Immer das Maximum:

HC Landsberg im Aufwind

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Mit dem 3:1-Sieg geben Bad Aibling macht der HC Landsberg (dunkles Trikot) in der Landesliga Süd/West weiter Boden gut.

Landsberg – Die Riverkings machen in der Tabelle der Landesliga Süd/West weiter Boden gut. Nach dem 6:1 in Inzell brachte man den bis dahin ungeschlagenen „Aibdogs“ aus Bad Aibling die erste Niederlage bei.

Dabei hatte es in den ersten Minuten nicht so ausgesehen, als ob der HCL in dieser Partie überhaupt in Schwierigkeiten geraten könnte. Vom Anfgangsbully weg beschäftigte man den unsicher wirkenden Christian Till im Bad Aiblinger Tor, allerdings waren die meisten Schüsse an diesem Abend einfach zu harmlos, um den Weg ins Netz finden zu können. Als man dann kurz die Abwehrarbeit vernachlässigte, passierte das, was eigentlich immer passiert: Zum fünften Mal im sechsten Punktspiel geriet der HCL mit 0:1 in Rückstand, als Neumaier einen Abpraller abstaubte (8.). Wenig später musste HCL-Goalie Falkenberger noch zweimal in höchster Not spektakulär retten.

Dass diese Führung bis ins zweite Drittel Bestand hatte, mussten sich die Gastgeber allerdings selbst zuschreiben. Die 314 Zuschauer wollten teilweise kaum glauben, welche Gelegenheiten der HCL vergab – sage und schreibe dreimal hatte man den Torhüter bereits ausgespielt, schaffte es aber irgendwie noch, die Scheibe am Tor vorbeizubugsieren. Fünf Minuten nach der Pause fasste sich dann Christian Geuß ein Herz, zog ins Drittel und setzte seinen Flachschuss zum Ausgleich ins Tor.

Wer gehofft hatte, dass der Knoten jetzt geplatzt wäre, sah sich getäuscht. Bad Aibling brachte kaum Konstruktives zustande, Landsberg nutzte seine Chancen nicht, etwa als Hess dem bereits liegenden Till die Scheibe in die Fanghand lupfte. Ein Bauerntrick musste dann herhalten, damit Stefan Kerber in Überzahl auf 2:1 stellte (48.), Schiller besorgte aus einem Meter den 3:1-Endstand (56.), nachdem der Torhüter einen Schuss von Manuel Wintergerst in dessen letztem Spiel für den HCL nicht festhalten konnte.

Kapitän Markus Haschka war mit der Partie nicht unzufrieden. „Ich denke, dass wir ganz gut gespielt haben, bei besserer Chancenverwertung kann sich der Gegner auch nicht beschweren, wenn das Spiel 8:1 ausgeht.“ Die Abschlussschwäche war allerdings auch ihm aufgefallen. „Wir haben im Moment einfach keinen vorne, der die Dinger zuverlässig reinmacht, aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg.“

Den will man am kommenden Wochenende zweimal auswärts fortsetzen. Am Freitag um 19.30 Uhr geht es zum Bayernliga-Absteiger nach Schongau, für Haschka ein „brutaler Brocken, die hatten zuletzt richtig gute Ergebnisse“. Gegen seinen ehemaligen Verein soll Tobias Turner wieder fit sein, außerdem hoffen die Riverkings auf die Rückkehr von Markus Rohde. Pepe Klemm fällt dagegen weiterhin aus. Zwei Tage später muss man dann nach Peißenberg, wo man um 19.30 Uhr auf den SC Forst trifft. „Die haben zwar auch schon dreimal verloren, aber immer knapp und gegen Bad Tölz 4:4 gespielt“, warnt Haschka vor der Aufgabe. Das Ziel für das Wochenende ist dennoch klar: „Wir peilen immer das Maximum an.“ Christoph Kruse

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