Wintertriathlon-EM in Sizilien

Erneut Gold für Claudia Bregulla

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Unter extremen Bedingungen EM-Gold erkämpft: Claudia Bregulla-Linke sicherte sich den Sieg mit einer Viertelstunde vor der Zweitplatzierten.

Riederau – Nach WM-Gold nun auch die Goldmedaille bei den Wintertriathlon Europameisterschaften am Fuße des Ätnas in Sizilien: Unter äußerst schwierigen Bedingungen kam Claudia Bregulla-Linke für das Erdinger Alkoholfrei Team SC Riederau als schnellste Frau ins Ziel, mit großem Abstand zur zweitplatzierten Italienerin.

„Feuer und Eis“: Die Bedingungen vor Ort am Wettkampftagstellten die Teilnehmer vor große Herausforderungen; so blühte es in Catania bereits und sorgten dennoch Schneestürme, Verwehungen und Straßenblockaden für erschwerte Begebenheiten.Bis kurz vor dem ersten Start gegen 8 Uhr früh bekamen die Organisatoren die Wettkampfstrecke schließlich in den Griff, die sich dann bis zum Start der Altersklassen Athleten gegen 10.30 Uhr bei zehn Grad plus zerfurcht und weich zeigte. 

Neben Claudia Bregulla-Linke, die für das Erdinger Alkoholfrei Team SC Riederau startete, folgten nur rund 70 Athleten aus europäischen Staaten der Einladung zur EM; als zu kurzfristig nach der Weltmeisterschaft empfanden einige Sportler das Timing. Dennoch befanden sich unter den Teilnehmern zwei starke Athletinnen aus Italien, die in der Altersklasse Athleten antraten. Bregulla-Linke selbst reiste mit Betreuer Gerhard Linke und der deutschen Altersklassen Nationalmannschaft an. 

Die schlechten Bedingungen der Strecke machten die vier Runden Lauf mit fünf Kilometer Länge und 180 Höhenmetern zu einer kräftezehrenden Angelegenheit, nicht nur einer der Athleten brach trotz spezieller Laufschule durch die rund 30-50 Zentimeter dicke Schneeauflage ein. 

Auch die zehn Kilometer lange Strecke, die es mit dem Mountainbike auf 160 Höhenmeter durch den aufgeweichten Schnee zu absolvieren galt, gestaltete sich als anspruchsvoll. Die Stecke musste vor allem im Renngang zurückgelegt werden, erklärte Claudia Bregulla später, „da lediglich flache und bergabführende Strecken mit deutlichem Tempo gefahren werden konnten“. 

Die abschließenden elf km auf Langlaufskiern, zu bestehen auf 340 Höhenmetern mit Rampenauffahrten und steilen Abfahrten, sorgten abschließend noch für eine deutliche Steigerung der Anforderungen. 

„Dieses Rennen war das härteste, was ich jemals durchgestanden habe“, bilanzierte Bregulla, als sie schließlich – überglücklich und völlig an der Grenze ihrer Kräfte – als erste Frau das Zielbanner in der Zeit 02:07:48 mit der deutschen Fahne durchlief und der Italienerin Elena Garagnani gleich eine Viertelstunde abnahm. 

Damit ist die Wintertriathlon-Saison für Claudia Bregulla-Linke mit zwei Goldmedaillen ein großer Erfolg gewesen. Doch nach dem Sieg ist vor dem Sieg: Bereits jetzt bereitet sie sich auf die kommende Sommersaison vor, die wohl ebenso anspruchsvoll daherkommen wird.

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