Landsberg siegt 2:0

TSV weiter auf Höhenflug

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In der Partie gegen Durach hatte Landsbergs Keeper Tobias Heiland nicht wirklich viel zu tun.

Landsberg – Das Muster wirkt inzwischen schon vertraut: der TSV Landsberg baut seine souveräne Tabellenführung mit dem 2:0 in Durach weiter aus – und wieder einmal gibt es nach dem Sieg Sticheleien vom Gegner zu hören...

„Eigentlich sollte mir das egal sein“, so Trainer Sven Kresin, „aber es ärgert mich schon, dass da die Qualität nicht irgendwann einmal anerkannt wird.“ Sportlich gibt es jedenfalls nichts zu mäkeln. Nachdem Kottern überraschend in Bubes-heim zwei Zähler liegenließ, führen die Landsberger die Landesliga Südwest jetzt mit zehn Punkten an und könnten im direkten Duell am Mittwoch fast schon eine kleine Vorentscheidung erzwingen.

Kresin selbst ist noch etwas vorsichtiger: „Wenn wir in den nächsten vier Spielen ordentlich punkten, sieht es sicher sehr gut für uns aus.“ Am Saisonziel gibt es neun Spiele vor Ende ohnehin längst keine Zweifel mehr; der direkte Aufstieg in die Bayernliga soll es diesmal sein, auf den Nervenkitzel einer Relegation will man sich gar nicht mehr einlassen. 

Schrecksekunde

Bereits in Durach hat man einen weiteren Schritt in diese Richtung getan. Schon nach sieben Minuten setzte sich Nuscheler über außen durch, die Hereingabe köpfte Strohhofer zum frühen 1:0 ein. Danach erarbeitete man sich einige weitere gute Möglichkeiten, „da haben wir aber nicht immer ganz glücklich abgeschlossen“, so Kresin im Rückblick. Eine Schrecksekunde gab es für den TSV dann erst kurz vor der Halbzeit, als ein Angreifer der Duracher alleine durchgebrochen war, den Konter letztlich aber kläglich vergab.

Nach der Pause blieben die großen Möglichkeiten für den TSV zwar zunächst aus, auch Durach schaffte es allerdings nicht, großen Druck auf das Landsberger Gehäuse zu entwickeln. In der Wahrnehmung der Gastgeber hörte sich das später aber ganz anders an. Landsberg habe spielerisch und kämpferisch „rein gar nichts entgegenzusetzen gehabt“, nur durch Glück sei der Ausgleich nicht gefallen. Eine Bilanz, die Kresin so nicht stehenlassen will. „Natürlich war Durach bemüht und bei Standards gefährlich; nach einem 1:1 wären sie vielleicht wieder im Spiel gewesen. Wenn man aber insgesamt nur dreimal überhaupt aufs Tor schießt, wird hier doch nur die Leistung meiner Mannschaft geschmälert.“

Nur zwei Gegentreffer

Die ließ sich davon jedenfalls nicht groß beeindrucken und machte in der Schlussminute den Sack endgültig zu. Einen schnellen Konter schloß Charly Fülla zum 2:0-Endstand ab. Damit schraubten die Landsberger ihre jüngste Serie in beeindruckende Höhen: Acht Siege gab es aus den letzten zehn Spielen, nach der Winterpause hat man in sechs Begegnungen erst zwei Gegentreffer kassiert. „Und das waren beide Elfmeter, das muss man auch einmal sagen“, betont der TSV-Trainer.

Sein Team führt damit nicht nur mit deutlichem Punktevorsprung, sondern verfügt auch über die am Abstand beste Tordifferenz der Liga. Dass die Duracher – wie schon einige Gegner in der laufenden Saison – von einem „glücklichen Landsberger Sieg“ sprachen, will er deshalb auch nicht gelten lassen. „Niemand hat über die ganze Saison Glück, das gleicht sich bekanntlich immer aus. Man sollte endlich akzeptieren, dass wir einen sehr hohen Aufwand betreiben, um unsere Punkte einzufahren. Wir haben auch in Durach nichts geschenkt bekommen.“

Sicher nicht leichter wird es auch am Mittwoch, wenn es im Kemptener Ortsteil Sankt Mang gegen Kottern zum Duell mit dem Tabellenzweiten und derzeit einzig ernsthaften Verfolger kommt. „Da wird natürlich jede Menge los sein“, weiß Kresin, dem mit seinen Spielern vor der Aufgabe aber nicht bange ist. Direkt nach dem Schlusspfiff in Durach habe es mannschaftsintern nur noch ein Thema gegeben: „Wann ist endlich Mittwoch?“ Auch der Trainer selbst freut sich schon. „Wir haben eine gute Ausgangslage für das Spiel und werden den Teufel tun und die Punkte da ohne weiteres hergeben. Im Moment macht alles sehr viel Spaß und wir ziehen unser Ding jetzt einfach durch.“

Die nächste Gelegenheit dazu gibt es am Sonntag (15 Uhr) in Illertissen. Am Samstag, 19. April (14 Uhr) gastiert dann der starke Aufsteiger aus Dinkelsbühl in Landsberg.

Christop Kruse

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