Ein Auswärtssieg in Unterzahl

Der TSV Landsberg gewinnt beim FC Sonthofen mit 2:1

Fabian Lutz sorgte mit seinem Siegtreffer kurz vor dem Abpfiff für ein Happy End beim Spiel gegen den 1. FC Sonthofen.
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Fabian Lutz sorgte mit seinem Siegtreffer kurz vor dem Abpfiff für ein Happy End beim Spiel gegen den 1. FC Sonthofen.
  • Dietrich Limper
    VonDietrich Limper
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Sonthofen/Landsberg – Der TSV 1882 Landsberg musste am vergangenen Samstag ins Oberallgäu reisen. Auf dem Programm stand eine Partie im Verbandspokal beim Landesligisten 1. FC Sonthofen. Das Spiel wurde vor rund 100 Zuschauern zu einem harten Stück Arbeit, ehe der Bayernligist aus der Lechstadt durch einen knappen 2:1 Auswärtssieg in die nächste Runde einziehen konnte. Manuel Detmar sah nach einem Foul die Rote Karte.

Es war das erste Pflichtspiel für die Mannschaft des Trainergespanns Mike Hutterer und Muriz Salemovic. Die Startaufstellung war wenig überraschend, hatte sie sich doch in den letzten Vorbereitungsspielen bereits angedeutet. Neuzugang Steffen Krautschneider fehlte erwartungsgemäß und wird seinen Außenbandanriss noch zwei bis drei Wochen auskurieren müssen. „Steffen sagt, er fühlt sich gut. Er wird diese Woche schon wieder leichtes Lauftraining absolvieren. Aber wir wollen natürlich nichts riskieren und werden abwarten, bis er völlig genesen ist, bevor er wieder auf dem Platz steht“, schildert Coach Mike Hutterer die medizinische Sachlage um den Offensivspieler.

Für den TSV liefen auf: Hollenzer – Lutz, Anzenhofer, Schmeiser, Nikolic - Detmar, Gutia, Hutterer, Salemovic, Fülla – Mulas. Auf der Gegenseite beklagte FC-Coach Benjamin Müller gleich acht Ausfälle, darunter auch Leistungsträger Manuel Wiedemann und Neuzugang Daniil Sergeev. Nichtsdestotrotz überstanden die Hausherren die erste Druckphase des Bayernligisten und gingen ihrerseits nach 16 Minuten etwas überraschend in Führung.

Andreas Hindelang krönte einen sehenswerten Angriff über Haug und Penz zum 1:0 für Sonthofen. „Wir hatten in den ersten Minuten mehr vom Spiel“, berichtet Coach Mike Hutterer. „Eine dumme Fehlerkette führte zum Gegentreffer, aber danach sind wir dann wirklich aufgewacht und Sonthofen hat sich am eigenen Strafraum eingeigelt.“

Der TSV Landsberg reagierte vehement und hatte vor der Pause seine beste Phase. Die Hausherren konnten sich nun gar nicht mehr befreien und wurden in ihrer eigenen Hälfte eingeschnürt. Salemovic kam nach 41 Minuten im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Andreas Hummel zeigte auf den Punkt und Landsbergs Torschütze vom Dienst, Alessandro Mulas, verwandelte den Strafstoß sicher.

Mit diesem 1:1 gingen die Mannschaften zum Pausentee. „Es war ein Geduldsspiel und eigentlich hätten wir zwei Elfmeter bekommen müssen. Außerdem hatte Alessandro Mulas noch eine große Chance mit einem Schuss aus sieben Metern. Wir hätten mehr aus unserer Überlegenheit machen können“, bedauert Hutterer die Entwicklung des Spiels.

In den zweiten 45 Minuten zeigte sich Landsberg allerdings seltsam passiv und die Hausherren witterten Morgenluft. Es war TSV-Keeper Sebastian Hollenzer und dem Pfosten zu verdanken, dass Manuel Schäffler eine Großchance plus Nachschuss nicht zur Führung für Sonthofen nutzen konnte. Zwanzig Minuten vor dem Ende sah Manuel Detmar nach einer Grätsche gegen Jonas Koller die Rote Karte. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung. „Ich gehe davon aus, dass er für zwei Spiele gesperrt wird. Es war kein schlimmes Foul, der Gegenspieler konnte weiterspielen. Wir erwarten das Urteil im Laufe der Woche“, sagt Mike Hutterer.

Die Entscheidung zwang das Trainerteam allerdings zu Auswechslungen und Neuausrichtung: Maximilian Holdenrieder kam für Salemovic (74.) und spielte als rechter Verteidiger. Fabian Lutz rückte dafür nach vorne. Neuzugang Antonios Masmanidis ersetzte Andreas Fülla (81.) auf dem anderen Flügel. Die Umstellungen trugen Früchte: Fabian Lutz nutzte in der 83. Minute seine Schnelligkeit, enteilte der FC-Abwehr und versenkte eine Flanke von Hutterer per Direktabnahme im langen Eck des gegnerischen Gehäuses. Mit viel Einsatz, und etwas Glück bei einem weiteren Pfostenschuss durch Hindelang, rettete sich der TSV Landsberg über die Zeit und brachte das Ergebnis ins Ziel.

Mike Hutterer bilanziert: „Es war ein typischer Pokalfight gegen eine Mannschaft, die sicherlich Bayernliga-Niveau hat. Wir sind sehr froh, dass wir das erste Pflichtspiel gewonnen haben. Und dann auch noch in Unterzahl. Das ist wichtig für unser Selbstvertrauen und die Moral.“

Am nächsten Samstag, 24. Juli, ist Jahn Regensburg II zu Gast im 3C-Sporpark, wo um 14 Uhr die erste Partie in der Bayernliga Süd angepfiffen wird. Mike Hutterer gesteht, dass er den Gegner nicht wirklich kennt: „Das ist ein bisschen wie mit einer Wundertüte. Es wird mit Sicherheit eine junge Mannschaft sein, aber wir haben ja schon gegen Unterhaching und Augsburg II gezeigt, dass wir läuferisch mithalten können. Wir werden vor heimischen Publikum auf jeden Fall unser Spiel machen.“ Von seinen vier Spielen in der Vorbereitung hat Jahn Regensburg nicht einziges gewonnen. Ob das ein gutes oder schlechtes Omen ist, wird sich am nächsten Samstag zeigen.

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