Floorball-Bundesliga

Red Hocks Kaufering bezwingen Leipzig mit 5:4

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Keine Chance für Leipzigs Torhüter Pavel Lubentsov: Red Hocks-Kapitän Maxi Falkenberger brachte die Red Hocks in der 48. Minute im Nachsetzen mit 4:3 in Führung.
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Landkreis – An Spannung kaum zu überbieten war am Samstag das Bundesligaheimspiel der Red Hocks Kaufering gegen den MFBC Leipzig. In den ersten beiden Dritteln noch von der defensiven Gangart beider Mannschaften geprägt, nahm die Partie dann Fahrt auf. Mit vier Toren allein im letzten Drittel erkämpften sich die Roten mit einem 5:4 drei enorm wichtige Zähler im Rennen um die Playoffs.

Beide Mannschaften starteten verhalten in die Partie und versuchten, durch eine kontrollierte Defensive in die Partie zu finden. dementsprechend wenige Torchancen waren auf beiden Seiten zu verzeichnen. Optisch hatte Leipzig im ersten Drittel mehr von der Partie, doch die Red Hocks blieben meist durch Konter gefährlich und konnten sich im Laufe des ersten Drittels einige gute Tormöglichkeiten erspielen. Einen verdeckten Distanzschuss in der 18. Spielminute ließ Kauferings Torhüter Kornelius Schmid dann zur Leipziger Führung passieren. Und nur eine halbe Minute später erhöhten die Gäste mit einem schön herausgespielten Angriff auf 0:2. Damit ging es auch in die erste Drittelpause. Das Trainergespann der Kauferinger um Szirbeck/Hutter/Keß war mit der gezeigten Leistung durchaus zufrieden. Lediglich die Chancenverwertung sollte noch verbessert werden. 

Zu Beginn des zweiten Abschnitts bekamen die Gäste eine Zweiminutenstrafe ausgesprochen. Das Kauferinger Powerplay ließ den Ball gefällig laufen, bis Daniel Szirbeck den hereinlaufenden Tobias Hutter in der Mitte bedienen wollte. Noch bevor der Ball Hutters Kelle erreichte, kickte ein Leipziger Verteidiger das runde Plastik versehentlich ins eigene Tor. Im weiteren Verlauf des zweiten Drittels erarbeiteten sich die Jungs um Kapitän Maxi Falkenberger noch einige hochkarätige Torchancen, scheiterten aber entweder am eigenen Unvermögen, dem Pfosten oder dem glänzend aufgelegten Leipziger Torhüter. Somit ging es mit einem 1:2 in die Drittelpause. Im Kauferinger Lager war die Marschroute für das letzte Drittel klar. Man wollte genauso weiterspielen und defensiv weiter stabil stehen. 

Lediglich fünf Minuten waren im letzten Drittel gespielt und der lang ersehnte Ausgleich fiel endlich. Daniel Szirbeck bediente den vor dem gegnerischen Tor freistehenden Dominik Stork und dieser hatte keine Mühe, zum 2:2 einzuschieben. Lediglich eine halbe Minute später vollendete Falkenberger ein schönes Zuspiel von Marco Tobisch zur erstmaligen Führung an diesem Abend. Doch lange konnte man sich über diese nicht freuen. In der 47. Minute glichen die Gäste in Person von Nationalspieler Erik Schuschwary aus. Doch die torarmen ersten beiden Drittel waren nun Geschichte und die Red Hocks Kaufering brachten ihre Offensivpower auf das Feld. Wiederum Kapitän Falkenberger brachte sein Team in der 48. Spielminute in Front. Nach 52 gespielten Minuten konnte sich Hutter auf der linken Seite durchsetzen und lief alleine auf den gegnerischen Torhüter zu. Er konnte nur noch durch ein Foul gestoppt werden, die Schiedsrichter entschieden folgerichtig auf Penalty. Diesen konnten die Kauferinger zwar nicht verwerten, doch das anschließende Powerplay war von Erfolg gekrönt. Daniel Szirbeck sah den freistehenden Julian Rüger vor dem gegnerischen Gehäuse und dieser musste nur noch zum 5:3 einschieben. Nur noch sieben Zeigerumdrehungen trennten die Lechfloorballer von dem enorm wichtigen Heimsieg. Doch die Gäste aus Leipzig drückten fortan auf den Anschlusstreffer. Die Red Hocks kamen nur noch selten durch Entlastungsangriffe nach vorne. Vier Minuten vor dem Ende münzte das Leipziger Pressing seine Bemühungen in den Anschlusstreffer zum 5:4 um. Doch zum Kauferinger Glück erkannten die Schiedsrichter ein Handspiel seitens eines Leipziger Verteidigers zwei Minuten vor dem Ende. Somit mussten die Gäste die letzten beiden Spielminuten in Unterzahl bestreiten. Sie nahmen zwar bei eigenem Ballbesitz den Torhüter zugunsten eines fünften Spielers vom Feld, doch die Red Hocks warfen sich in jeden Schuss und arbeiteten den Heimsieg über die Ziellinie. 

Nun steht nächsten Sonntag ein echtes Endspiel im Kampf um die Playoffs an. Dabei gastieren die Red Hocks bei BAT Berlin, das sich zwei Punkte hinter den Kauferingern auf Platz 7 befindet.

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