Blaue Engel auf dem Bobby-Car

Bobby-Car-Rennen Schöffelding: "Blue Angel Racing Team" gewinnt 

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Über 500 Zuschauer verfolgten am Donnerstag das legendäre Schöffeldinger Bobby-Car-Rennen mit Spannung.
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Über 500 Zuschauer verfolgten am Donnerstag das legendäre Schöffeldinger Bobby-Car-Rennen mit Spannung.
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Über 500 Zuschauer verfolgten am Donnerstag das legendäre Schöffeldinger Bobby-Car-Rennen mit Spannung.
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Über 500 Zuschauer verfolgten am Donnerstag das legendäre Schöffeldinger Bobby-Car-Rennen mit Spannung.
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Über 500 Zuschauer verfolgten am Donnerstag das legendäre Schöffeldinger Bobby-Car-Rennen mit Spannung.
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Über 500 Zuschauer verfolgten am Donnerstag das legendäre Schöffeldinger Bobby-Car-Rennen mit Spannung.
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Über 500 Zuschauer verfolgten am Donnerstag das legendäre Schöffeldinger Bobby-Car-Rennen mit Spannung.
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Über 500 Zuschauer verfolgten am Donnerstag das legendäre Schöffeldinger Bobby-Car-Rennen mit Spannung.

Schöffelding – Kleine Flitzer ganz groß: Mehr als 500 Zuschauer haben am Donnerstag die Strecke in Schöffelding gesäumt, um die tollkühnen Piloten anzufeuern, die mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern über die Asphaltpiste rasten. Und Mut war am Renntag gefragt, denn das Wetter war unbeständig, beim traditionellen Bobby-Car-Rennen der örtlichen Burschenschaft.

„Die Regengüsse waren bestimmt dafür verantwortlich, dass nicht noch mehr Zuschauer gekommen sind“, bedauert Organisator Stefan Stiller vom Katholischen Burschenverein Schöffelding ein wenig. Aber auch angesichts dieser widrigen Bedingungen sei man hochzufrieden und könne das Event als „vollen Erfolg“ werten.

Das Wetter sorgte in der Tat immer wieder für lange Unterbrechungen. Streckenposten und Feuerwehr mussten die letzte, entscheidende 70-Grad-Kurve nach jedem Regenguss abtrocknen und hatten damit alle Hände voll zu tun. War das getan, wurden die Teams schnell an den Start geschickt, damit vor der nächsten Schauer ein paar Ergebnisse eingefahren werden konnten.

Die 33 Fahrerinnen und Fahrer, aufgeteilt in elf Teams, nahmen es mit Humor und überbrückten die Pausen mit Gleichmut. Max Götzfried vom Team „Stüberl Kitzighofen I“ wäre sogar gerne auf nasser Strecke gefahren. Ihm stand nämlich ein Bobby-Car zur Verfügung, das eigens für diese Bedingungen gebaut wurde. Warum? „Mein Bruder ist früher tatsächlich bei Grand Prixs gefahren. Dieses Jahr konnten wir dem Team der Feuerwehr Schöffelding ein Bobby-Car leihen, damit sie mitfahren können. Man hilft sich untereinander“, erklärt Götzfried, bevor er sich seinen Helm aufsetzt und einen weiteren Lauf wagt.

Lokalmatador und Mit-Organisator Peter Kaindl hingegen war bedient, denn sein Racer hatte immer wieder Probleme auf der Startrampe. So ging das Team des Katholischen Burschenvereins Schöffelding regelmäßig mit einem Rückstand auf die Strecke, der nicht mehr aufzuholen war. „Die Veranstaltung ist super gelungen, aber ich persönlich bin darüber frustriert, dass es bei uns nicht so gelaufen ist, wie erhofft“, sagte er zerknirscht.

Was der Burschenverein aufgefahren hatte, war in der Tat beeindruckend. Die 700 Meter lange Strecke war mit Strohballen und Absperrungen professionell präpariert. Das Rahmenprogramm mit Verpflegung, Kinderschminken, DJ und Fahrerlager war ebenso perfekt und half, die Pausen zu überbrücken.

Mit 55 Jahren war Richard Demmel aus Dießen der älteste Fahrer im Feld und fuhr für das Team „SCS“. „Entstanden ist das alles bei uns im Ort aus den Seifenkistenrennen. Dabei habe ich Blut geleckt und bin dann später jahrelang bei der Deutschen Meisterschaft und Europameisterschaft Bobby-Car-Rennen gefahren“, erzählt er. Die Wettbewerbe habe er des Alters wegen schon vor einer Weile aufgegeben, aber in Schöffelding sei er gerne noch einmal dabei und genieße die nostalgische Atmos­phäre. Sein Bobby-Car hatte er seinerzeit bei einem Ingenieur an der Mosel entwerfen lassen. Und der bezifferte den Wert des kleinen Boliden, inklusive Arbeitsstunden und Planung, auf 16.000 Euro.

Diese Zeiten seien aber endgültig vorbei, versichert Demmel und ärgert sich auch nur kurz über die Tatsache, dass er im letzten Lauf von Schöffelding von der Strecke gerempelt wurde: „Wir waren nebeneinader in der letzten Kurve und ich meine, dass ich einen Schlag abbekommen habe und dann abgeflogen bin. Nicht ganz fair, aber egal, es geht ja um den Spaß“.

Respekt erkämpfte sich auch das Damenteam, das als „KBV Mädels“ an den Start ging und immerhin drei Läufe für sich entscheiden konnte. Magdalena Baudrexl erzählt die Geschichte des Teams: „Vor drei Jahren haben wir angefangen und unser eigenes Bobby-Car gebaut. Seitdem sind wir immer in derselben Besetzung dabei. Wichtig ist, dass man keine Angst hat, aber die nasse Strecke ist heute wirklich schwer zu fahren. Trotzdem läuft es heute gut für uns.“

Im spannenden Finale hatte das „Blue Angel Racing Team“ um Anton Wagner gegen die Fahrer des „TSV Finning“ schließlich die Nase vorn. Auf dem 3. Platz kam die Freiwillige Feuerwehr Schöffelding aufs Treppchen. Anschließend war die Konkurrenz auf der Strecke vergessen und die Fahrer ließen den Tag in geselliger Runde ausklingen. 

Dietrich Limper

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