Wechselbad der Gefühle

 HC Landsberg: Glücklicher Sieg und unglückliche Niederlage

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Gegen Passau hatten die Riverkings das Nachsehen. Am Ende stand eine 1:3-Niederlage auf heimischem Eis.
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Gegen Passau hatten die Riverkings das Nachsehen. Am Ende stand eine 1:3-Niederlage auf heimischem Eis.
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Gegen Passau hatten die Riverkings das Nachsehen. Am Ende stand eine 1:3-Niederlage auf heimischem Eis.
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Gegen Passau hatten die Riverkings das Nachsehen. Am Ende stand eine 1:3-Niederlage auf heimischem Eis.
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Gegen Passau hatten die Riverkings das Nachsehen. Am Ende stand eine 1:3-Niederlage auf heimischem Eis.
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Gegen Passau hatten die Riverkings das Nachsehen. Am Ende stand eine 1:3-Niederlage auf heimischem Eis.
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Gegen Passau hatten die Riverkings das Nachsehen. Am Ende stand eine 1:3-Niederlage auf heimischem Eis.
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Gegen Passau hatten die Riverkings das Nachsehen. Am Ende stand eine 1:3-Niederlage auf heimischem Eis.

Landsberg – Der Auftakt ins Wochenende, mit den Spieltagen fünf und sechs in der Bayernliga, begann für den HC Landsberg vielversprechend: Am Freitag siegte man 3:2 bei den Mammuts in Schongau. Einen Dämpfer gab es allerdings mit der 1:3-Heimpleite gegen die Black Hawks aus Passau am vergangenen Sonntag. In der Tabelle steht der HCL mit zehn Punkten und einem Spiel weniger auf dem siebten Rang.

Vor 320 Zuschauern, von denen wahrscheinlich die Hälfte über die B17 aus Landsberg angereist war, ergaunerten sich die Riverkings einen glücklichen Sieg nach Verlängerung bei der EA Schongau. Erstmals nach seiner Verletzung wieder auf dem Eis: Goalie Markus Kring. David Blaschta, starker Rückhalt in den vergangenen Partien, musste auf der Bank Platz nehmen.

Die Cracks aus der Lechstadt fanden gut ins Spiel und verzeichneten schnell ein leichtes Chancenplus. Die Mammuts hatten immer wieder Probleme im Aufbauspiel und verloren die Scheibe oft schon in der eigenen Zone. Es bedurfte aber einer Einzelleistung von Dennis Sturm, um Schongaus überragenden Schlussmann Blankenburg zu überwinden (18.).

Nach der ersten Pause dauerte es nur 72 Sekunden bis Markus Kerber auf 2:0 erhöhen konnte. Aus unerfindlichen Gründen verlor der HCL nun aber die Spielkontrolle und Schongau übernahm das Kommando. Markus Kring stand nun öfter im Mittelpunkt, als ihm lieb sein konnte. Gegen den Schuss des Schongauer Eigengewächs‘ Daniel Holzmann war er aber machtlos (26.). Selbst nach diesem 1:2 blieben die Landsberger seltsam passiv, verzeichneten erst nach 38 Minuten wieder einen eigenen Torschuss und kassierten zwischen der 14. und 50. Minute nicht eine Strafzeit. Die Schongauer kamen immer wieder zu großen Chancen, die allesamt von Kring entschärft werden konnten.

Im letzten Drittel gipfelte die Unachtsamkeit der Riverkings in einem feinen Konter der Mammuts, der nur durch ein grobes Foul unterbunden werden konnte. Den anschließenden Penalty durch Jakub Muzik musste Kring zum mehr als verdienten 2:2 passieren lassen (50.).

Immerhin ging nun ein Ruck durch das Team von Coach Fabio Cardiola und die Riverkings entwickelten wieder Zug zum Tor. Nach einem feinen Spielzug scheiterte Thomas Fischer ebenso am Schongauer Keeper, wie wenig später Markus Kerber und im Nachschuss Michael Fischer. Diese Aktion führte aber zu einem Getümmel vor und im Tor der Schongauer und der Schiri gab überraschend Penalty für den HCL. Es war bezeichnend, dass Dennis Sturm dabei ein technischer Fehler unterlief und er nicht zum Abschluss kam. Chance vertan.

Matthias Müller avancierte nun zum Unglücksraben für die Heimmannschaft. Kurz vor Ablauf der 60 Minuten kassierte er eine fünfminütige Strafe, die die Mammuts mit in die Verlängerung nahmen. Marc Krammer brachte die Scheibe schließlich aus kurzer Distanz zum 3:2 über die Linie (62.) und die Riverkings können sich bei ihm und ihrem Torwart bedanken, dass sie siegreich das Eis verließen. Schongau war die bessere Mannschaft, musste sich aber geschlagen geben.

Wie sich das anfühlt, erlebten die Riverkings nur zwei Tage später vor der heimischen Kulisse von 760 Zuschauern in der Partie gegen die Black Hawks aus Passau. Der HCL begann druckvoll und hoch konzentriert gegen seltsam verhaltene Gäste. EHF-Coach Heinz Feilmeier erklärte: „Meine Mannschaft war nach dem Drama am Freitag gegen Erding und den vielen Strafzeiten am Anfang sehr verunsichert und wir kamen nur schwer in das Spiel. In dieser Phase hat uns Keeper Clemens Ritschel am Leben gehalten.“

Der Passauer Jan Sybek nutzte die erste Überzahl der Gäste eiskalt aus und brachte Passau völlig überraschend mit 1:0 in Führung (10.). Danach drängte der HCL auf den Ausgleich, aber Mika Reuter war vor dem Tor zu hektisch, Marc Krammer verlor den Überblick und EHF-Goalie Ritschel schien unüberwindbar.

„Wir haben die ersten zehn Minuten und das zweite Drittel dominiert“, sagte HCL-Coach Cardiola, „aber wir haben einfach zu viele Chancen liegen gelassen.“ Ein Gewaltschuss von Marek Charvat brachte in der 38. Minute den mehr als verdienten Ausgleich und damit schienen die Dinge ins rechte Licht gerückt.

Lange währte die Freude allerdings nicht, denn Ales Kreuzer für die 2:1 Führung der Gäste (42.). „Ein Unentschieden wäre heute das gerechte Ergebnis gewesen, wir haben nicht wirklich verdient gewonnen“, gab EHF-Coach Feilmeier freimütig zu. 20 Sekunden vor Schluss traf Petr Sulcik zum 3:1-Endstand ins leere Tor der Landsberger.

„Wir müssen daraus lernen“, gab Trainer Carciola zu Protokoll. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie sie diesen starken Gegner über weite Strecken der Partie beherrscht hat. Aber so ist das beim Eishockey: Freitag hatten wir Glück, heute hatten wir Pech. Ich bin dennoch sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Jungs.“

Für den genesenen HCL-Goalie Markus Kring, war es ein ganz besonderes Wochenende: „Dass ich nach einem Bandscheibenvorfall so schnell wieder schmerzfrei auf dem Eis stehe, ist schon außergewöhnlich. Für mich war es einfach nur schön. Viel Zeit zum Nachdenken hatte ich gar nicht, denn in Schongau wurde ich direkt gefordert.“ Das interne Duell mit David Blaschta sei kein Problem, man verstehe sich bestens und pushe sich gegenseitig. „Wir sprechen viel miteinander und ich bin mit meinen gerade mal 25 Jahren der Führungsspieler bei den Torleuten“, sagt Kring und lacht.

Am nächsten Freitag geht es um 20 Uhr auswärts gegen den TEV Miesbach. Am Sonntag ist der ESC Geretsried ab 18.30 Uhr zu Gast.
Dietrich Limper

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