1:0 für Corona

Corona: Spielabsage beim TSV Landsberg

TSV Landsberg Fussballer spielend
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Damals war noch fast eitel Sonnenschein: Der TSV bei den Testspielen. Das Spiel gegen SV Kirchanschöring musste abgesagt werden.

Landsberg – Es war alles gerichtet für den Re-Start der Bayernliga Süd. Der 24. Spieltag, mit der Partie gegen den SV Kirchanschöring, sollte der Auftakt für den Befreiungsschlag im Abstiegskampf sein. Die runderneuerte Mannschaft des TSV 1882 Landsberg scharrte mit den Hufen, das Hygiene-Konzept war erarbeitet, man wollte sich endlich wieder vor Publikum präsentieren - doch dann kam alles ganz anders.

„Wir saßen mit dem Trainerteam zusammen und bereiteten uns auf die Videoanalyse und das Abschlusstraining vor, als Sebastian Gilg mit düsterem Gesicht und der schlechten Nachricht in unseren Raum kam: Wegen eines Corona-Verdachtsfalles beim Gegner sei die Partie abgesagt“, erzählt Torwarttrainer Mario Schmid im Gespräch mit dem KREISBOTEN. Danach habe man die unschöne Botschaft an die Mannschaft übermittelt und das Schweigen der Enttäuschung legte sich bleiern über die Kabine. „Alle waren heiß auf dieses Heimspiel. Es hätte kaum schlimmer kommen können“, fasst Mario Schmid die Situation zusammen.

Nun muss das Team von Coach Eddy Weiler ohne ‚Übungsspiel‘ am nächsten Samstag zum TSV Kottern reisen, um dort in der ersten Runde des Toto-Pokals zu bestehen. Nicht die beste Voraussetzung für eine Standortbestimmung.

Eine Niederlage würde nicht nur das Aus in diesem Wettbewerb bedeuten, sondern auch der Moral der ganzen Mannschaft einen herben Dämpfer versetzen. Das nächste Heimspiel wird erst am 17. Oktober gegen den FC Ismaning stattfinden, nachdem der TSV eine Woche vorher beim starken Aufsteiger TSV 1880 Wasserburg antreten muss.

In der Tabelle sind die Landsberger auf den bedrohlichen 14. Tabellenplatz abgerutscht. Besonders der SSV Jahn Regensburg II und der TSV Schwaben Augsburg machten durch Siege Boden gut und erhöhten den Druck im Abstiegskampf. Nicht nur der TSV Landsberg hat in der langen Corona-Pause seine Mannschaft erheblich verändert. Die Konkurrenz schläft nicht.

Dietrich Limper

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