Blickpunkt Bezirksliga

Denklingen und Kaufering bleiben vorn

Kauferinger nach dem Sieg gegen Türkgücü Königsbrunn.
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Glücklich: Die Kauferinger nach dem Sieg gegen Türkgücü Königsbrunn.
  • Thomas Ernstberger
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Kaufering/Denklingen – Es bleibt weiter dabei: Die beiden Fußball-Teams aus dem Landkreis Landsberg sind in ihren Bezirksliga-Gruppen das Maß aller Dinge. Sowohl der VfL Kaufering als auch Aufsteiger VfL Denklingen gewannen am Sonntag ihre Spiele und grüßen damit weiter von der Tabellenspitze. 

So richtig beeindruckend ist die Serie der Kauferinger: Das 2:0 beim SV Türkgücü Königsbrunn war der fünfte Dreier hintereinander für die Mannschaft von Trainer Ben Enthart – alle ohne Gegentor! „Wir haben jetzt auswärts sechs Siege in Folge eingefahren, bei einem Torverhältnis von 20:0. Das gab’s noch nie“, freut sich der Coach des abwehrstärksten Teams der Liga (nur fünf Gegentreffer in acht Spielen). Vorm Spitzenspiel am Samstag (14 Uhr in Kaufering) gegen Verfolger Oberstdorf hat der VfL bei einem Spiel weniger weiter zwei Punkte Vorsprung auf den starken Aufsteiger aus dem Allgäu.

In Königsbrunn sorgte Philipp Bauer nach Vorarbeit von Florian Bucher in der 35. Minute für die Führung der Gäste. Die Entscheidung dann neun Minuten vor dem Abpfiff: Nach einer Flanke von Florian Borowski schloss Bucher einern Konter mit dem Treffer zum 2:0-Endstand ab. Der siebte Saisonsieg: Für den Trainer ein ganz besonders wichtiger Erfolg. „Vor zwei Jahren haben wir gegen Türkgücü Königsbrunn mit 0:1 verloren – das war meine erste Niederlage mit Kaufering. Das bleibt in Erinnerung - und ich verliere ungern zweimal gegen die gleiche Mannschaft...“

Am Samstag steht also das Topspiel gegen Oberstdorf auf dem Programm. Enthart weiß: „Ein sehr sehr starker Gegner. Das wird eine echte Standortbestimmung.“

Imponierend auch die allwöchentlichen Leistungen des Vfl Denklingen, der nach dem 1:0 gegen den SVN München die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung auf Wolfratshausen und sechs Zählern vor vier weiten Mannschaften (Haidhausen, Raisting, Neuried und Oberweikertshofen) anführt. Das ist für einen Aufsteiger mehr als repektabel.

Gegen die Münchner trug sich Goalgetter Simon Ried ausnahmsweise nicht in die Torschützenliste ein. Den Treffer des Tages markierte Dominik Karg per Kopf nach Vorarbeit von Lukas Graf in der 50. Minute. Von 22 Toren erzielte Ried bislang elf, Karg brachte es auf sechs Tore. Vorlagen-König ist Graf mit nunmehr sechs Assists.

Trainer Markus Ansorge musste trotz des siebten Saisonsiegs zwei bittere Pillen schlucken: Innenverteidiger Manuel Waibl zog sich gleich zu Beginn eine Bänderverletzung zu. „Er fällt sicher vier, fünf Monate aus“, fürchtet der Coach, der gleich vier Spieler aus der zweiten Mannschaft auf der Bank hatte. Für Waibl kam der 33-jährige Routinier Benjamin Maas aus der Zweiten zum Einsatz. “Er hat’s überragend gemacht“, lobt Ansorge.

Bitter-Pille Nummer zwei: Der eingewechselte Magnus Ahmon (85.) flog in der 85. Minute nach einem „überzogenen Tackling“ per roter Karte vom Platz. SVN-Kollege Alex Napel folgte ihm kurze Zeit später. „Bei beiden Spielern hätte Gelb auch gereicht“, so Ansorge. Denklingen schaukelte das 1:0 nach Hause. „Ein aufgrund der starken zweiten Halbzeit verdienter Sieg, auch wenn er knapp war“, sagt der VfL-Trainer.

Aus dem Hut zaubern

Am Sonntag (14.30 Uhr) muss der Spitzenreiter beim Tabellenneunten FC Hertha München antreten, der am Samstag 2:1 beim MTV Berg gewann. Ansorge: „Ich hab‘ mir das Spiel angeschaut. Hertha ist eine gute Mannschaft mit sehr starken Spielern. Das wird eine enge Partie. Ich hoffe, dass ich da trotz der vielen Ausfälle eine schlagkräftige Truppe aus dem Hut zaubern kann.“ Der Trainer will aber nicht jammern: „Wir sind ja nicht die einzigen, denen es so geht.“

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