Kein Happy End im letzten Heimspiel

Der Landsberg X-Press kommt gegen die München Rangers unter die Räder

Spiel Landsberg X-Press gegen die Münchner Rangers.
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Die defensive Line der X-Men (grüne Trikots) musste am vergangenen Samstag gegen die Rangers Schwerstarbeit verrichten. Nicht immer erfolgreich.
  • Dietrich Limper
    VonDietrich Limper
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Landsberg –Das letzte Heimspiel des Landsberg X-Press geriet für die Mannschaft von Coach Gabriel Chambers zu einer Lehrstunde. Die Rangers aus München gewannen ungefährdet mit 52:27. Damit beenden die X-Men die kurze Saison in der Regionalliga Süd wahrscheinlich auf dem letzten Tabellenplatz. 500 Zuschauer feierten die Mannschaft dennoch und werden den Kick-Off in den nächsten Monaten schmerzlich vermissen.

Im Mittelpunkt der Partie stand ein Spieler der Gäste: Der US-Quarterback Keith Hills zog ein Passspiel auf, dem die Hausherren gerade zu Beginn des Spiels nichts entgegenzusetzen hatten. Der ehemalige Landsberger X-Man Carsten „Ossi“ Brosch beschreibt die ersten Minuten treffend: „Die Passverteidigung war bei uns heute nicht gut entwickelt. Beide Mannschaftsteile der Rangers waren einfach zu überlegen und deshalb lagen wir ruckzuck mit 0:26 hinten.“

Oftmals schien die Defensive des X-Press gar nicht zu wissen, wie ihnen geschah. Keith Hills fand immer einen Abnehmer für seine feinen Pässe und die X-Men kamen meist zu spät. Ein ums andere Mal wurde das Ei von den Rangers in die Endzone getragen. Und in der Offensive wurde das Fehlen von Anthony Morris schmerzlich vermisst, der sich in Ingolstadt eine Sperre eingehandelt hatte. „Dadurch waren unsere Alternativen im Laufspiel sehr eingegrenzt“, sagt X-Press Präsident Markus Gruberbauer. „Aber ich möchte trotzdem nicht zu hart mit meinen Jungs ins Gericht gehen. Beim Gegner hat heute einfach alles geklappt.“

Mit einem deftigen 7:39 gingen die X-Men in die Halbzeit und ein Debakel schien möglich. Ossi Brosch legt den Finger in die Wunde: „Die Offensive war viel zu kurz im Einsatz, um der Defensive Line eine Verschnaufpause zu verschaffen. Es gab zu wenige First Downs für den X-Press. Beide Mannschaftsteile konnten sich gegenseitig nicht entlasten.“

Nach der Pause schien es nahtlos weiterzugehen, die Rangers trugen das Leder blitzschnell in die Endzone zum 7:46. Wieder erwischte die Offensive des X-Press um Quarterback Lukas Saurwein keinen guten Drive, sondern ein verpatzter Snap beendete alle Bemühungen. Keith Hills ließ sich nicht lange bitten, warf einen wunderschönen langen Pass und stellte das Zwischenergebnis auf 7:52. Immerhin wurde der Extrakick geblockt.

Lukas Saurwein schien nun bei der Ehre gepackt und läutete mit einem langen Lauf die beste Phase der X-Men ein: nur noch 13:52. Keith Hills hingegen hatte sein Tagewerk vollbracht und machte Platz für den Backup-Quarterback. Im letzten Viertel ließen es die Gäste nun entspannt angehen, Zeit für Ergebniskorrektur. Coach Chambers selbst gelang der Touchdown zum 20:52. Stefan Ludwig konnte kurz vor dem Ende einen weiteren gelungenen Pass von Saurwein in die Endzone bringen und Hannes Haug setzte mit dem Extrapunkt den Schlusstrich unter eine einseitige Partie. Mit 27:52 las sich das Endergebnis dann doch noch versöhnlich.

Zufrieden mit der Saison

Kein Grund für Pessimismus bei Markus Gruberbauer: „Ich denke, wir können mit der Saison insgesamt zufrieden sein, immerhin hatten wir auch viele Verletzte. Es ist schade für die Fans, dass die Spielzeit so schnell vorbei ist, denn die Heimspiele haben wir doch alle genossen. Nach dieser Lehrstunde gegen die Rangers wissen wir, was zu tun ist und wo wir uns für die nächste Spielzeit verbessern müssen. Hoffentlich geht es im April 2022 wieder los.“

Einmal müssen die Landsberger X-Men allerdings noch ran. Am nächsten Wochenende bildet die Partie bei den Munich Cowboys II das Ende der viel zu kurzen Saison.

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