Mit Tempo 170 zum ersten Sieg

Lucca Göttlicher (11) aus Schwifting führt Motorrad-Rennserie an

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Raste bei der Copa Rieju im spanischen Castelolli zum ersten großen Saisonsieg: der elfjährige Lucca Göttlicher aus Schwifting.

Schwifting – Einen super Saisonstart hat Lucca Göttlicher auf seiner neuen Rennmaschine hingelegt. Der elfjährige Schwiftinger, der bei Motorradrennen als „Lucky Luc“ antritt, führt aktuell die spanischen Nachwuchsserie Copa Rieju an – nach zwei von acht Rennen. Das hat vor ihm noch kein deutscher Nachwuchspilot geschafft.

Bereits im April beim ersten Rennen zur Copa Rieju im spanischen Albacete sorgte Göttlicher für eine weitere Sensation in seiner noch recht jungen Karriere. Knapp zwölf Monate nach dem Umstieg auf eine 180er Vier-Takt-Rennmaschine der Marke Rieju RS3 ist er ein weiteres Mal in dieser hart umkämpften Nachwuchsmeisterschaft ganz vorne mit dabei. „Es ist eine reine Fahrermeisterschaft mit identischen Rennmotorrädern auf großen bekannten Rennstrecken wie Valencia, Aragon oder Jerez“, erzählt Vater und Manager Herwig Göttlicher. Dabei bringe es der erst Elfjährige schon mal auf Tempo 170 – auf teilweise Motorrad WM-Strecken. Luca Göttlicher hat nach der Umstellung nicht nur den Anschluss in der spanischen Nachwuchsserie geschafft, nach zwei von acht Rennen führt er erstmalig als deutscher überhaupt diese hart umkämpfte Serie mit acht Punkten Vorsprung an und stand dort erstmalig auch ganz oben auf dem Podium.

Betreut wird das Talent aus Schwifting seit dieser Saison voll professionell: vom David Salom Junior Team mit Sitz auf Mallorca . Dass der Elfjährige in der deutschen Rennsport­szene eine echte Nachwuchshoffnung ist, hat er in den vergangenen vier Jahren mit acht Meistertiteln und über 60 Podiumsplätzen in 75 Rennen im In- und Ausland eindrucksvoll bewiesen; er ist längst kein Unbekannter mehr in der Motorradszene.

So ging es am ersten Juni-Wochenende ein weiteres Mal nach Spanien. Das Rennen fand in Castelolli nahe Barcelona auf dem 4,1 Kilometer langen Race­track Parcmotor Castelolli statt. Dabei konnte den schnellen Schwiftinger auch eine Kurzfristige Planänderung beim Veranstalter nicht aus der Fassung bringen: Das freie Training fand erst am Samstag statt und die Qualifikation sowie die zwei Wertungsläufe am Sonntag.

In Race 1 waren auf trockenere Piste acht Runden zu fahren. „Lucky Luc“ erwischte einen guten Start, führte von der zweiten bis zur letzten Runde das Feld an, musste nach einem heftigen Hinterradrutscher aber weit ins Kies gehen. Danach gelang es ihm gerade noch, zur vier Mann starken Führungsgruppe aufzuschließen und als Zweiter über die Ziellinie zu rasen.

Dann Race 2 auf regennasser Fahrbahn. Göttlicher war auf seiner neuen Maschine erstmalig auf Regenreifen unterwegs; „sehr schwierige Verhältnisse, ständig wechselnd“, blickt er zurück. Abermals erwischte er einen super Start, machte sofort entscheidende Meter gut, doch dann der Rennabbruch, da einige Konkurrenten hinter Göttlicher gestürzt waren. Doch der Schwiftinger ließ sich davon nicht beirren, setzte nach dem Neustart sein perfektes Rennen fort, setzte sich in Runde 6 an die Spitze und fuhr einsam mit über 24 Sekunden Vorsprung souverän als erster über die Ziellinie. Erstmalig in der Rieju fuhr Luca Göttlicher damit auch den Tagesgesamtsieg ein und führt im zweiten von acht Rennen die Meisterschaft mit 73 Zählern an – punktgleich mit dem Zweiten und sieben vor dem Dritten.

Gaststarts in Deutschland

Neben der spanischen Meisterschaft absolvierte „Lucky Luck“ Starts in der deutschen Supermoto-Meisterschaft sowie einzelne Auftritte auf einem Pitbike der Marke IMR (155ccm) erstmalig im Rahmen der Simson GP. Hier fanden bereits zwei Läufe statt und Luca stand bei beiden Veranstaltungen als jüngster Teilnehmer ganz oben am Podest.

„Somit hat sich wieder das Wintertraining in der MX-Halle in Massing und das Supermoto-Training in Friedrichshafen mit Marcel Schrötter voll ausgezahlt“, weiß Coach und Betreuer Herwig Göttlicher.“ Der Moto2-WM-Fahrer aus Pflugdorf sei mittlerweile Pate von Luca und ein „idealer Trainingspartner und Mentor“ für das Nachwuchstalent.

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