Euro-Grand-Prix der Stockschützen

Stefan Gießer gewinnt Bronze mit der U16-Nationalmannschaft 

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Stefan Gießer (2. von links) zusammen mit seinen Stockschützen-Teamkollegen auf dem Siegerpodest.

Penzing – Medaillen auf nationaler Ebene hat der 13-jährige Penzinger Stefan Gießer in den ersten Jahren seiner noch jungen Karriere als Stockschütze bereits reichlich gesammelt. Jetzt hat er erstmals den Sprung in den Kreis der deutschen Nationalmannschaft geschafft. Und durfte prompt bei dem Euro-Grand-Prix der U16 teilnehmen, wo Gießer und sein Team sich auf Platz 3 schossen.

Zuerst stand der Einzelwettbewerb auf dem Programm und Gießer war in guter Form. Er begann zwar nur mit 121 Punkten legte dann aber noch 151 Zähler nach. Anschließend hieß es zittern, ob die 272 Punkte für das Finale der besten sechs Schützen unter 30 Teilnehmern reichen wird. Lange sah es danach aus, als dürfte Gießer im Finale der besten Zielschützen im Kampf um die Medaillen mitmischen, doch ausgerechnet die Konkurrenz aus dem eigenen Lager macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Extrem starke Punktzahlen der anderen deutschen Sportler ließen Gießer noch bis auf Platz 7 rutschen und somit verpasste er am Ende um nur drei Punkte den Finaldurchgang. Allerdings zeigte sich hier dann die deutsche Dominanz, denn die Plätze 1 bis 5 wurden im Endklassement von Deutschland belegt. Erst auf Rang 6 reihte sich der erste Österreicher ein.

Damit standen die Trainer des Deutschen Eisstock-Verbands vor einer schwierigen Entscheidung, wer nun im Team-Zielwettbewerb einen der vier begehrten Plätze bekommt. Letztlich blieb Gießer ein Einsatz verwehrt und es wurde auf die Schützen unter den Top 5 gesetzt. Diese Entscheidung machte sich bezahlt, denn auch hier konnte sich Deutschland vor Österreich und Italien durchsetzen und verdient Gold gewinnen.

Am zweiten Wettkampftag stand das Mannschaftsschießen auf dem Programm. Gießer startete für Deutschland II im jüngeren Team der beiden DESV-Auswahlen. Zusammen mit Patrick Hirtreiter, Jonas Huber, Moritz Biederer und Viktoria Schuhbeck bildete er ein Team. Leider konnten die Fünf nicht an die guten Leistungen im Training anknüpfen und Niederlagen gegen Österreich I, Deutschland I und Slowenien schienen den Traum vom Halbfinale früh zu beenden. Doch dann die Überraschung: Kurz vor Ende der Vorrunde kamen alle immer besser in Form und auf den letzten Drücker wurde der Halbfinaleinzug mit einem Sieg gegen Italien noch fixiert.

Dort wartete nun Vorrundensieger Österreich I, welcher als klarer Favorit ins Spiel gingen. Doch Deutschland II wehrte sich eindrucksvoll und lag bereits nach drei Kehren mit 9:0 in Führung. Wenig später war bereits die Chance da sich den Finaleinzug zu sichern. Doch dieser Versuch misslang. Dann gab Österreich so richtig Gas und drehte das Spiel noch im letzten Schuss zu einer bitteren 9:11 -Niederlage für das junge deutsche Team. Die Enttäuschung war riesig, doch schnell musste der Fokus wieder auf das Spiel um Platz 3 gerichtet werden, um sich zumindest eine Medaille zu sichern. Dies gelang glücklicherweise und mit einem 14:9-Sieg gewann Deutschland II mit Gießer Bronze. Über Gold durfte sich auch hier wieder Deutschland freuen, denn Team I konnte die österreichische Auswahl in einem spannenden Finale knapp besiegen.

U16 Nationaltrainer Matthias Peischer kann damit ein rundum positives Fazit ziehen: „Erfolgreicher als an diesem Wochenende waren wir selten, die Medaillenausbeute spricht für sich und auch die Leistungen waren sehr gut.“

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