Entscheidung an der Spree

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Die Kauferinger Bundesligafloorballer stehen am Samstag im Halbfinale Gegner BAT Berlin gegenüber.

Kaufering – Die Saison ist noch nicht vorüber, die Sonnenliege muss aber noch im Schuppen bleiben. Nach dem Halbfinalaus in Weißenfels mussten die Bundesligafloorballer vom Lech zwei spielfreie internationale Wochen- enden ausharren, doch nun steht endlich das letzte Saisonhighlight an. Gegen BAT Berlin geht es auswärts im kleinen Finale um Bronze und den dritten Platz im Endklassement.

„Natürlich war die Luft in den letzten Wochen etwas raus, der Spannungsabfall war schon spürbar“, so Angreifer Tobias Hutter. „Jetzt nehmen wir aber nochmal Fahrt auf und sind heiß darauf, uns in Berlin den dritten Platz zu sichern“. Zustande gekommen war die ungewöhnlich lange Pause zwischen Halbfinale und dem letzten Spiel durch die U19-WM in Helsingborg, während der sämtliche nationalen Wettbewerbe ruhten. 

Schon im letzten Jahr waren die Red Hocks, damals als Aufsteiger, bis ins kleine Finale vorgedrungen und hatten dort den Sieg davon getragen. Ein Ziel, das man auch diesmal sicherlich wieder erreichen will. Leicht wird dieses Unterfangen nicht, gilt Gegner Berlin doch als homogene und kampfstarke Mannschaft mit einem eingespielten System. Mit der statistisch viertbesten Verteidigung der Liga war man in der Hauptrunde auf Rang fünf gelandet und damit einen Platz vor den Red Hocks. 

Etwas heraus sticht Goalgetter Lukas Brockmann mit 31 Punkten, davon satten 24 eigenen Treffern. Seine Mitspieler tummeln sich im Mittelfeld der Scorerliste, ein weiteres Indiz für die Berliner Unberechenbarkeit. Zwischen den Pfosten sitzt mit Felix Klein und Tom Nebe das, nach Angaben ihres Mitspielers und Dauerbrenners Jan Kratochvil, beste Torhütergespann der Liga. So verwundert es nicht, dass die beiden bisherigen Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit äußerst knapp verliefen. 6:4 und 2:4 lauteten aus Kauferinger Sicht die beiden Duelle. Interessantes Detail: Jeweils gewann die Auswärtsmannschaft. Ein gutes Omen? 

Vielleicht, doch Sorgenfalten bereitet der Blick auf die aktuell dünne Kaderdecke. Einige Akteure werden die Fahrt in die Hauptstadt nicht mit antreten können. In die Karten schauen lassen möchte man sich im Lager der Red Hocks aber nicht, schließlich steckt man immer noch in den Playoffs. Ihre vielleicht vorerst letzte Partie werden im Trikot der Bundes- ligamannschaft einige verdiente Spieler bestreiten. Die Planungen für die anstehende Spielzeit laufen hinter den Kulissen bereits. Bevor also ein vermutlich nicht ganz kleiner Umbruch ansteht, will man an der Spree nochmal ein gemeinsames Erfolgserlebnis feiern.

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