Nicolas Strodel neu beim HC Landsberg

Frischer Wind für die Offensive der Riverkings

HC Landsberg - Nicolas Strodel - Neuzugang
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Ein neuer Stürmer für die Riverkings: Nicolas Strodel (links) geht nun in Landsberg auf Torejagd. Bei den ersten beiden Auftritten allerdings noch ohne zählbaren Erfolg.
  • Toni Schwaiger
    vonToni Schwaiger
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Landsberg – Auch ein Neuzugang im Sturm hat die Misere der Riverkings am vergangenen Wochenende nicht beenden können. Die Partien gegen den EV Lindau (2:7) und ECDC Memmingen (1:4) gingen klar verloren. In der Oberliga Süd belegt der HC Landsberg damit weiterhin weit abgeschlagen den letzten Tabellenplatz.

Bevor die Riverkings am Freitag in das Wochenende mit den Spielen daheim gegen Lindau und auswärts in Memmingen starteten, konnte das HCL-Präsidium eine Personalie verkünden: Der 22-jährige Stürmer Nicolas Strodel soll für frischen Wind in der Offensive sorgen. Zuletzt stand der gebürtige Buchloer beim ECDC Memmingen unter Vertrag, bat aber schon zu Saisonbeginn aus persönlichen Gründen um die Auflösung desselben. Strodel durchlief zuvor die Jugendteams des ESV Kaufbeuren und der Düsseldorfer EG. In der Saison 2017/2018 spielte er für die deutsche Nationalmannschaft bei der U20-Weltmeisterschaft in Frankreich. Danach war er für den EC Bad Nauheim und die Lausitzer Füchse in der DEL2 aktiv. Mit dem Engagement beim HCL ist Nicolas Strodel wieder in seine Heimatregion zurückgekehrt.

Chronische Schwäche

Beim 2:7 (0:3;0:1;2:3) gegen die Islanders aus Lindau konnte der junge Stürmer allerdings noch keine Bäume ausreißen. Ihm fehlte aus verständlichen Gründen die Bindung zur Mannschaft. Die Riverkings hielten die ersten zehn Minuten gut mit und verteidigten konzentriert. Dann allerdings entwischte Daniel Schwamberger der Abwehrreihe des HCL und lief alleine auf Goalie Güßbacher zu. Er ließ sich die Chance nicht nehmen und traf zum 1:0 für die Gäste. Nach 13 Minuten erhöhte Schwamberger mit seinem zweiten Treffer auf 2:0 und Widen besorgte in der 15. Spielminute das vorentscheidende 3:0 für Lindau. Mit diesem Zwischenstand ging es in die erste Pause.

Zur chronischen Abschlussschwäche der Hausherren gesellte sich im zweiten Abschnitt nun auch noch Pech, denn Marvin Feigl scheiterte am Pfosten und beinahe im Gegenzug kassierten die Riverkings das 0:4 durch Low (36.). Auch die Anwesenheit von Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl konnte die Cracks des HCL nicht inspirieren. Sie verschliefen die Anfangsphase des letzten Drittels und kassierten in der 44. Minute innerhalb von 25 Sekunden zwei weitere Treffer durch Wirz und Lösch zum wahrlich ernüchternden 0:6.

HCL-Coach Fabio Carciola nahm dann den unglücklichen Goalie Güßbacher vom Eis und brachte David Blaschta. Doch es dauerte nur sechs Minuten, bis auch er die Scheibe aus den Maschen holen durfte, als Wucher das 7:0 für die Gäste erzielte. Die ließen es danach etwas gemächlicher angehen und ermöglichten Sven Gäbelein (51.) und Michael Fischer (53.) die Ehrentreffer zum 2:7-Endstand.

Strodels Wiedersehen

Am Sonnag traf ­Neuzugang Nicolas Strodel in Memmingen auf sein altes Team. Nicht nur seine Qualitäten als Goalgetter waren gefragt, doch die Chancenverwertung aller Angriffsreihen des HCL ließ auch beim Auswärtspiel in Oberschwaben zu wünschen übrig. Die Riverkings kämpften über die gesamte Spielzeit aufopferungsvoll und ließen nie die Köpfe hängen. Belohnt wurden sie dafür nur mit Komplimenten vom Gegner. Punkte gab es nicht.

Die 1:0-Führung durch Fitzgerald (7.) war für die Indians schmeichelhaft. Die Riverkings erarbeiteten sie sich viele Chancen, aber es war erneut Fitzgerald (12.), der in Überzahl zum 2:1 für die Heimmannschaft traf. Im zweiten Drittel dasselbe Bild: Der HCL arbeitete unermüdlich, aber der Gegner traf. Fitzgerald hatte einen Sahnetag erwischt und erhöhte auf 3:0 (28.).

Hoffnung keimte bei den Gästen nach 34 Minuten auf, denn Mathias Jeske traf zum 3:1. Aber auch danach blieb das Tor der Hausherren für den HCL wie vernagelt, sie brachten die Scheibe nicht über die entscheidende Linie. Jonas Wolter (49.) beendete schließlich alle Zweifel am Heimsieg für Memmingen und schloss zum 4:1-Endergebnis ab. Fazit: Die Moral der Riverkings stimmt. Die Ergebnisse nicht.

Am kommenden Freitag können sie beim SC Riessersee erneut versuchen, die Hemmungen vor dem gegnerischen Tor zu überwinden. Zwei Tage später treten dann die Blue Devils aus Weiden um 17 Uhr im Hungerbachdome an.
Dietrich Limper

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