Endlich! Red Hocks holen Punkte!

Durststrecke ist vorbei: Red Hocks fahren ersten Sieg der Saison ein

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Es ist schon fast eine kleine Sensation. Die Red Hocks gehen nach der Partie gegen Hamburg als Sieger vom Platz. Dafür gibt`s drei Punkte für die Tabelle.

Kaufering – Endlich gibt es mal wieder gute Nachrichten von den Bundesliga-Floorballern der Red Hocks. Vor 228 Zuschauern empfingen sie den Tabellenfünften ETV Hamburg im heimischen Sportzentrum – und holten sich die ersten Punkte der Saison.

Es ging schon gut los. Nach 59 Sekunden beförderte Marco Tobisch, wunderbar freigespielt von Maxi Falkenberger, seinen ersten Schuss in diesem Spiel prompt in die Maschen. Den PiranHHas schien die lange Busfahrt noch etwas in den Knochen zu stecken. Sie versuchten immer wieder das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und arbeiteten verstärkt mit hohen und langen Bällen, die jedoch zumeist von den aufmerksamen Kauferinger Verteidigern abgefangen wurden.

Die Red Hocks ihrerseits strotzten im ersten Drittel nur so vor Spielfreude. Und so war es Ricardo Wipfler in der elften Spielminute, der an der Mittellinie zu einem seiner Bogenläufe ansetzte und diesen links oben im Tor der Hamburger versenkte. Der Assist kam diesmal vom später zum besten Spieler gewählten Benedikt Richardon.

In der Folge erspielten sich die Mannen vom Lech zahlreiche hochkarätige Chancen, doch scheiterten sie immer wieder am gut aufgelegten Torhüter der PiranHHas. Es ging mit einem 2:0 und einer breiten Brust in die Kabine.

Nach dem Pausentee waren die Roten kaum mehr wiederzuerkennen. Sie wirkten verschlafen und bekamen so gut wie keinen Druck auf die Truppe aus Hamburg. Doch Auswirkungen auf den Spielstand hatte dies zunächst nicht. Auch als die Red Hocks in der 23. Spielminute, nach einem Wechselfehler und in der 34. Minute wegen Spielverzögerung auf die Strafbank mussten, nutzen die Norddeutschen ihre dadurch entstandene Überzahl nicht.

Aus heiterem Himmel wäre sogar ein Unterzahltreffer nach einem blitzschnellen Auswurf von David Winzinger möglich gewesen, doch Moritz Leonhardt konnte den Alleingang nicht verwerten. Ende des zweiten Drittels (38./39. Spielminute) bissen die PiranHHas aber dann doch gleich zweimal relativ schnörkellos zu und es ging mit einem Spielstand von 2:2 in die Umkleiden.

Doch bereits nach Wiederanpfiff merkte man, dass die Kabinenansprache und der Support durch die eigenen Fans, aber auch durch die heute nicht zum Einsatz kommenden Spieler von der Bank Früchte trug. Endlich wurde wieder Floorball im „Kauferinger-Style“ gespielt. Schnelle Passstafetten und eine deutlich verbesserte körperliche Präsenz auf dem Platz führten dazu, dass in der 44. Spielminute Kapitän Tobisch den schnell vor das Raubfischtor gezogenen Maxi Falkenberger mustergültig bediente und dieser den Lochball unhaltbar in die Maschen zum 3:2 zimmerte.

Nur 32 Sekunden später erhöhte Leonhardt nach einem präzise in den Slot gespielten Pass von Falkenberger auf 4:2. Jetzt ging es Schlag auf Schlag und man konnte den Siegeswillen der Kauferinger nun sprichwörtlich riechen.

Exakt acht Minuten und 47 Sekunden waren im dritten Drittel gespielt, als Tobias Hutter, der von Leonhardt mit einem scharfen Querpass bedient wurde, zum gefeierten 5:2 erhöhte. Um den Spielfluss der Roten etwas zu lähmen und Schlimmeres zu verhindern, nahmen die Hamburger ihre Auszeit. Scheinbar hatten die Coaches der PiranHHas tatsächlich noch ein paar Ideen in ihrer Taktikkiste, denn nach der Unterbrechung pressten die Hamburger nun mit vollem Schub und die Red Hocks wurden in dieser Phase immer wieder in ihrer eigenen Hälfte festgespielt.

Zahlreiche Schüsse wurden geblockt und David Winzinger parierte Ball um Ball. Doch trotz aller Gegenwehr fand der Lochball in der 55. Minute irgendwie den Weg hinter die Linie und es stand nur noch 5:3 für die Kauferinger. Jedem in der Halle war klar, dass es im Floorball sehr schnell gehen kann, um ein solches Spiel auf der Zielgeraden entweder noch zu gewinnen oder eben auch zu verlieren.

In der teilweise von beiden Seiten nun etwas rustikaler ausgetragenen Schlussphase mussten die Hamburger in der 57. Minute nach einem Stoßen in Bandennähe auf die Strafbank. Doch der wichtige sechste Treffer wollte den Überzahlreihen der Roten einfach nicht gelingen. Erst als die PiranHHas kurz vor Schluss den Torwart vom Feld nahmen, konnte Leonhardt aus spitzem Winkel zum erlösenden 6:3 für seine Farben einschieben.

Kapitän Tobisch meinte nach dem Spiel, dass es sehr gut tue, endlich die ersten drei Punkte in dieser Saison eingefahren zu haben. Auch wenn das erste und dritte Drittel „hui“ das zweite Drittel dafür aber mehr als „pfui“ gewesen sei. Mit inzwischen vier Zählern im Gepäck, aber vor allem mit neuem Selbstbewusstsein, reisen die Red Hocks am kommenden Sonntag zum amtierenden Meister nach Leipzig.

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