Vorrunde Sommer-Bundesliga 2018:

Penzinger Stockschützen starten mit Unentschieden

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In ihrem ersten Bundesligaheimspiel schafften die Penzinger Stockschützen in letzter Sekunde ein Unentschieden gegen einen starken Gegner aus Aigen am Inn. Rechts das Penzinger Team in den blauen Trikots mit Matthias Peischer und Stephan Ruile (unter Reihe von rechts) sowie Michael Wurmser, Florian Lechle und Stefan Willig (v.r. stehend). In den schwarzen Trikots (untere Reihe v.r.) Günther Krennleitner und Florian Brundobler. Stehend v.r. Alexander Madl, Albert Huber und Max Dachsberger.
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Penzings Stockschützen retteten im ersten Heimspiel der Stockschützen-Bundesliga Süd erst im letzten Spielzug ein Unentschieden gegen einen starken Gegner aus Aigen am Inn (Landkreis Passau).
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Penzing – Es war spannend bis zum Schluss und es war eine knappe Entscheidung. Penzings Stockschützen retteten im ersten Heimspiel der Stockschützen-Bundesliga Süd erst im letzten Spielzug ein Unentschieden gegen einen starken Gegner aus Aigen am Inn (Landkreis Passau). Schiedsrichter Matthias Oestreicher entschied nach mehrmaligem Nachmessen, dass Penzings Stockschützen ihren Stock nur um Millimeter näher am Zentrum platziert hatten als ihre sportlichen Gegner. Der Jubel bei den mehr als 180 Fans war unbeschreiblich.

Dabei fing es überhaupt nicht gut an. Die ersten beiden der insgesamt fünf Spiele verloren die Penzinger. Erst im dritten Spiel gelang ihnen die Wende mit einem Unentschieden. In den beiden Folgespielen setzten sie ihre Stöcke besser ins Haus als ihre Konkurrenten. Für Teamkapitän Matthias Peischer war dieser Auftakt trotzdem erfolgreich, denn der „EC DJK Aigen“ galt von Anfang an als schwerer Gegner. 

„Gegen die hatten wir in der Vergangenheit eine schlechte Bilanz“. Überhaupt, es wird in der kommenden Bundesligasaison nicht leicht für die Penzinger. Die Stockschützen aus Penzing waren als Aufsteiger der vergangenen Zweitligasaison der als stark geltenden Gruppe D zugelost worden. Dort warten neben den Aigenern die hochklassigen Mannschaften aus Peiting und Surheim. 

„Trotzdem treten wir nicht als Außenseiter an“, betonte der Teamchef. „Unser erstes Ziel ist natürlich der Klassenerhalt.“ Der neue Modus macht die Sache spannend. Ähnlich wie in der Champions League werden die 16 bayerischen Bundesligamannschaften vier Gruppen zugelost. Die besten beiden Teams der Vorrunden qualifizieren sich dann jeweils für das Viertelfinale. Wer das nicht schafft, muss den Weg in die 2. Bundesliga antreten. Neu in den Regularien ist auch, dass der Verband eine überdachte Bahn fordert. Die gibt es in Penzing nicht. Die Stocksportler haben als eine der wenigen Bundesligavereine keine eigene Halle. In dieser Saison behilft sich der FC Penzing mit einem großen Zelt, ansonsten müsste man auf die Heimspiele verzichten. Die Penzinger Stockschützen hoffen natürlich, dass die Gemeinde ihnen unter die Arme greift. Immerhin spielt man in der Bundesliga und mit Bürgermeister Johannes Erhard haben die Stockschützen einen Fan ihrer Sportart. 

Der Rathauschef hat auch allen Grund, stolz auf die Truppe zu sein. Der Kader mit Stephan Ruile, Michael Wurmser, Stefan Willig, Bernhard Huttner, Matthias Peischer und Florian Lechle wurde beim FC Penzing ausgebildet und sie haben ihrem Verein bis heute die Treue gehalten. Zudem gehört das Team mit einem Altersschnitt von 29 Jahren zu den jüngsten in der Liga. 

Das erste Heimspiel bot dem Penzinger Rathauschef einen wunderbaren Rahmen, die meisterlichen Leistungen im Stockschießen zu würden. „Es ist für mich schon etwas Beeindruckendes, Weltmeistern gegenüber zu stehen und zu ehren“. Matthias Peischer und Florian Lechle erhielten nicht nur einen Pokal aus den Händen ihres Bürgermeisters. Sie durften sich als Weltmeister auch in das Goldene Buch der Gemeinde Penzing eintragen. Geehrt wurde auch Kathrin Ruile, die den Titel einer Vizeweltmeisterin tragen darf. Auch ihre Unterschrift ziert das Goldene Buch der Gemeinde.Der Stocksport gilt als eine der traditionsreichsten Sportarten in Bayern. Das erst Heimspiel der Penzinger Stockschützen hat gezeigt, wie spannend, dramatisch und spektakulär diese Sportart ist. 

Spielplan Vorrunde 

Die nächsten Heimspiele haben die Penzinger am 28. April gegen den EC Surheim, am 19. Mai gegen den TSV Peiting. Auswärts spielt das Team am 14. April gegen in Peiting, am 12. Mai in Surheim und am 2. Juni gegen den EC DJK Aigen/Inn. Die Penzinger Stockschützen hoffen auch bei den Auswärtsspielen auf die Unterstützung ihrer Fans. 

Siegfried Spörer

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