Erneut ein Remis für den TSV Landsberg

Reichlich Sand im Landsberger Bayernliga-Getriebe

TSV Landsberg vs. FC Ismaning
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Ismanings Keeper Fabio Rasic (rot) scheint schon geschlagen, aber TSV-Kapitän Steffen Krautschneider (helles Trikot) verfehlt das Tor.
  • Dietrich Limper
    VonDietrich Limper
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Landsberg – Auch am dritten Spieltag der Bayernliga Süd hat sich der TSV Landsberg mit einem Unentschieden zufrieden geben müssen. 375 Zuschauer sahen im 3C-Sportpark ein 1:1 gegen den FC Ismaning. In der Schlussphase konnten die Lechstädter zahlreiche gute Chancen nicht nutzen und so bleibt die Ausbeute mit drei Punkten nach ebenso vielen Spielen mager.

Die personelle Situation hatte sich kaum entspannt. Zwar waren Dennis Hoffmann und Maximilian Holdenrieder wieder dabei, aber dafür meldete sich Spielertrainer Muriz Salemovic mit einer Blessur am linken Knöchel ab. Kapitän David Anzenhofer fiel wegen Adduktoren­problemen ebenso aus wie Sebastian Schmeiser mit einer Bauchmuskelzerrung. Die komplette Abwehrreihe musste also umgebaut werden und die Hausherren brachten folgende Aufstellung an den Start: Hollenzer - Holdenrieder, Wollens, Nikolic, Lutz - Gutia, Hoffmann, Hutterer - Date, Mulas, Krautschneider.

Wie schon beim Auswärtsspiel am Mittwoch zuvor in Augsburg (eigener Bericht), begann der TSV Landsberg schwungvoll. Gleichwohl musste zunächst TSV-Keeper Hollenzer den ersten Schuss der Gäste durch Angelo Hauk entschärfen. Bis zum Strafraum sahen die Bemühungen der Hausherren passabel aus, aber die wenigen Chancen wurden von Gutia und Mulas vergeben. Ersatzkapitän Steffen Krautschneider analysierte nach der Partie: „Wir machen uns selbst das Leben schwer. Wir haben zu viele einfache Ballverluste in der Vorwärtsbewegung und die müssen wir abstellen, sonst ist es immer möglich, dass wir Spiele verlieren oder nur unentschieden spielen.“

Einziger Lichtblick war der Treffer durch Alessandro Mulas in der 26. Minute. Der Landsberger Goal­getter schaltete im Strafraum nach einer scharfen Ecke von Krautschneider am schnellsten und drückte den Ball über die Linie. Diese beiden Kicker des TSV waren auch am schönsten Angriff der Hausherren nach einer guten halben Stunde beteiligt, aber Kevin Gutia konnte die gefühlvolle Flanke von Mulas nicht erreichen. Er kam einen Schritt zu spät. Auf der Gegenseite ließ Daniel Bux eine gute Torgelegenheit aus, so dass der TSV mit einer etwas glücklichen 1:0-Führung in die Pause ging.

Coach Salemovic schickte das Personal unverändert zurück aufs Feld. Nach 51 Minuten gab es dann so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit, denn der FC Ismaning nutzte ebenfalls eine Ecke, um zum 1:1 auszugleichen. David Tomasevic war ungedeckt und konnte unbedrängt einköpfen. „Ein sehr blödes Tor“, ärgerte sich Abwehrchef Branko Nikolic. „Da müssen wir am langen Pfosten nur den Mann zustellen, dann passiert auch nichts.“

Offensiv-Feuerwerk

Nach 65 Minuten war die Einwechslung von Stürmer Elias Kollmann für den unglücklich agierenden Kevin Gutia der Auftakt zu einem mittelprächtigen Offensiv-Feuerwerk der Gastgeber. In der Verteidigung ging man nun volles Risiko und spielte Mann gegen Mann. Der Angriff kreierte auf einmal gefährliche Situationen im Minutentakt. Die beste Gelegenheit vergab Neuzugang Kazuki Date in der 84. Minute, als er aus wenigen Metern an FC-Keeper Rasic scheiterte. Sein Aufschrei der Enttäuschung war wahrscheinlich bis in die Landsberger Altstadt zu hören. Aber auch Krautschneider, Fülla und Kollmann vergaben ihre Chancen, indem sie die Bälle neben das Tor setzten oder am gut aufge­legten Schlussmann der Gäste verzweifelten. „Der Gegner hat nur noch verteidigt und bei uns hat es irgendwie ‚Klick‘ gemacht. Jedenfalls war auf einmal das Selbstvertrauen wieder da und wir hatten viele gute Chancen“, sagte Nikolic zur Schluss­offensive.

Doch die Uhr tickte gnaden­los runter und am Ende stand ein unbefriedigendes 1:1-Remis auf der Anzeigetafel. Steffen Krautschneider sah aber auch positive Ansätze: „Es war auf jeden Fall eine Steigerung im Vergleich zum Spiel am vergangenen Mittwoch. Die letzten zwanzig Minuten waren dann richtig, richtig gut. Vielleicht war der Gegner auch ein bisschen müde, denn die englischen Wochen sind anstrengend. Aber wir haben echt viel Gas gegeben, doch der Ball wollte nicht ins Tor. Es hat nicht sollen sein.“

Englische Woche

Am heutigen Mittwoch wartet beim FC Ingolstadt II die nächste schwere Hürde auf Landsberg. Das Spiel wird um 18.30 Uhr angepfiffen. Drei Tage später, am Samstag, 7. August, um 14 Uhr, ist der FC Deisenhofen zu Gast im 3C-Sportpark. Es bleibt kaum Zeit, um die vergangenen Spiele zu analysieren, aber eine Lehre zog Branko Nikolic direkt nach der jüngsten Partie: „Ich denke, es gibt nichts schlimmeres, als drei Unentschieden zum Saisonanfang.“

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