FC Penzing überrascht

Favoriten-Schreck schlägt zu

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Erst im Tiebreak sorgte München für den K.O., dennoch punkteten die Penzingerinnen gegen den Favoriten.

Penzing – Bei ihrem Heimspieltag ärgerten die Volleyballerinnen des FC Penzing erneut einen der Favoriten. Nachdem im ersten Spiel der TV Planegg-Krailling II mit 3:1 bezwungen wurde, standen die FCP-Damen im zweiten Spiel Tabellenführer TSV TB München gegenüber: Erst im Tiebreak setzte sich der Spitzenreiter durch, musste aber Federn lassen, die in Penzing bleiben. Mit vier Spieltagspunkten pirschen sich die Penzingerinnen näher an die Spitze heran.

Das Spiel gegen die Planegger stand unter guten Vorzeichen: Das Hinspiel im November hatte der FC Penzing bereits mit 3:1 für sich entscheiden. Und auch im DZG kamen die Penzinger mit harten Aufschlägen von Nicole Mannsbart gut ins Spiel (4:0), bis Planegg den Satz mit einer guten Aufschlagsserie auf den Kopf stellte (4:8). Durch ein konzentriertes Spiel fand Penzing zwar zurück, konnte den Satzverlust aber nicht mehr abwenden.

Der zweite Satz begann ausgeglichen, ehe zur Mitte des Satzes zwei Aufschlagsserien den Erfolg brachten: Nicole Mannsbart und Christine Gerling sicherten ihrem Team mit 25:17 den Satzausgleich. Die gute Leistung aus dem zweiten Abschnitt galt es, im dritten zu bestätigen. Da die Annahme und Abwehr konstant blieben und auch der Block am Netz einen guten Job machte, hatten die Penzinger von Anfang an einen soliden Vorsprung. Dieser konnte zwischenzeitlich durch eine starke Aufschlagsserie von Laura Martin auf 17:3 ausgebaut werden, sodass nichts mehr anbrannte. Mit einem 2:1 nach Sätzen startete Penzing in den vierten und in dieser Partie letzten Satz. Mit einer geschlossenen Teamleistung strahlten die FCP-Damen auch weiterhin Dominanz aus und beendeten die Partie mit einem 25:17 – und somit einem 3:1 im Gesamten.

Im zweiten Spiel gegen Tabellenführer TSV TB München wollten sich die Damen des FC Penzing teurer verkaufen als beim 1:3 im Hinspiel. Die Zuschauer im DZG stellten sich folglich auf ein packendes Spiel ein und wurden für ihr Kommen belohnt. Zunächst hatte Penzing noch Startschwierigkeiten: Die Münchnerinnen überzeugten mit vielen Angriffsvariationen und schafften es so immer wieder, dass der Block auf Penzinger Seite falsch stand. Verdient ging dieser Satz mit 25:20 an München. Im zweiten Satz hatten sich die Penzingerinnen auf die Spielweise des Tabellenführers eingestellt, hielten dagegen und gewannen mit 25:17.

In einem packenden dritten Satz ging es hin und her, am Ende musste sich Penzing knapp mit 23:25 geschlagen geben – eine Vorentscheidung? Penzing wollte die Antwort geben und mobilisierte sämtliche Kräfte, um den Tiebreak zu erzwingen. Der Favorit war dem Druck der FCP-Damen nicht gewachsen, sodass Penzing tatsächlich noch zum Ausgleich kam – mit 25:16 sogar recht deutlich. Nachdem der erste Punkt damit schon eingetütet war, wollten die Penzingerinnen im ­Tiebreak einen zweiten ergattern. Dort kam man jedoch nur schwer aus den Startlöchern und wechselte mit einem 4:8-Rückstand die Seiten. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Spiel des FC Penzing wieder besser und die Aufholjagd war eröffnet. Am Ende reichte es nur zu einer Teil-Sensation, mit 11:15 ging der Extrapunkt an die Landeshauptstädterinnen, die durch den verlorenen Punkt die Tabellenführung vorerst einbüßen. Der FC Penzing hingegen hält das hintere Tabellendrittel auf Distanz und hat am Samstag, 4. Februar, die Gelegenheit, mit dem Eichenauer SV den nächsten Spitzenreiter zu stürzen.

Penzing: Elena Balkow, Christina Degle, Franziska Helmer, Christine Gerling, Romana Kohlhund, Nicole Mannsbart, Laura Martin, Anja Peters, Barbara Reisacher und Steffi Theinschnack.

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