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VfL Denklingen kassiert dritte Niederlage

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Von: Thomas Ernstberger

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VfL Denklingen Schiessl
Kommt ein Torwart angerauscht: Neuhadern-Keeper Simon Hehnen klärt gegen Denklingens Andreas Schiessl. © Ernstberger

Denklingen – Sie haben alles versucht, sogar die weinrot-hellblauen Erfolgstrikots der vergangenen Saison wurden ausgepackt. Doch auch dieser Griff in die Fußball-Trickkiste nützte nichts: Bezirksligist VfL Denklingen verlor am Samstag auf eigenem Platz 0:1 gegen den FC Neuhadern – es war nach dem 1:3 gegen Penzberg und dem 0:1 in Wolfratshausen bereits die dritte Niederlage am Stück für die Mannschaft von Trainer Markus Ansorge, die damit auf Rang 12 abgerutscht ist. Die Abstiegsplätze rücken bedenklich nahe …

Denklingen – Sie haben alles versucht, sogar die weinrot-hellblauen Erfolgstrikots der vergangenen Saison wurden ausgepackt. Doch auch dieser Griff in die Fußball-Trickkiste nützte nichts: Bezirksligist VfL Denklingen verlor am Samstag auf eigenem Platz 0:1 gegen den FC Neuhadern – es war nach dem 1:3 gegen Penzberg und dem 0:1 in Wolfratshausen bereits die dritte Niederlage am Stück für die Mannschaft von Trainer Markus Ansorge, die damit auf Rang 12 abgerutscht ist. Die Abstiegsplätze rücken bedenklich nahe …

Man muss inzwischen tatsächlich schon rein bisschen Mitleid mit den Denklingern haben. Alles gegeben, eine couragierte Leistung abgeliefert – und am Ende nach einem unhaltbar abgefälschten Schuss von Jaro Bündgens in der 76. Minute verloren. Fakt ist: Zumindest einen Punkt hätte der VfL verdient gehabt. Aber letztlich können die Aufsteiger von 2021 die vielen Ausfälle auf Dauer nicht kompensieren.

Am schlimmsten hat es Innenverteidiger Tobias Ried erwischt, der sich Ende August in Garmisch bei „einem ganz normalen Zweikampf, wie ich schon tausende bestritten habe“, einen Kreuzbandriss zugezogen hat und wohl den Rest der Saison ausfällt. Ried kam an Krücken zum Spiel, erzählte: „Ich wurde am Montag in der Gräfelfinger Wolfart-Klinik operiert. Es ging alles gut – aber ich brauche jetzt natürlich viel Geduld. Ich hatte in meiner Karriere noch nie eine schwere Verletzung – und jetzt mit 31 sowas …“

Ried sah das Debüt von Benny Maass aus der zweiten Mannschaft, der als Innenverteidiger eine prima Leistung zeigte. „Super gemacht“, lobte Ansorge, der am Samstag wenigstens auf Andreas Schiessl und Dominik Karg, zwei ganz wichtige Spieler, zurückgreifen konnte. Beide waren angeschlagen, bissen aber auf die Zähne. Und sie hatten beide riesige Torchancen: Schiessl, der trotz Verletzung viel unterwegs war, rutschte Mitte der ersten Halbzeit nach Querpass von Simon Ried um Millimeter am Ball vorbei und Karg donnerte den Ball in der zweiten Hälfte in aussichtsreicher Position über das Tor. Im Gegenzug fiel das Tor des Tages, durch das von Ludwig Kirchbichler „abgefälschte Ei“, so Ansorge. „Das passte zu unserer derzeitigen Situation.“ Trotzdem ist sich der Trainer sicher: „Die Mannschaft lebt. Wir kommen da wieder raus, davon bin ich überzeugt.“ Schon allein wegen des tollen Zusammenhalts: „Am Abend haben wir zusammen den 30. Geburtstag von Manuel Waibl gefeiert. Da waren alle da, da sieht man, dass es passt“, so der Coach.

Am Samstag (16 Uhr) muss Denklingen beim Tabellen-Dritten TSV Murnau (am Sonntag 3:1 in Haidhausen) ran. „Eine anspruchsvolle Aufgabe“, sagt Ansorge. Es wird ein „Highlight“ für ihn: „Ich kenne 70 Prozent der Murnauer Spieler von früher. Die waren alle waren bei mir in Garmisch beim DFB-Stützpunkt.“

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