Blickpunkt Bezirksliga

Der Denklinger 13-Minuten Blackout

VFL Kaufering nach dem 3:2 Sieg gegen den FC Oberstdorf
+
Freude beim VFL Kaufering nach dem 3:2 Sieg gegen den FC Oberstdorf.
  • Thomas Ernstberger
    VonThomas Ernstberger
    schließen

Kaufering/Denklingen – Die beiden Bezirksliga-Teams aus dem Landkreis Landsberg bleiben in ihren Gruppen Tabellenführer. Allerdings: Während der VfL Kaufering das Spitzenspiel gegen Oberstdorf gewann, musste Aufsteiger VfL Denklingen beim FC Hertha München die erste Saisonniederlage hinnehmen.

Die beeindruckende Serie der Kauferinger geht weiter – auch Verfolger FC Oberstdorf konnte den Höhenflug der Mannschaft von Trainer Ben Enthart nicht stoppen. Das 3:2 im Spitzenspiel gegen den starken Aufsteiger aus dem Allgäu war bereits der sechste Dreier in Folge für den Tabellenführer, der seinen Vorsprung auf Oberstdorf und die SpVgg Kaufbeuren (nur 3:3 in Babenhausen) auf fünf Punkte ausbauen konnte. Und das mit einem Spiel weniger als die beiden Verfolger.

Co-Trainer Michi Grasse in Vertretung seines „Chefs“ (Stützpunkt-Lehrgang): „Zur Zeit läuft’s in unsere Richtung. Jetzt kommt zum Tragen, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben. Wir freuen uns und genießen die Siege.“ Mehr aber auch nicht. Denn trotz eines „Superspiels“ zeigte sich, wie hart solche Erfolge erkämpft werden müssen und wie nervenaufreibend so eine Partie sein kann. Zweimal lagen die Kauferinger im Rückstand, zweimal kamen sie zurück. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit glich Sebastian Bonfert, der Neuzugang vom TSV Landsberg, nach einer Ecke von Florian Bucher per Kopf zum 1:1 aus, nach einer Stunde gelang Alexander Schestak nach Vorarbeit des gerade eingewechselten Felix Nebel das 2:2. Das Siegtor dann in der 72. Minute: Nach Schestak-Vorbereitung erzielte Tommy Hasche das 3:2. Grasse: „Die Freude war groß – und das Spiel gelaufen.“

Das nächste Spitzenspiel steigt schon am Samstag (16 Uhr). Da muss der Tabellenführer beim Tabellendritten in Kaufbeuren antreten. Die Zielsetzung ist klar: „Wir wollen unsere Serie aufrecht erhalten“, sagt Grasse.

Erste Niederlage

Die imponierende Serie des bis dahin ungeschlagenen Neulings Vfl Denklingen ging bei Hertha München zu Ende. Der Spitzenreiter musste sich überraschend deutlich mit 1:4 geschlagen geben – die erste Niederlage im zehnten Spiel nach dem Aufstieg. Trainer Markus Ansorge zeigte sich allerdings „gar nicht so enttäuscht“. Er befand: „Wir waren gerade in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, hatten da fünf klare Chancen und nochmal zwei zu Beginn der zweiten Hälfte, Hertha keine. Wir müssen 2:0 oder 3:0 führen, dann passiert nichts mehr.“

Aber einmal ist bekanntlich immer das erste Mal – Denklingen machte vorne keine Tore und verteidigte nicht so konsequent wie zuletzt. Drei Gegentreffer zwischen der 61. und 73. Minute – nach diesem „13-Minuten-Blackout“ war das Spiel zugunsten der Münchner entschieden. „Lehrgeld bezahlt“, meinte Ansorge, für dessen Team Hannes Rambach wenigstens noch der Ehrenteffer zum 1:3 gelang (81.), ehe Hertha zwei Minuten vor dem Abpfiff den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder herstellte.

Der Coach: „Wir haben die Chancen nicht reingemacht, also war es letztlich eine verdiente Niederlage.“ Ansorge verspricht: „Ich werde die Jungs wieder aufbauen. Jetzt heißt’s Mund abwischen, dann gibt’s am Sonntag wieder eine bessere Leistung.“

Da kommt um 15 Uhr mit dem 1. FC Penzberg eine Mannschaft nach Denklingen, der es am Samstag beim 1:2 gegen den MTV Berg ähnlich erging wie Denklingen. Ansorge, der vor Ort war: „Die waren auch die bessere Mannschaft und haben verloren. Das wird ein interessantes Spiel.“ Denklingen hat als Tabellenführer übrigens noch drei Punkte Vorsprung auf eine Vierer-Verfolger-Gruppe. Das sind Haidhausen, Raisting, Neuried und Oberweikertshofen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die Kür der Besten
Landsberg
Die Kür der Besten
Die Kür der Besten
Michael Unterbuchner schlägt Weltmeister Peter Wright
Landsberg
Michael Unterbuchner schlägt Weltmeister Peter Wright
Michael Unterbuchner schlägt Weltmeister Peter Wright

Kommentare