Die Belohnung fehlt noch 

Floorball-Bundesliga: Red Hocks können Meisterfavoriten nur phasenweise ärgern

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Prompte Antwort auf das 4:2: Raphael Heinzelmann (am Ball) feierte gegen Weißenfels sein erstes Bundesligator. Daniel Falkenberger traf gegen Leipzig doppelt. Dennoch schaffte es Kaufering nicht mehr, die Leipziger Angreifer abzuwehren und das 12:7 abzuwenden.

Kaufering – Nach dem unglücklichen Saisonauftakt in Schriesheim traten die Bundesligafloorballer der Red Hocks am vergangenen Wochenende den Weg in Richtung Osten an, wo mit Spielen in Weißenfels und Leipzig die zwei größten deutschen Floorball-Schwergewichte warteten. Obwohl es keine Punkte gab, zeigten die Roten eine klare Leistungssteigerung.

Am Samstag ging es für die Mannschaft von Trainer Markus Heinzelmann zum UHC Weißenfels: Der hohe Fokus, den die Rot-Weißen im Vergleich zum Schriesheim-Spiel an den Tag legten, spiegelte sich in den ersten beiden Dritteln des Spiels wider. Die Gastgeber legten durch ein Tor in der vierten Spielminute vor. Die Red Hocks glichen in der 14. Minute durch ein schönes Zusammenspiel zwischen Ricardo Wipfler und Moritz Leonhardt zum 1:1 aus. Nach dem ersten Drittel dann 2:2 – dazu trugen UHC-Kapitän Tim Böttcher durch einen Schuss aus spitzem Winkel in Überzahl sowie Ricardo Wipfler mit einem Weitschuss bei. Während Weißenfels deutlich mehr Ballbesitz hatte, lauerten die Red Hocks fast ausschließlich auf Konter. 

Beide Teams konnten aus ihren Vorteilen aber kaum Kapital schlagen – bis zur 40. Spielminute, als Jere Tapani Aleksi Kaartinen das 3:2 für den Rekordmeister erzielte. Zwei Sekunden vor Schluss des zweiten Drittels gab es noch einen Aufreger, als ein UHC-Spieler den Ball beinahe auf Kopfhöhe wegschlug. Das ahndeten die Schiedsrichter aber weder mit einem Freischlag noch mit einer Zweiminutenstrafe. So gingen die Red Hocks nicht nur ohne Powerplay, sondern auch etwas unkonzentriert in den Schlussabschnitt: Schon nach 17 Sekunden erhöhte Weißenfels auf 4:2. Aber per Doppelschlag zum 4:4 brachten Raphael Heinzelmann mit seinem ersten Bundesligator und Wipfler per Penalty die Roten zurück ins Spiel. Weil sich danach bei den jungen Bayern, bei denen mit Marco Keß und Tobias Hutter wichtige Stützen fehlten, immer wieder kleine Fehler einschlichen, zog der UHC in der Folge davon. Die Red Hocks wurden immer mehr ins eigene Drittel gedrückt. So erhöhten die Gastgeber bis zum Ende auf 9:4.

Auch der MFBC Leipzig, der Sonntags-Gegner der Red Hocks, hat bisher alle drei Saisonspiele souverän gewonnen. Somit galt der amtierende Tabellenführer als klarer Favorit, wenngleich Tobias Hutter am Sonntag nachreiste und sein Team verstärkte. Der mutige Auftritt der Red Hocks in den ersten zwanzig Minuten überraschte und führte sie zu einem 2:3 zur Drittelpause. „Diese Leichtigkeit müssen wir weiterhin zeigen“, hatte Co-Trainer Christoph Huber in der Pause noch gefordert. Doch Leipzig kam mit mehr Druck und zunehmender physischer Präsenz aus der Kabine. Die Red Hocks taten sich nun schwerer, sich aus dem Pressing zu befreien und so glich der MFBC aus. Wie schon am Vortag ließen die Roten zu viele Chancen ungenutzt und so blieb das zwischenzeitliche 3:4 durch Daniel Falkenberger der letzte Treffer der Bayern in diesem Drittel. Leipzig gewann am Ende das Spiel mit 12:7.

„Über weite Strecken haben wir gute Spiele abgeliefert“, so Hutter. Dieser Drive werde mit ins Wochenende genommen. Hier warte mit dem DJK Holzbüttgen der dritte Hochkaräter in Folge. Anpfiff im heimischen Sportzentrum ist Samstag, 3. Oktober, um 18 Uhr.

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