Deutsche Rock´n´Roll Akrobatik Meisterschaft

Fünf strahlende Sieger – der RRC Jahn Landsberg geht leer aus

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Deutsche Rock´n´Roll Akrobatik Meisterschaft 2018 in Landsberg
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Deutsche Rock´n´Roll Akrobatik Meisterschaft 2018 in Landsberg

Landsberg – Bei gedämmtem Licht schallt mit jeder Menge Bass „The show must go on“ von „Queen“ aus den Lautsprechern. Mit diesem Hit beginnt die Abendveranstaltung und damit die Endrunden der deutschen Rock´n´Roll Akrobatik Meisterschaft im Sportzentrum. Es wurde ein spannendes Turnier, bei dem 53 Tanzpaare gegeneinander antraten. Am Ende konnten fünf Sieger in den verschiedenen Leistungsklassen ihren Sieg feiern.

Bereits am späten Nachmittag schwangen die ersten Rock´n´Roller ihre Beine in den Vorrunden. Dort wurde ermittelt, welche sieben Paare es in die Endrunden schaffen würden. Für den FT Jahn Landsberg, dem einzigen teilnehmenden Verein aus dem Landkreis, sollten unter anderem die beiden Tänzer Carolin Steinberger und Tobias Planer antreten. Die Beiden sind bereits erfolgreich im Tanzsport etabliert und hatten gute Chancen auf einen der vorderen Ränge bei der Meisterschaft. Jedoch mussten sie kurzfristig ihre Teilnahme aufgrund einer Verletzung absagen. Nichtsdestotrotz waren sie bei der Veranstaltung mit dabei, um ihre Vereinskollegen anzufeuern.

Damit hing alle Hoffnung an dem einzigen Paar des RRC Jahn Landsberg: Lara Ritter und Stefan-Pascal Nowak. Das Publikum belohnte ihre Darbietung mit großem Applaus. Die Preisrichter konnten sie allerdings nicht vollkommen überzeugen. Am Ende landeten sie in der C-Klasse auf Platz 10. Damit schafften sie es nicht in die Endrunde. Ute Nowak, Stefan-Pascals Mutter und Organisatorin der Veranstaltung, erklärte es sich damit, dass die beiden noch nicht so gut eingespielt wären: „Sie tanzen erst seit Kurzem zusammen.“ Der RRC Landsberg musste an diesem Abend noch eine weitere Enttäuschung verkraften.

Das war aber nicht das Einzige, was bei den Vorrunden schief lief. Die Technik machte zu Beginn der Veranstaltung etwas Probleme. Die Preisrichter konnten ihre Wertungen wohl nicht in den Computer eingeben. Somit mussten die beiden Moderatoren Markus Priester und Yvonne Rösch, die Tochter von Klaus und Ute Nowak, etwa 20 Minuten Stillstand überbrücken. „Da wünscht man sich doch die analoge Zeit mit Zettel und Stift zurück“., scherzte Priester. Aber nicht nur die elektronische Bewertung hatte ihre Macken. Auch mit der Musik gab es Probleme. Zweimal musste unterbrochen werden, weil das falsche Lied ertönte.

Trotz der ein oder anderen Panne, ließ sich das Publikum das Turnier nicht vermiesen. Die Sporthalle war zwar nicht komplett ausverkauft, aber trotzdem gut besucht. Die Zuschauer ließen sich von der Energie der Tänzer mitreisen und sorgten so für Stimmung. Besonders die Angehörigen und Vereinskollegen feuerten ihre Paare lauthals an. Wenn die Tänzer die Bühne betraten, waren immer wieder Kampfrufe von den Umstehenden zu hören. So konnten die Sportler motiviert lostanzen.

Mit dem Ende der Vorrunden ging der Abend so richtig los. Zunächst kamen die obligatorischen Begrüßungsreden. Ute und Klaus Nowak hatten sich mit Anzug und Krawatte beziehungsweise einem gepunkteten Kleid im Petticoat-Stil nochmal richtig schick gemacht. Für die beiden Organisatoren sollte es das letzte Turnier sein. „Jetzt ist es Zeit, dass ein paar Jüngere das Zepter übernehmen“, erklärte Ute Nowak die Entscheidung.

Anschließend gab es von dem diesjährigen Schirmherrn der Meisterschaft, Oberbürgermeister Mathias Neuner, noch eine kurze Rede. Dabei verriet er, dass er früher selber gerne das Tanzbein geschwungen hat: „Ich war einer von euch.“ Er sei vor 20 Jahren ebenfalls durch Deutschland gereist und habe an diversen Tanzveranstaltungen teilgenommen. Zu einer Kostprobe seines Könnens ließ er sich allerdings nicht hinreißen. Zum Ende seiner Begrüßung sagte er aber dann genau das Richtige: „Sie sind ja nicht hier um Menschen reden zu hören, sondern um Menschen tanzen zu sehen!“ Das Publikum quittierte diese Aussage mit Applaus und auch die vielen Teilnehmer schienen es kaum erwarten zu können.

Der Abend verlief dann ohne weitere Pannen und die Tanzpaare legten Performances hin, die die Zuschauer begeisterten. Besonders gut kamen die akrobatischen Einlagen der höheren Klassen an. Die Mädels wurden durch die Lüfte geschmissen oder machten grazile Hebefiguren vor. Wie Ute Nowak schon im Vorfeld berichtete, sei der Akrobatik-Teil in den letzten Jahren immer wichtiger geworden und deshalb müssten die Tänzer auch mit professionellen Sportakrobaten trainieren. Das zahlte sich auch aus. Die Tänzer zeigten beeindruckende Choreographien.

Am Ende konnten aber nur fünf Paare einen Siegerpokal mit nach Hause nehmen. In der Schülerklasse gewannen Vivien Seibel und Max Dudos (Lippstadt) und bei den Junioren freuten sich Joline Becker und Jan Günther (Iserlohn) über den 1. Platz. In der C-Klasse waren Katrin Pfundstein und Elias Vogt (Harmersbachtal) ganz vorne, während in der B-Klasse das Geschwisterpaar Ekatarina und Ilja Negoduiko (Worms) siegten. Zu guter Letzt wurden die Gewinner der A-Klasse ausgezeichnet. Michelle Uhl und Tobias Bludau (Speyer) machten das Rennen.

Nach etwa acht Stunden Meisterschaft, war der Abend aber noch lange nicht zu Ende. Bei der Aftershow-Party des Zweiten Abteilungsleiters Roland Stockmaier im Partyhaus in Königsbrunn, konnten alle Teilnehmer und auch die Zuschauer sich auf der Tanzfläche gehen lassen. Vielleicht hat sich dann ja sogar Oberbürgermeister Neuner noch zu einem Tänzchen hinreißen lassen.

Stephanie Novy

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