Floorballer der Red Hocks doppelt im Pokalwettbewerb vertreten

Weiter mit beiden Teams

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Nur selten spielten die Kauferinger ihre Angriffe beim Regionalligisten Rohrdorf sauber zu Ende. Beim 1:2 von Marco Keß (vorne links) fand der Ball aber den Weg ins Netz.

Kaufering – Zwei Mannschaften schicken die Floorballer der Red Hocks Kaufering heuer im deutschlandweiten Pokalwettbewerb ins Rennen. Während die Bundesligatruppe mit dem Regionalligisten Lumberjacks Rohrdorf eine Pflichtaufgabe gestellt bekam, wurde der Zweiten der Red Hocks eine echte Herausforderung zugelost: Zweitligatabellenführer Unihockey Igels Dresden. Im Penaltyschießen hatten die favorisierten Sachsen das Nachsehen, sodass beide Kauferinger Teams den Sprung in die nächste Runde geschafft haben.

Die Partie in Rohrdorf begann wie erwartet: Die Gastgeber standen sehr defensiv – dementsprechend viel Ballbesitz hatten die Red Hocks, konnten sich aber gerade in der Anfangsphase nur mühsam Chancen herausspielen. Der erste Konter der Lumberjacks führte dann zum ersten und einzigen Gegentor: Ex-Kauferinger Kilian Tiefenthaler zog von der halblinken Position ab und überwand David Winziger im Kauferinger Tor. Danach erarbeiteten sich die Red Hocks etliche gute Chancen. Erst in der 15. Spielminute, als Maxi Falkenberger ein schönes Zuspiel von Ricardo Wipfler nur noch über die Linie drücken musste, fiel der überfällige Ausgleich. Drei Minuten später steckte Albert ­Sikora auf Marco Keß durch, der im Alleingang auf 1:2 stellte.

Zu Beginn des zweiten Drittels bekamen die Kauferinger ein Powerplay zugesprochen, das ­Marco Tobisch mit einem Distanzschuss von der linken Seite zum 1:3 für den Bundesligisten ausnutzte. Im zweiten Drittel erspielten sich die Kauferinger die ein oder andere gute Chance, zeigten sich im Abschluss aber weder kaltschnäuzig noch zielstrebig.

Zu Beginn des letzten Abschnitts klaute Kapitän Falkenberger einem Rohrdorfer Verteidiger den Ball von der Kelle und bediente den im Slot freistehenden Tobias Hutter – 1:4. Doch auch danach haperte es weiter am Torabschluss, weshalb keine weiteren Tore mehr fielen.

„Wir haben heute deutlich unter unseren Möglichkeiten gespielt“, konstatierte Hutter deshalb. In den ersten beiden Dritteln sei der Ball zwar gefällig gelaufen, aber gerade im Torabschluss habe der letzte Wille gefehlt. „Mit dem letzten Drittel bin ich sehr unzufrieden, da wir uns ständig in Einzelaktionen verstrickt haben und nicht mehr als Mannschaft nach vorne und nach hinten gearbeitet haben.“ An diesen Dingen müsse seine Mannschaft diese Woche intensiv arbeiten, um im wichtigen Heimspiel am kommenden Sonntag (Anpfiff um 16 Uhr) gegen Schriesheim zu punkten.

Für eine echte Pokal-Sensation sorgte derweil die Reserve der Red Hocks. Obwohl Zweitligist Dresden mehr Spielanteile hatte, brachte Luis Hegner den Kauferinger Underdog in Führung. Allerdings dauerte es nicht lange bis zum Ausgleich. Danach brachte Kapitän Marius ­Häderle die Roten nach einem Alleingang ein zweites Mal in Führung. Bis zur zweiten Drittelpause drehten die Unihockey Igels den Spieß aber um – mit 2:3 ging´s in den Schlussabschnitt.

Dort tat sich lange nichts: Erst in der 59. Spielminute erzielte Stefan Weh nach langem Ball von Justus Wende den wichtigen Ausgleich, sodass die Partie in die Verlängerung ging – und nachdem das Spiel weiter unentschieden blieb, ins Penaltyschießen. Nach fünf regulären Versuchen pro Team war auch dort noch keine Entscheidung gefallen. Fünf weitere Runden waren nötig, bis Andreas Weh im entscheidenden Anlauf und insgesamt 20. Penalty zum 4:3 verwandelte.

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