Eurocycle 2013:

Zwei Titel und ein Weltrekord

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Das passt: Mit diesem gewaltigen Satz über 4,05 Meter stellte „Lechflitzer“ Simon Rodler (Foto) bei der Eurocycle einen neuen Weltrekord auf.

Landsberg/Langenthal – Mit zwei Europameistertiteln sowie einer Silber- und einer Bronzemedaille sind die Einradsportler des TSV Landsberg von der Eurocycle 2013 in die Lechstadt zurückgekehrt. Erfolgreichster Sportler war einmal mehr Simon Rodler, der im Einrad-Weitsprung mit 4,05 Meter einen neuen Weltrekord aufstellte.

Knapp 750 begeisterte Einradsportler aus 13 Ländern, darunter die elf „Lechflitzer“ aus Landsberg gingen im schweizerischen Langen­thal in 18 verschiedenen Disziplinen an den Start. Wie fast überall in Europa hatte der Wettergott auch dort kein Einsehen mit den Sportlern, so mussten die Wettkämpfe teilweise in strömen­- dem Regen gefahren werden. Die Lechstädter zeigten sich davon unbeeindruckt und kehrten nach vier anstrengenden Wettkampftagen mit mit zwei Europameistertiteln und vier Glas­- trophäen sowie insgesamt neun Medaillen und zwölf Diplomen (Plätze 4 bis 6) in den Altersklassen zurück.

Am ersten Tag standen gleich die anstrengenden Muni-Disziplinen auf dem Programm in Wäckerschwend. Amrei Schindelmann, Lea Opitz und Simon Rodler stellten sich dem schwierigen Gelände in Dual-Slalom, Uphill, Downhill und Cross Country. Ähnlich wie 2012 bei der Unicon16 in Brixen, wo Simon Rodler beim Downhill der Reifen platzte, ereilte ihn dieses Jahr das gleiche Schicksal beim Cross Country. Kurz nach dem Start konnte er sich bereits vom Teilnehmerfeld absetzen und mit deutlichem Vorsprung den schwierigeren Streckenteil im Wald angehen. Doch bei der Bachdurchquerung sprang er unglücklich auf einen Stein, was einen Platten zur Folge hatte und erneut das vorzeitiges Aus bedeutete.

Weitaus erfolgreicher war Lea Opitz in ihrer Altersklasse Ü15w im Gelände, mit zwei 5. Plätzen in Muni-Uphill und Dual-Slalom und einen 6. Platz als einzige Lechflitzer-Starterin bei Trial.

Tags darauf holte sich Simon Rodler mit einer sehr guten Zeit beim Altersklassen-100m-Rennen einen Startplatz fürs Finale. Sicher auf Platz zwei liegend packte ihn kurz vor dem Ziel der Ehrgeiz, und er versuchte den Führenden Niklas Wojtek doch noch einzuholen. Leider mit dem Resultat, dass er vom Pedal rutschte, ins Ziel stürzte und damit disqualifiziert wurde. Nichts desto trotz ließ er sich nicht entmutigen und konnte sich bei den weiteren Rennen wieder voll konzentrieren. Somit reichte es für ihn und Theresa Ludwig, dass sie sich vier der begehrten EM-Glastrophäen erradeln konnten.

Theresa Ludwig wurde im 100m-Final-Rennen Vize-Europameisterin mit einer Zeit von 14,466 Sekunden und musste sich nach einem spannenden Rennen nur Riccarda Greco (14,266 sec) aus Duisburg geschlagen geben.

Bei der WM 2012 in Brixen kam Simon Rodler bei 50-m-Einbein im Finale der Herren nur als Fünfter ins Ziel. Dieses Mal klappte es: Nach einem spannenden Kopf an Kopf-Rennen fuhr er als erster über die Ziellinie und gewann den Europameistertitel. Den zweiten Titel ersprang er sich beim Weitsprung mit einer Weite von 3,80 Meter. Und Platz 3 belegte er mit von 27,815 Sekunden im 200-m-Finale der Herren.

Nach dem erfolgreichen Finale im Weitsprung durfte Rodler noch drei weitere Sprung­- versuche durchführen, um die neue Weltrekordmarke von 4,05 Meter zu knacken. Beim ersten dieser Versuche berührte er noch die Absprunglatte, doch bereits beim zweiten Anlauf schaffte er das fast Unmögliche unter dem tosenden Bei­fall der vielen Zuschauer. Damit hält Simon Rodler aktuelle zwei Weltrekorde – im Weitsprung mit 4,05 Meter und im IUF-Slalom mit 18,53 Sekunden.

Den undankbaren 4. Platz erreichten die „Lechflitzer“ Lisa Lempert (100m), Theresa Ludwig (400m) sowie Simon Rodler und Angelo Olbrich (800m). In ihrem starken Starterfeld geschlagen geben mussten sich Bettina Martin, Nadine Martin, Emma Schindelmann und Engelbert Schmid. Ebenfalls ohne Medaille blieb Andreas Rodler (AK 30+). Er hat immerhin eine tolle Serie hingezaubert: die Plätze 5, 6, 7, und 8 über 400, 800, 200 und 100 Meter.

Am kommenden Samstag gehen die „Lechflitzer“ bei der oberbayerischen Meisterschaft im Einrad-Rennen in Vohburg auf Medaillenjagd und vom 28. bis 30. Juni findet dann in Kelheim die deutsche Meisterschaft statt.

Zwei Titel und ein Weltrekord für die "Lechflitzer"

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