Erstes Rennen der Saison

Der WM-Start naht

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Nach einem bösen Sturz wieder fest im Sattel: Marcel Schrötter hatte Glück und konnte seine finalen Vorbereitungen für den WM-Start am Sonntag in Katar fortsetzen.

Pflugdorf – Sich ein gutes Gefühl für den WM-Auftakt zu holen, das hat sich Marcel Schrötter für die letzten offiziellen Testfahrten in Katar vorgenommen. Nach einem harten Sturz überwog kurz der Schreck, doch größere Blessuren trug der Pflugdorfer Moto2-Pilot nicht davon. Die verbleibende Zeit nutzte er, um an der Feinabstimmung für den Auftakt der am Sonntag startenden neuen Saison zu tüfteln.

Gute und stabile Bedingungen über die gesamte Dauer des dreitägigen Tests fand Marcel Schrötter am vergangenen Wochenende auf dem Losail International Circuit vor. Dort beginnt am Wochenende mit dem Grand Prix of Qatar auch die neue Saison, sodass es mit dem Abschluss der Vorbereitungsphase gleich um den letzten Feinschliff für die erste Phase der Meisterschaft ging.

Wie schon bei den Tests im spanischen Jerez de la Frontera, mischte Schrötter erneut in der Spitzengruppe der seiner Meinung nach wohl ausgeglichensten Rennserie im Motorsport mit. Er habe es vorab kaum noch erwarten können, mit seiner neuen Maschine auf die reizvolle Strecke zu gehen.

Ganz reibungslos verlief der Katar-Test allerdings nicht. Schrötter musste gleich am ersten Abend einen schlimmen Sturz überwinden. „Ich hatte einen ziemlich bösen Abflug. Die Ursache war, dass ich im Ausgang einer Linkskurve kurz einmal auf den Grünstreifen neben der Piste kam, wo es ein bisschen feucht war. Die folgenden zwei Rechtskurven waren kein Problem, doch beim Einlenken in die nächste Linkskurve ist das Hinterrad ausgebrochen. Es war eine brutal harte Landung und ich spürte sofort starke Schmerzen am rechten Fuss, an der Hüfte sowie auch am Rücken.“ Doch eine Röntgenuntersuchung habe umgehend Entwarnung gebracht. Es blieb bei Prellungen und überdehnten Bändern im rechten Knöchel. „Wenige Stunden später, als die Anspannung nachließ, kamen die Schmerzen. Am zweiten Tag befand ich mich daher in keiner guten Verfassung. Ich war müde und alles tat weh.“ In der Zwischenzeit hatte es die Crew geschafft, das Motorrad wieder startklar zu machen. „Den Sturz wollte ich auch gleich verdrängen. Beim Fahren spürte ich kaum eine Behinderung und ich war bald wieder in der Lage, meine Rundenzeiten zu verbessern.“

Feinabstimmung im Blick

In der verbleibenden Zeit wurde viel an der Abstimmung gefeilt, auch wenn nicht jede Änderung gleich ein Treffer gewesen sei. „Am Ende des Tages hatte ich meine Zeiten wieder verbessert und zwar gleich um eine halbe Sekunde.“ Den positiven Test rundete Schrötter mit einem erfolgreichen Long-Run, seinem zweiten in diesem Jahr, ab. Der erste war indes noch nicht wunschgemäß verlaufen: „Ich konnte wegen eines Abbruchs zwar nur 15 Runden fahren, doch in keiner bin ich auf meine vorherige Pace gekommen. Das war irgendwie seltsam.“ Doch im zweiten Durchgang lief es nun besser: „Von der ersten Runde an fühlte ich mich um einiges wohler mit dem Motorrad und in fast jeder Runde fuhr ich 2´00er Zeiten. Das ist hinsichtlich des Rennens sicherlich eine starke Pace. Von dem her sind wir für den Saisonauftakt gut gerüstet, doch für das Qualifying müssen wir noch nachlegen.“

Am Ende war der Kalex-Pilot 13.-Schnellster, doch das Gesamtergebnis sei um einiges besser zu bewerten, als der Blick auf diese Zahlen vermuten lässt. „Ich denke, dass unsere Platzierung in der Gesamtzeitenliste schlechter ausschaut, als wir wirklich dastehen. Aufgrund der zwei Long-Runs haben wir womöglich ein paar Positionen eingebüßt.“ Am Ende des Tests sei er mit den Ergebnissen aber sehr zufrieden. „Ich war die meiste Zeit schnell genug, um in die Top Ten zu fahren, doch für eine superschnelle Runde fehlt noch der letzte Deut. Drei, vier Zehntelsekunden vermissen wir noch, um den Anschluss an die Top-Jungs zu schaffen.“

Der Startschuss zur Moto2 Weltmeisterschaft 2016 fällt am Sonntag auf dem 5,4 Kilometer langen Circuit inmitten der Wüste des Emirats am Persischen Golf.

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