Zum Auftakt eine Niederlage

Floorball-Saisonstart mit reichlich Luft nach oben

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Ricardo Wipfler erzielte gegen Leipzig früh das 1:0 für die Red Hocks Kaufering – für eine Überraschung gegen den deutschen Meister reichte es aber nicht.

Kaufering – Nach langem Warten war es am vergangenen Wochenende endlich wieder so weit: Nach über sechs Monaten Pause rollte im Sportzentrum Kaufering wieder der Lochball. Für viele junge Akteure im Kader der Red Hocks war es das erste Bundesligaspiel ihrer Karriere – und das gleich gegen den amtierenden deutschen Meister vom MFBC Leipzig. Lange schlugen sich die Roten wacker, trotzdem zogen sie mit 2:7 am Ende den Kürzeren.

Obwohl sich Leipzig im gesamten ersten Drittel schwer tat, verbuchten die Messestädter die erste Chance im Spiel und scheiterten in der zweiten Spielminute das erste Mal an Torhüter David Winzinger. Der erste Kauferinger Angriff hatte derweil prompt Erfolg: Ricardo Wipfler verwandelte nach einem Doppelpass mit Moritz Leonhardt ins linke untere Eck zum 1:0. Keinesfalls reines Glück, denn in den ersten zehn Minuten dominierten die jungen Kauferinger, die mit drei Reihen agierten, die Partie.

Die Mannschaft von Markus Heinzelmann und Christoph Huber konnte den amtierenden deutschen Meister teilweise oft tief in deren eigene Hälfte drängen. Nur der letzte Pass fehlte, um ein zweites Mal zuzuschlagen. In der Folge fand der Meister jedoch immer besser in die Partie, und ein Konter in der 11. Spielminute führte zum Ausgleich. Kurz vor der ersten Drittelpause bekamen die Red Hocks eine Überzahl zugesprochen, die die Powerplayformation jedoch nicht nutzte; so ging es mit 1:1 in die erste Drittel­pause.

Nach dem Wiederanpfiff konnte sich Winzinger immer wieder mit guten Paraden auszeichnen. In der 27. und 28. Minute erzielten die Leipziger per Doppelschlag das 2:1 und 3:1. Eine weitere Überzahl, wegen Stockschlags, konnten die Roten nicht nutzen. Leider kassierten sie dann auch noch in der 33. Minute das 4:1. Kurz darauf gelang es Lukas Wexenberger, einen scharfen Pass von Christian Lindquist genial ins gegnerische Tor zum 4:2 abzufälschen. Die Red Hocks konnten im zweiten Abschnitt jedoch nicht an das starke erste Drittel anknüpfen und so ging es mit dem 2:4-Rückstand in die zweite Drittelpause.

Danach stellte das Trainergespann auf zwei Reihen um, um so den Druck auf Leipzig zu erhöhen. Dies gelang phasenweise sehr gut und man konnte sich mehrfach gut in der gegnerischen Hälfte festspielen. Tobias Hutter traf leider nur den Pfosten, Wipfler und Leonhardt scheiterten am Torwart der Sachsen, der ein sehr gutes Spiel machte. Die Tore machte aber weiterhin der MFBC. In der 46. Minute erhöhte der Meister nach einem schön vorgetragenen Konter auf 5:2 und als dann in der 52. Spielminute das 6:2 fiel, war die Partie entschieden. Drei Minuten vor dem Ende legte der Meister noch sein siebtes Tor nach.

„Im Großen und Ganzen geht die Niederlage durchaus in Ordnung, auch wenn sie um das ein oder andere Tor zu hoch ausfiel“, meinte Trainer Markus Heinzelmann nach seinem Bundesliga-Debüt als Cheftrainer. „Wir haben fast über die gesamte Spielzeit mit drei Reihen gespielt und unsere jungen Spieler haben gezeigt, dass sie auch mit den besten Teams in Deutschland mithalten können. Jetzt gilt es, weiter an uns zu arbeiten, um uns perfekt auf das kommende Auswärtsspiel in Berlin vorzubereiten“, so Heinzelmann weiter.

Nächstes Wochenende können es die Red Hocks gegen Berlin besser machen. Dort werden die Kauferinger am Sonntag ab 15 Uhr alles daran setzen, den ersten Saisonsieg perfekt zu machen.

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