Bayrisch trifft auf schottisch in Kaltenberg

Boarische Burschen und Madln rockten die "Highland Games" auf dem Schlossgelände

1 von 25
Elf Clans mit 65 Teilnehmern kämpften bei Tropenhitze auf Schloß Kaltenberg bei den Highland Games in kräftezehrenden Wettbewerben um den Sieg. Steine heben, Baumstämme werfen oder Eisengewichte schleudern - die Pfundskerle und strammen Damen gaben alles.
2 von 25
Elf Clans mit 65 Teilnehmern kämpften bei Tropenhitze auf Schloß Kaltenberg bei den Highland Games in kräftezehrenden Wettbewerben um den Sieg. Steine heben, Baumstämme werfen oder Eisengewichte schleudern - die Pfundskerle und strammen Damen gaben alles.
3 von 25
Elf Clans mit 65 Teilnehmern kämpften bei Tropenhitze auf Schloß Kaltenberg bei den Highland Games in kräftezehrenden Wettbewerben um den Sieg. Steine heben, Baumstämme werfen oder Eisengewichte schleudern - die Pfundskerle und strammen Damen gaben alles.
4 von 25
Elf Clans mit 65 Teilnehmern kämpften bei Tropenhitze auf Schloß Kaltenberg bei den Highland Games in kräftezehrenden Wettbewerben um den Sieg. Steine heben, Baumstämme werfen oder Eisengewichte schleudern - die Pfundskerle und strammen Damen gaben alles.
5 von 25
Elf Clans mit 65 Teilnehmern kämpften bei Tropenhitze auf Schloß Kaltenberg bei den Highland Games in kräftezehrenden Wettbewerben um den Sieg. Steine heben, Baumstämme werfen oder Eisengewichte schleudern - die Pfundskerle und strammen Damen gaben alles.
6 von 25
Elf Clans mit 65 Teilnehmern kämpften bei Tropenhitze auf Schloß Kaltenberg bei den Highland Games in kräftezehrenden Wettbewerben um den Sieg. Steine heben, Baumstämme werfen oder Eisengewichte schleudern - die Pfundskerle und strammen Damen gaben alles.
7 von 25
Elf Clans mit 65 Teilnehmern kämpften bei Tropenhitze auf Schloß Kaltenberg bei den Highland Games in kräftezehrenden Wettbewerben um den Sieg. Steine heben, Baumstämme werfen oder Eisengewichte schleudern - die Pfundskerle und strammen Damen gaben alles.
8 von 25
Elf Clans mit 65 Teilnehmern kämpften bei Tropenhitze auf Schloß Kaltenberg bei den Highland Games in kräftezehrenden Wettbewerben um den Sieg. Steine heben, Baumstämme werfen oder Eisengewichte schleudern - die Pfundskerle und strammen Damen gaben alles.

Kaltenberg – Als der schottische König Malcom III. im elften Jahrhundert seine Clans zu den ersten Highland Games einbestellte, konnte er nicht ahnen, dass sich daraus eine weltweite Sportbewegung entwickeln würde. Damals suchte er die stärksten Männer für seine Elitetruppe, heute geht es bei dem Kräftemessen um Titel und Ehre. So auch am Wochenende auf Schloss Kaltenberg, wo sich die besten Breitensportler dieses Genres zum Wettkampf trafen.

Gerade haben die Ritter mit ihren Pferden, Lanzen und Schwertern das historische Schlossgelände verlassen, da rückten die starken Männer und Frauen an. Heben, Stoßen, Schleudern, Werfen oder Laufen mit Lasten sind ihre Disziplinen mit Steinen, Eisen, Baumstämmen und Fässern.

Bei tropischen Temperaturen trafen sich die elf erfolgreichsten bayerischen Herren-, Damen- und Mixed-Clans mit insgesamt 65 Teilnehmern zu Muskelspielen im Schottenrock. Der Kilt ist Pflicht bei diesen Wettkämpfen mit Volksfestcharakter. Darauf achtete genau die „1. Bayerische Highland Games Vereinigung e. V.“ als Ausrichter. Vorsitzender Franz Ritzer und Deutschland-Verbandschef Jürgen Stickelbrock erklärten den rund tausend Zuschauern die Disziplinen und Regeln, bevor es quer durch das ganze Schlossgelände zur Sache ging.

Highland Games sind inzwischen eine anerkannte und auch die aktuell am schnellsten wachsende Sportart in ganz Deutschland. Sie unterteilt sich in sogenannte „Heavy Events“ als Leistungssport und in Mannschaftswettkämpfe als Breitensport, so wie er in Kaltenberg geboten wurde.

Muskelkraft, Ausdauer, aber auch Konzentration und Balance waren bei den schweißtreibenden Disziplinen gefragt. Dass es dabei auch auf die Technik ankommt, zeigten manch schmal-

brüstige Athleten und Athletinnen, die Bären mit Muskelpaketen auf die Ränge verwiesen. Besonders gestöhnt wurde beim Heben von unterschiedlichen bis zu 110 Kilogramm schweren Steinbrocken und Steinkugeln auf ein Podest. Bei den Frauen war der Stein übrigens „nur“ 36 Kilogramm schwer. Beste war hier die Studentin Antonia Schlickenbauer. Spannung herrschte beim Baumstammwerfen und beim Baumstamm-Slalom. Das trainierten die schottischen Krieger von anno dazumal für Flußüberquerungen oder um angreifenden Bogenschützen auszuweichen, wenn sie ein Burgtor rammen wollten. Kopfüber katapultierten die Athleten ein zwölf Kilogramm schweres Gewicht in die Höhe über gespannte Messbänder oder beim Weitwurf aus der Drehung bis zu 14 Metern – nicht ungefährlich für die Zuschauer. Da waren das Bogenschießen, Hufeisenwerfen oder das Fassrollen die reinste Erholung.

Entspannen konnten sich die Teilnehmer nur kurz von den anstrengenden Disziplinen. Vor Beginn des „Military Tattoo“ stand nämlich die Siegerehrung in der großen Arena auf dem Programm. Und hier genossen die Sportler den Beifall der über 7.000 Besucher und schottische Dudelsackmusik. Moderiert von Michael Riedl holten sich die Mannschaften ihre Urkunden ab. Goldmedaillen gab es für die Sieger-Clans. Hier sahnten bei den Männern die „Boarischen Burschen“ und bei den Damen die dazugehörigen „Boarischen Madln“ ab, beide amtierende Bayerische Meister-Clans. Darunter übrigens Pfundskerle aus dem Landkreis Landsberg wie Philipp Nieberle und Wolfgang Obst. Als „Wanderpokal“ erhielten die Burschen ein antikes Ritterschwert. Das wollen sie im nächsten Jahr unbedingt verteidigen.

Nach dem Premierenerfolg und dem reibungslosen Ablauf hoffen die Ausrichter, dass Luitpold Prinz von Bayern und Prinz Heinrich auch im kommenden Jahr sein Schlossgelände für die Highland Games öffnet. Bislang fanden die Wettbewerbe im oberpfälzischen Schloss Guteneck und im Schlierseer Freilichtmuseum statt.

Dieter Roettig

Auch interessant

Meistgelesen

Wenn der Körper einfach nicht mehr mitspielt
Wenn der Körper einfach nicht mehr mitspielt
Ein Pünktchen fehlt dem Landsberg X-Press zum Remis
Ein Pünktchen fehlt dem Landsberg X-Press zum Remis
Schmerzvolle Stocksport-Niederlage im eigenen Zelt
Schmerzvolle Stocksport-Niederlage im eigenen Zelt
MTV Dießen holt nur einen Punkt gegen den SC Regensburg
MTV Dießen holt nur einen Punkt gegen den SC Regensburg

Kommentare