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Die Zehnminuten-Strafe kommt wieder

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Von: Thomas Ernstberger

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Der neue BFV-Boss Dr. Christoph Kern
Der neue BFV-Boss Dr. Christoph Kern © BFV

Landkreis – Dr. Christoph Kern (39) aus dem Oberallgäu ist neuer Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV). Auf dem Verbandstag in Bad Gögging erhielt der schwäbische Jurist 137 von 257 Stimmen und wurde zum Nachfolger von Dr. Rainer Koch gewählt, der nach 18 Jahren nicht mehr für das höchste BFV-Amt kandidierte. 

Kern setzte sich klar gegen die beiden Mitbewerber Robert Schraudner (BFV-Vizepräsident Bezirksvorsitzender Oberbayern) und Christian Bernkopf (Spielleiter Landesliga Südost) durch und steht damit als siebter Präsident in der 76-jährigen Geschichte des BFV für die kommenden vier Jahre an der Spitze des größten der 21 Landesverbände unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Seine Funktionärslaufbahn hatte der neue BFV-Boss 2015 als Beisitzer im Bezirks-Schiedsrichter-Ausschuss Schwaben begonnen, ein Jahr später stieg er zum Bezirks-Schiedsrichter-Obmann auf. Am 1. Mai 2021 übernahm der 39-jährige Jurist kommissarisch den Bezirksvorsitz und gehört seitdem dem Verbands-Vorstand an. Auf dem schwäbischen Bezirkstag in Neusäß wurde Kern im April 2022 im Amt bestätigt. Bereits 1997 hatte er seine Schiedsrichterausbildung beim BFV absolviert und war seitdem für den SSV Wildpoldsried im Oberallgäu als Unparteiischer im Einsatz.

Der Verbandtag beschloss zudem weitreichende Reformen für den bayerischen Amateurfußball. Mit großer Mehrheit votierten die Delegierten für die Abschaffung der Auswärts­torregel. Eine klare Mehrheit fand auch die Einführung der Zehn-Minuten-Strafe in den Spielklassen des Erwachsenenbereichs von der Landesliga abwärts nach dem Vorbild der Regelung im Junioren-Bereich, wo es aktuell die Fünf-Minuten-Strafe gibt. Im Vorfeld des Verbandstags war angedacht, die Zehn-Minuten-Strafe auch in der Bayernliga einzuführen. Eine kurzfristige Änderung der DFB-Spielordnung macht diese Änderung aber nur bis zur Landesliga möglich.

Bereits im Vorfeld des Verbandstages hatte der Vorstand neue Werberichtlinien für den bayerischen Amateurfußball beschlossen. Fortan besteht die Möglichkeit, sowohl auf der Trikotrückseite als auch auf der Hose Werbung zu platzieren. Mit großer Mehrheit votierten die Delegierten zudem für die Abschaffung der Spielerpässe in Papierform.

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