zweite Niederlage in Folge und der VfL Denk­lingen war am letzten Spieltag der Gruppe Oberbayern kurzfristig zum Zuschauen verurteilt: Das Spitzenspiel in Raisting musste wegen eines Corona-Falls auf März verschoben werden.

Billige Ausreden – das entspricht nicht Ben Entharts Naturell. „Bobingen war sowohl im Hinspiel als auch jetzt besser als wir. Das muss man sportlich akzeptieren“, fand der Trainer des VfL Kaufering nach dem 1:3 am Samstag klare Worte. „Die stehen hinten stabil, sind spielstark im Mittelfeld und vorne immer gefährlich“ – das waren die Gründe für eine „völlig verdiente Niederlage.“ Zum ersten Mal in der laufenden Saison verlor Kaufering nach dem 1:2 gegen Erkheim zwei Partien am Stück – trotzdem hat der VfL noch immer sieben Punkte Vorsprung auf Bobingen und Erkheim (war am Wochenende spielfrei und hat ein Spiel weniger absolviert).

Mann des Tages in Bobingen war Top-Torjäger Florian Gebert, der die Enthart-Elf im Alleingang besiegte. Der Stürmer stand überraschend nicht in der Startelf, wurde erst zur zweiten Halbzeit (da führte Kaufering durch einen Treffer von Daniel Rimmer noch mit 1:0) eingewechselt. Und der beste Torschütze der Bezirksliga Schwaben zeigte gleich, was er drauf hat. Mit einem Blitz-Hattrick innerhalb von nur zwölf Minuten (60. bis 72.) sorgte der 21-jährige Bobinger für die Entscheidung.

Traf in den letzten beiden Spielen: Kauferings Daniel Rimmer

„Auch er war an diesem Tag zu stark für uns“, gibt Coach Enthart zu. Es waren im 17. Saison­spiel Geberts Saisontreffer Nummer 15 bis 17, dazu kommen sieben Assists. Damit braucht er sich sogar vor dem Denklinger Goalgetter Simon Ried nicht zu verstecken: Der traf in 16 Spielen 19 Mal und leistete neun Assists.

Der Tabellenführer der Bezirksliga Schwaben muss in diesem Jahr noch einmal antreten. Am Samstag (14 Uhr) steht das Heimspiel gegen den Tabellen-Zehnten TSV Babenhausen (kam im Hinspiel gegen den VfL 0:5 unter die Räder) auf dem Terminplan. Ob das Spiel wie geplant stattfinden kann, ist allerdings angesichts der aktuellen Corona-Lage noch offen: „Sportlich ist es kein Problem. Wenn’s schneien sollte, können wir auf dem Kunstrasen spielen“, sagt der Kauferinger Coach. „Aber wir wissen ja noch nicht, welche Vorgaben es von der Politik gibt und wie wir die dann umsetzen können.“ Wie eingangs erwähnt: Höchste Zeit für die Winterpause!

Corona im Team

Und diese Pause hat beim VfL Denklingen bereits begonnen. Das Spitzenspiel in Raisting wäre das letzte im Jahr 2021 gewe­sen. Doch das mussten die Denklinger absagen: „Wir haben am Donnerstag noch mit voller Kapelle trainiert, 17 Mann waren im Training. Am Freitag kam dann die Nachricht, dass ein Spieler positiv auf Corona getestet wurde. Daher hat sich die Vorstandschaft entschieden, das Spiel in Absprache mit Raisting und dem Spielgruppenleiter zu verschieben“, erzählt VfL-Trainer Markus Ansorge. Neuer Termin ist Sonntag, 6. März 2022 (15 Uhr). Der Coach: „Schade. Ich hätte gerne mit umfangreichen Tests gespielt, aber die Gefahr war einfach zu groß.“ Zusatz: „Raisting hat sofort zugestimmt“ – der SVR hat momentan große personelle Probleme…

„Endlich Urlaub, das tut jetzt allen nach vielen kräftezehrenden Monaten gut“, freut sich Ansorge nach dem „erfolgreichsten Jahr der Denklinger Vereinsgeschichte.“ Der „kleine VfL“, wie ihn der Trainer so gerne nennt, überwintert (bei einem Spiel weniger als die Konkurreten) mit einem Punkt Vorsprung auf den SC Oberweikertshofen und zwei Zählern auf die SpVgg Haidhausen als Tabellenführer. Eine großartige Leistung die dem Aufsteiger vor der Saison wohl keiner zugetraut hätte.

Ansorge wird die nächsten Wochen nutzen, um Trainingskonzepte zu erarbeiten: „Es wird eine schwere Rückrunde für uns. Da müssen wir gut vorbereitet sein“, sagt er. Am Montag, 24. Januar, steht dann die erste Übungseinheit in Jahr 2022 auf dem Programm.

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