Floorball-Bundesliga

Die Red Hocks Kaufering warten noch immer auf den ersten Sieg

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Martin Rieß erzielte mit dem 3:2-Anschluss in Berlin sein erstes Bundesligator; der Ausgleich wollte anschließend nicht mehr fallen.

Kaufering – Das erste Auswärtsspiel der Saison in der Floorball-Bundesliga hat man sich im Kauferinger Lager anders vorgestellt. Trotz einer couragierten Leistung, speziell in der Defensive, schafften es die Red Hocks nicht, die Punkte aus der Bundeshauptstadt zu entführen. Sie unterlagen mit 2:3 Toren.

Die Kauferinger starteten wie schon gegen Leipzig mit drei Reihen in die Partie. Bereits vor Beginn des Spiels waren sich die Red Hocks bewusst, dass sie nur mit einem konzentrierten Auftreten in der Defensive und einer gewissen Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor eine Chance auf den Sieg haben würden. Ersteres setzte die junge Mannschaft von Markus Heinzelmann über weite Strecken der Partie gut um, doch in der Offensive biss man sich immer wieder die Zähne am stark aufgelegten Berliner Schlussmann aus.

Beide Mannschaften gingen das Match verhalten an und waren darauf bedacht, keinen Fehler in der Defensive zu machen. Nach dem ersten gefährlichen Konter lagen die Gastgeber aus der Bundeshauptstadt auch schon in Führung. Die Red Hocks verloren den Ball in der Vorwärtsbewegung und mit einem abgefälschten Sonntagsschuss vollendeten die Rockets den Konter zur Führung.

In der Folge kam auch die Offensive der Kauferinger langsam ins Rollen, doch der Ball wollte noch nicht in den Kasten. Sowohl Tobias Hutter als auch Moritz Leonhard scheiterten am starken Berliner Schlussmann. Es dauerte bis zur 19. Minute, ehe sich auch die Red Hocks auf der Anzeigetafel bemerkbar machten. Die Kauferinger eroberten den Ball in der eigenen Ecke, und ein schön vorge­tragener Konter über mehrere Stationen endete schließlich bei Tobias Hutter. Und der musste nur noch einschieben, um für die Reds auszugleichen.

Doch zu Beginn des zweiten Drittels folgte eine kalte Dusche. In der 25. Minute setzte sich ein BAT-Spieler an der Bande durch, passte an den langen Pfosten, wo sich ein Berliner Spieler im Rücken der Abwehr davonstahl und den Ball per Volley zum 2:1 für die Gastgeber in die Maschen drosch. In der Folge erarbeiteten sich die Kauferinger zwar zahlreiche hochkarätige Chancen, doch je zweimal Tobias Hutter, Daniel Falkenberger und Moritz Leonhard vergaben die sich bietenden Chancen leichtfertig.

Damit ging es mit einem knappen Rückstand in den Schlussabschnitt. Die junge Kauferinger Mannschaft biss sich weiter in die Zweikämpfe. Es war der Mannschaft deutlich anzumerken, dass sie die Partie drehen wollte. In der 42. Minute musste Raphael Heinzelmann für zwei Minuten zum abkühlen auf die Strafbank. Die Kauferinger Unterzahlformation hielt zunächst gut stand, doch kurz vor Ablauf der Strafe fand ein Schuss den Weg in das Tor von Dominik Bürger – 3:1.

Kurz darauf stellte Kauferings Coach Heinzelmann auf zwei Reihen um und versuchte der Mannschaft damit mehr Offensivpower zu verleihen. Da geht doch noch was. In der 52 Minute aber eine Schrecksekunde: Tobias Hutter blieb nach einem unglücklichen Zweikampf mit einem Berliner Gegenspieler blutend am Boden liegen. Für ihn war die Partie damit beendet, er musste in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht werden.

Nach einer kurzen Spielunter­brechung warfen die Red Hocks alles nach vorne und im drauffolgenden Powerplay erzielte Martin Rieß mit seinem ersten Bundesligatreffer den 2:3-.Anschlusstreffer. In der Folge drückten die Red Hocks auf den Ausgleich, was den Gastgebern Platz zum Kontern ließ. Doch zum Ausgleich sollte es für die Roten an diesem Tag nicht mehr reichen.

„Defensiv haben wir heute eine ordentliche Partie abgeliefert, aber in der Offensive unsere Chancen nicht genutzt. Jetzt gilt es für uns Ruhe zu bewahren und weiter unseren Weg zu gehen, dann bin ich mir sicher, dass wir in den nächsten Spielen unsere Erfolgserlebnisse haben werden“, gibt sich Heinzelmann optimistisch.

Die nächste Chance auf den ersten Bundesliga-Sieg bietet sich am kommenden: Um 18 Uhr sind die Floor Fighters Chemnitz im Kauferinger Sportzentrum zu Gast. Einen Tag später geht es für die Truppe von Headcoach Markus Heinzelmann zum Aufsteiger vom TV Schriesheim. Anpfiff der Partie ist am Sonntag um 16 Uhr.

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