Sieg beim Verden International-Prix

Dressur: Alexandra Maier räumt ab

Alexandra Maier - Dressur - Epfach
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Gleich zweimal ging’s auf Ehrenrunden: Alexandra Maier und „Majestix W“ waren beim „Verden International“ in der Tour der Amateure das dominierende Paar.

Verden/Epfach – Erst Balve, dann Kronberg und nun Verden: Dressurreiterin Alexandra Maier steuert in dieser Saison Turniere an, die in der Szene einen klangvollen Namen haben. Und stets präsentiert sich die 29-Jährige zusammen mit ihren Pferden in starker Form. Beim Turnier „Verden International“ in der Nähe von Bremen überzeugte Maier mit zwei Siegen in internationalen Prüfungen. Und einmal mehr schraubte sie ihre persönliche Bestleistung nach oben.

Die Reiterin war mit dem Abschneiden „sehr zufrieden“, zumal es auch ein „sehr schönes Turnier“ gewesen sei. Im Rahmen des mehrtägigen Events fanden heuer die Weltmeisterschaften für fünf-, sechs- und siebenjährigen Dressurpferde statt. Wie schon in Balve und Kronberg (wir berichteten) ließ sich Alexandra Maier auch in Verden von der Atmosphäre einer solchen Großveranstaltung nicht beeindrucken. Früher, als Zuschauerin, gefielen ihr solche Veranstaltungen, sagt die Epfacherin. Als Teilnehmerin „macht es noch mehr Spaß“. Das Drumherum kann sie gut ausblenden, und im Viereck „bleibt es dieselbe Aufgabe wie sonst auch“.

Los ging es für Maier mit einem Prix St. Georges. Mit „Majestix W“ war sie gleich als erste an der Reihe und lieferte eine feine Vorstellung ab. An die 66,912 Prozent kam kein anderes Paar mehr heran – die erste Goldschleife war perfekt. Maier wollte auch noch mit „Geronnimmo“ ins Viereck. Nachdem allerdings während der Prüfung ein Starkregen eingesetzt hatte, der den Boden stark in Mitleidenschaft zog, verzichtete sie auf einen Start. Eine mögliche Verletzung des Pferds durch einen Ausrutscher wollte die Epfacherin nicht riskieren.

„Es kommt für uns absolut nicht in Frage, nur für einen Start ein Pferd womöglich aufzuarbeiten“, stellte Mutter Manuela Maier klar. Die Bedingungen waren am Ende der Prüfung, als ihre Tochter noch einmal reiten sollte, wahrlich unwirtlich. „Das hat ja bis unter die Tribüne hereingeregnet“, berichtete Manuela Maier. Die Siegerehrung ging – ohne Pferd – im Zelt über die Bühne.

Sieg mit Bestleistung

Das Wetter blieb tags darauf wechselhaft, war aber doch zumindest so annehmbar, dass sich gut reiten ließ. Alexandra Maier und „Majestix W“ konnte sowieso nichts anhaben. In der Intermediaire-I-Prüfung zeigten die beiden eine starke Leistung, die von den Wertungsrichtern mit insgesamt 69,412 Prozent bedacht wurden. Zwei der drei Juroren gaben dem Paar sogar mehr als 70 Prozent. Damit gelang der Epfacherin der zweite Sieg. Der Vorsprung auf die Zweitplatzierten, die Dänin Frida Bertelsen und „Chopali“, betrug etwa zwei Prozentpunkte – ein wahrlich sehr eindeutiges Votum.

Für Alexandra Maier war das Ergebnis zugleich ein persönlicher Rekord. Ihre bisherige Bestmarke (erreicht in Kronberg) hatte sie erneut um einige Zehntel gesteigert. Man versuche ständig – im Training und bei Turnieren –, „an Stellschrauben zu drehen, um sich zu verbessern“, sagt Alexandra Maier. „Wir scheinen auf dem richtigen Weg zu sein.“ Ein beachtlicher Auftritt gelang ihr in der Inter-I-Prüfung auch mit „Geronnimmo“. 66,912 Prozent bedeuteten den 4. Rang und eine weitere Schleife.

Anders als am Tag zuvor konnte die Siegerehrung in gewohntem Rahmen – hoch zu Pferd und inklusive einer Ehrenrunde – über die Bühne gehen. Während Alexandra Maier die Ovationen des Publikums entgegen nahm, erhielt am Rande des Vierecks Manuela Maier von verschiedenen Seiten Glückwünsche und Lob in Richtung der Tochter. „Da ist man schon stolz“, sagte die Mutter.

Finale in Dänemark

Die Turniere in Balve, Kronberg und Verden waren Teil der deutsch-dänischen „Almased Dressage“-Tour für Amateure. Mit ihren Ergebnissen hat sich Maier für das Finale Ende Oktober in Herning (Dänemark) qualifiziert. Ob sie daran teilnehmen wird, ist noch offen. Denn der Aufwand ist beträchtlich. „Ich lasse mir das alles in Ruhe durch den Kopf gehen.“ Die – wegen Corona – recht spät gestartete Saison ist ohnehin sehr gut gelaufen. „Ich kann mich nicht beklagen“, sagt Maier.

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