Auf den letzten Drücker

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Mit zwei Erfolgen in der Relegation haben sich die Volleyballerinnen des FC Penzing am Wochenende den Klassenerhalt gesichert.

Penzing – Die Volleyballerinnen des FC Penzing haben am Samstag ihre Chance genutzt: Im Relegationsturnier behaupteten sie sich gegen die beiden unterklassigen Team und verbleiben somit in der Landesliga. Sie belohnten sich damit für ihren großen Kampfgeist während der Saison. „Egal, wie das gelaufen ist, ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft“, sagte Coach Gelhaar am Sonntagabend freudestrahlend.

Als Siebter der Landesliga trat Penzing bei dem Turnier als Favorit gegen die beiden Vizemeister aus den Bezirksligen an. Alle Spielerinnen hatten ihr Ziel klar vor Augen – der Klassenerhalt war nun zum Greifen nahe und wie Romana Kohlhund berichtete, waren sich alle einig, „dass Penzing heute siegt und gute Chancen hat, die Landesliga zu halten.“

Das erste Match fand gegen Gastgeber SV Germering statt, da sie der Verlierer des ersten Spiels waren. Beiden Teams merkte man die Nervosität an, Penzing machte dadurch zu viele Eigenfehler und Germering erarbeitete sich sowohl im ersten, als auch zweiten Durchgang jeweils einen Vorsprung von vier Punkten. Beide Male, zeigte der FCP aber Nervenstärke zum Ende der Sätze und gewann mit 25:23 und 25:22 jeweils relativ knapp.

Das Spiel wirkte teilweise sehr zerfahren, dann wieder zeigte Penzing seine Klasse – erneut nicht konstant genug. Das wurde im dritten Satz zum Verhängnis: der Vorsprung der SV-Damen konnte nicht egalisiert werden (20:25). Um nicht in den gefährlichen fünften Satz zu kommen, galt es nun alle Kraft aufzubringen. Wieder erwischte Germering den besseren Start, die großen Mittel- blockerinnen machten es den FCP-Angreiferinnen schwer und auch der Mut fehlte in einigen Situationen.

Zwei taktische Auswechslungen, in denen Gelhaar zwei neue Angreiferinnen einsetzte, erwiesen sich als goldwert. Andi Epp fand zu ihrer Form zurück und verstärkte die Annahme und Abwehr, Christine Schöpf, ausnahmsweise auf der Diagonalposition, brachte frischen Wind in die Angriffs- und Blockreihe. Beim Stand von 19:23 nahm Schöpf die Herausforderung an und verwandelte sechs Aufschläge, die den SVG genügend unter Druck setzten, dass alle weiteren Punkte auf das Konto von Penzing gingen und der vierte Satz damit 25:23 gewonnen wurde. Damit war die erste Hürde genommen.

Ohne Schnörkel

Im nun folgenden Spiel gegen den FC Kleinaitingen verlief in den ersten beiden Sätzen gar nichts nach Plan: im ersten lag Penzing klar vorne, vergab den dann aber fahrlässig; im zweiten Satz lag dagegen der FCK mit neun Punkten vorne und ließ Penzing nochmal auf 23:25 rankommen.

Für die Zuschauer war das Spiel der Penzinger Mädels sehr enttäuschend – so unbeweglich und ohne Kampfgeist hatte man die Mannschaft die ganze Saison nicht gesehen. „Wir wollten uns so nicht geschlagen geben und machten uns gegenseitig Mut“, so Zach. Der Plan ging nun auf, auf einmal hatte Penzing das nötige Selbstvertrauen zurück, spielte die nächsten drei Sätze ohne viel Schnörkel und Extravaganzen zu Ende und erlaubte sich nun keine Durchhänger mehr. Allen voran Zach, die an diesem Tag in Top-Form war, verwandelte jeden der gestellten Bälle in einen wichtigen Punkt. Alle waren nun wieder fokussiert auf das Ziel und das merkten die Schwaben wohl, sie zeigten zu wenig Gegenwehr (25:17, 25:12, 15:5).

Erfolgreiche Saison

Rückblickend war die Saison alles in allem sehr erfolgreich, Penzing hat sich in der Landesliga gegen starke Gegner behauptet und „sich nun dafür belohnt“, freute sich auch Gelhaar für seine Mannschaft. Daran hatten sowohl er, als auch Co-Trainer Franz Babl, der immer einsprang, wenn Not am Mann war, einen großen Anteil. Wie es personell weitergehen wird, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Natürlich hoffen der Verein und die Mannschaft, dass im gleichen Trainer- und Mannschaftsteam weitergearbeitet werden kann und neben eventuellen Neuzugängen nicht zu viele Veränderungen bevorstehen. Neben den Vorbereitungen auf die neue Hallensaison im Herbst, geht es für viele der FCP-Damen nun aber erst mal in den Sand, denn mit dem Frühling steht auch die Beachsaison vor der Tür.

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