„Blickpunkt Bezirksliga“

Das Derby Denklingen-Kaufering bleibt aus

VfL Kaufering - Bezirksliga Schwaben
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Liebend gerne würde der VfL Kaufering um Keeper Michael Wölfl (am Ball) im eigenen Stadion Ligakonkurrent VfL Denklingen zum Derby empfangen.
  • Thomas Ernstberger
    VonThomas Ernstberger
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Kaufering/Denklingen – Das verstehe, wer will. Sie kommen aus dem selben Landkreis, spielen in der gleichen Liga und die beiden Orte sind nicht mal 25 Kilometer voneinander entfernt. Ideale Voraussetzungen für ein packendes Fußball-Derby zwischen Bezirksligist VfL Kaufering und Bezirksliga-Aufsteiger VfL Denklingen. Doch diese Derbys wird es in der neuen Saison nicht geben.

Der Grund: Kaufering gehört zum Bezirk Schwaben, Denklingen zu Oberbayern. „Das ist sehr schade“, bedauert Kauferings Trainer Ben Enthart (42). Sein Denklinger Kollege Markus Ansorge (54) wird noch deutlicher: „Das ist ein Witz. Wir gehören nicht zur Oberbayern-­Gruppe, sondern nach Schwaben. Da spielen die ganzen Mannschaften aus der Nähe wie Kaufbeuren, Thalhofen oder eben Kaufering. Für uns ist dann Raisting das einzige Derby.“

So muss der Liga-Neuling zu den Münchener Vereinen wie Aubing (Saison-Auftaktgegner am 25. Juli), Haidhausen, Hertha, Kosova, Neuperlach, Großhadern und Neuried reisen, außerdem unter anderem nach Wolfratshausen, Penz­berg, Berg und Unterpfaffenhofen. „Das kostet uns richtig Zuschauer“, ist sich der Denklinger Coach sicher.

Markus Ansorge, Coach bei Bezirksligist Denklingen.

Vier Vorbereitungsspiele hat seine Mannschaft bereits absolviert – eines gewonnen (4:2 gegen Thalhofen) und drei verloren (1:3 in Haunstetten und Germaringen sowie 1:2 in Alten­stadt). „Kein Grund zum Jammern, zumal wir auch viel ausprobiert und umgestellt haben“, sagt Ansorge. Er hat in den Tests bereits erkannt: „Unser Kader ist absolut Bezirksliga-tauglich.“ Und das ohne Verstärkungen und Neuzugänge: „Bei uns hat sich überhaupt nichts geändert. Keine Zugänge, keine Abgänge. Wir gehen mit dem komplett gleichen Kader wie in der Kreisliga in die Bezirksliga.“ Allerdings haben der Doppel-Aufstieg der Ersten und der Zweiten (in die A-Klasse) sowie das neue Sportgelände „eine kleine Euphorie“ ausgelöst, „die wir mitnehmen wollen“. Folge: Der VfL Denklingen hat eine dritte Mannschaft gemeldet, die in der C-Klasse antreten wird. Ansorge: „Wir haben einfach so viele Spieler, die alle kicken wollen.“

Null Wechsel also in Denklingen, ein paar dagegen in Kaufering. Da gibt’s fünf Neuzugänge und zwei Spieler, die den VfL verlassen haben. „Am meisten schmerzt uns, dass uns Fynn Holthuis verlässt. Er zieht zum Studium nach Karlsruhe. Fynn war ein Eckpfeiler unserer Mannschaft. Das tut uns ziemlich weh“, sagt Ben Enthart. Zweiter Abgang ist Alexander Höfer (zu Schwabmünchen II). Neu dabei seit dem letzten Spiel im Oktober 2020 sind Innenverteidiger Manuel Wolf und Stürmer Wolfgang Baumann (beide vom TSV Landsberg), der junge Mittelfeldspieler Florian Pittrich (eigene Jugend) sowie die beiden „Alt-Kauferinger“ Martin Krimshandl und Daniel Müller, die beide zuletzt pausierten.

Im 22-Mann-Kader der Kauferinger Fußballer finden sich übrigens zwei interessante Namen: Einmal Max Neuhaus, der Cousin von Nationalspieler Florian Neuhaus, und Paul Ansorge, der Sohn des Denklinger Trainers.

Ben Enthart, Coach bei Bezirksligist Kaufering.

Die Kauferinger haben bislang ein Testspiel bestritten: 2:2 bei Bezirksligist Raisting. Neuzugang Wolf traf zum 1:0, Florian Bucher zum 2:2. Enthart: „Das war in Ordnung, wenn auch nach der langen Pause noch ein bisschen ruckelig und weit entfernt von den Leistungen in den letzten Spielen. Wir haben in den nächsten Wochen noch einiges zu tun.“

Anders als bei den Oberbayern steht bei den Schwaben bis jetzt nur der Rahmen-Termin­kalender, aber noch nicht der Spielplan. Der Coach: „Auf den warten wir jetzt täglich. Am 7./8. August soll’s losgehen. Angeblich haben wir in den ersten fünf Wochen sieben Spiele. Dann wäre Anfang September schon ein Viertel der Saison vorbei. Wir sind gespannt...“

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